Cairliechr: Unterschied zwischen den Versionen

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Die bereits seit vielen [[Zeitrechnung|Jahrhunderten]] in der weidtländischen Kultur vertretenen Cairliechr sind in aller Regel alte Frauen von hohem Alter. Ausnahmen bestätigen aber, dass es immer wieder ach wissende, junge Frauen gab, die als Cairliechr behandelt bzw. wahrgenommen wurden. Die meist im Einklang mit der Natur und den Ahnen lebenden Frauen sind Vertreter des [[Brauchtum|Brauchtums]]. Sie sorgen sich um Hilfesuchende und geben Rat. Zudem sind viele von ihnen in der [[Pflanzenkunde]] bewandert. Einige verstehen sich darüber hinaus in der [[Medizin]] oder [[Alchemie]], sodass sie regelmäßig eigene [[Gebräue]], [[Rauschmittel]] oder auch [[Medizin]] gegen alle Leiden des weltlichen Daseins anbieten. Häufig sind die fragwürdigen Mischungen der Cairliechr auch allen drei Kategorien zugleich zuzuordnen, bewirken sie nicht selten hochberauschende Zustände und Wahrnehmungsveränderungen.  
 
Die bereits seit vielen [[Zeitrechnung|Jahrhunderten]] in der weidtländischen Kultur vertretenen Cairliechr sind in aller Regel alte Frauen von hohem Alter. Ausnahmen bestätigen aber, dass es immer wieder ach wissende, junge Frauen gab, die als Cairliechr behandelt bzw. wahrgenommen wurden. Die meist im Einklang mit der Natur und den Ahnen lebenden Frauen sind Vertreter des [[Brauchtum|Brauchtums]]. Sie sorgen sich um Hilfesuchende und geben Rat. Zudem sind viele von ihnen in der [[Pflanzenkunde]] bewandert. Einige verstehen sich darüber hinaus in der [[Medizin]] oder [[Alchemie]], sodass sie regelmäßig eigene [[Gebräue]], [[Rauschmittel]] oder auch [[Medizin]] gegen alle Leiden des weltlichen Daseins anbieten. Häufig sind die fragwürdigen Mischungen der Cairliechr auch allen drei Kategorien zugleich zuzuordnen, bewirken sie nicht selten hochberauschende Zustände und Wahrnehmungsveränderungen.  
  
Optisch erinnern die Frauen dabei an schrullige Gestalten des Waldes. Viele von ihnen sind mit alter Kleidung, Blumen und allerlei Pflanzwerk bedeckt. Ihre Gewandung besteht aus zerschlissenen, aber kunstvoll geflickten Gewändern, die mit getrockneten Kräutern, Federn und kleinen Amuletten behangen sein können. Ihr Haar ist oft grau oder schon gänzlich weiß. Es wird mit Blumen, Beeren und kleinen Knochen verflochten, die sie als Glücksbringer oder Schutzsymbole tragen. Zumeist mit einem Wanderstab aus heilsamen [[Holz]] ausgestattet, wandern sie in einem gemächlichen Tempo durch die [[:Kategorie:Wald|Wälder]] Weidtlands, immer auf der Suche nach neuen [[Wildegewächse|Kräutern]] oder hilfesuchenden Seelen. Die Cairliechr scheinen dabei auch eine herausgehobene Verbindung zu [[Fauna|Tieren]] zu haben. Nicht selten kommt es vor, dass sich [[Vögel]] in ihrer Nähe niederlassen oder gar von den Cairliechr umhertragen lassen. Auch kleineres Getier, wie [[Maus|Mäuse]], [[Ratte|Ratten]] oder gar [[Marder]] scheinen sich in der Nähe der wissenden Frauen wohl zu fühlen.  
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Optisch erinnern die Frauen dabei an schrullige Gestalten des Waldes. Viele von ihnen sind mit alter Kleidung, Blumen und allerlei Pflanzwerk bedeckt. Ihre Gewandung besteht aus zerschlissenen, aber kunstvoll geflickten Gewändern, die mit getrockneten Kräutern, Federn und kleinen Amuletten behangen sein können. Ihr Haar ist oft grau oder schon gänzlich weiß. Es wird mit Blumen, Beeren und kleinen Knochen verflochten, die sie als Glücksbringer oder Schutzsymbole tragen. Zumeist mit einem Wanderstab aus heilsamen [[Holz]] ausgestattet, wandern sie in einem gemächlichen Tempo durch die [[:Kategorie:Wald|Wälder]] Weidtlands, immer auf der Suche nach neuen [[Wildgewächse|Kräutern]] oder hilfesuchenden Seelen. Die Cairliechr scheinen dabei auch eine herausgehobene Verbindung zu [[Fauna|Tieren]] zu haben. Nicht selten kommt es vor, dass sich [[Vögel]] in ihrer Nähe niederlassen oder gar von den Cairliechr umhertragen lassen. Auch kleineres Getier, wie [[Maus|Mäuse]], [[Ratte|Ratten]] oder gar [[Marder]] scheinen sich in der Nähe der wissenden Frauen wohl zu fühlen.  
  
 
Die Cairliechr sind dabei nicht nur einfache Kräutersammlerinnen oder Heilerinnen. Oftmals werden sie auch als Hüterinnen eines alten Wissens, das tief in den Wurzeln der weidtländischen Wälder und Berge verborgen liegt, dargestellt. Besonders abergläubische Menschen glauben sogar, dass die Cairliechr die Fähigkeit besitzen, die Grenzen zwischen den Welten zu überwinden und mit den Geistern der Natur sowie den Ahnen zu kommunizieren. Ein besonderes Merkmal der Cairliechr ist dabei ihre Verbindung zu heiligen Quellen und Steinkreisen, die verstreut in den Wäldern und Bergen des Maunas-Gebirges liegen. An so manchem Voll- oder Halbmond versammeln sich die Cairliechr an diesen Plätzen, um Rituale durchzuführen. Dabei tragen sie oft Gewänder aus geflochtenem Heidekraut und Moos, die mit Blumen und Kräutern geschmückt sind. Ihre handgeschnitzten Ritualstäbe sind aus dem Holz heiliger Bäume wie der Eiche oder der Eberesche geschnitzt und oft mit selbsterdachten Runen und Symbolen verziert. Gerüchte sprechen ihnen dabei zu, dass sie die Verbindung zwischen Mensch und Natur erneuern sollten oder gar verstorbene Ahnengeister beschwichtigen. Kritiker behaupten jedoch eher von geistigen Aussetzern und wahnsinnigen Handlungen vernachlässigter alter Frauen. Gerade die keiner [[Sprachen|Sprache]] zuordbaren Symboliken haben den Cairliechr einen eher zweifelhaften Ruf innerhalb der weidtländischen Gesellschaft eingebracht.
 
Die Cairliechr sind dabei nicht nur einfache Kräutersammlerinnen oder Heilerinnen. Oftmals werden sie auch als Hüterinnen eines alten Wissens, das tief in den Wurzeln der weidtländischen Wälder und Berge verborgen liegt, dargestellt. Besonders abergläubische Menschen glauben sogar, dass die Cairliechr die Fähigkeit besitzen, die Grenzen zwischen den Welten zu überwinden und mit den Geistern der Natur sowie den Ahnen zu kommunizieren. Ein besonderes Merkmal der Cairliechr ist dabei ihre Verbindung zu heiligen Quellen und Steinkreisen, die verstreut in den Wäldern und Bergen des Maunas-Gebirges liegen. An so manchem Voll- oder Halbmond versammeln sich die Cairliechr an diesen Plätzen, um Rituale durchzuführen. Dabei tragen sie oft Gewänder aus geflochtenem Heidekraut und Moos, die mit Blumen und Kräutern geschmückt sind. Ihre handgeschnitzten Ritualstäbe sind aus dem Holz heiliger Bäume wie der Eiche oder der Eberesche geschnitzt und oft mit selbsterdachten Runen und Symbolen verziert. Gerüchte sprechen ihnen dabei zu, dass sie die Verbindung zwischen Mensch und Natur erneuern sollten oder gar verstorbene Ahnengeister beschwichtigen. Kritiker behaupten jedoch eher von geistigen Aussetzern und wahnsinnigen Handlungen vernachlässigter alter Frauen. Gerade die keiner [[Sprachen|Sprache]] zuordbaren Symboliken haben den Cairliechr einen eher zweifelhaften Ruf innerhalb der weidtländischen Gesellschaft eingebracht.

Version vom 24. Februar 2025, 13:45 Uhr

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Eine Cairliechr mit einem Vogel auf dem Stab

Das Cairliechr (plur.: Cairliechr, umgangssprachlich: die Cairliechr) ist ein inoffizielles Amt des Brauchtums im Bereich des Gebirges Maunas im Königreich Weidtland. Der ausschließlich von Frauen getragene Titel bedeutet in den Worten der lokalen Einwohnern in etwa wissende Kräuterdame oder auch durch die sorridianischen Siedler verunglimpfend Kräuterhexe. Es ist unklar wie viele Cairliechr es gegenwärtig gibt und in der Vergangenheit gab, da der Titel keiner offiziellen Position oder Verleihung unterliegt. Vielmehr wird er alten, meist als Einsiedler lebenden Frauen von Dorf- oder regionalen Gemeinschaften per Gewohnheitsrecht übertragen. Die Cairliechr mischen im Gegenzug zu kleinen Hilfeleistungen Gebräue, Medizin oder andere Substanzen an und bieten Wissen sowie Rat.

Beschreibung

Die bereits seit vielen Jahrhunderten in der weidtländischen Kultur vertretenen Cairliechr sind in aller Regel alte Frauen von hohem Alter. Ausnahmen bestätigen aber, dass es immer wieder ach wissende, junge Frauen gab, die als Cairliechr behandelt bzw. wahrgenommen wurden. Die meist im Einklang mit der Natur und den Ahnen lebenden Frauen sind Vertreter des Brauchtums. Sie sorgen sich um Hilfesuchende und geben Rat. Zudem sind viele von ihnen in der Pflanzenkunde bewandert. Einige verstehen sich darüber hinaus in der Medizin oder Alchemie, sodass sie regelmäßig eigene Gebräue, Rauschmittel oder auch Medizin gegen alle Leiden des weltlichen Daseins anbieten. Häufig sind die fragwürdigen Mischungen der Cairliechr auch allen drei Kategorien zugleich zuzuordnen, bewirken sie nicht selten hochberauschende Zustände und Wahrnehmungsveränderungen.

Optisch erinnern die Frauen dabei an schrullige Gestalten des Waldes. Viele von ihnen sind mit alter Kleidung, Blumen und allerlei Pflanzwerk bedeckt. Ihre Gewandung besteht aus zerschlissenen, aber kunstvoll geflickten Gewändern, die mit getrockneten Kräutern, Federn und kleinen Amuletten behangen sein können. Ihr Haar ist oft grau oder schon gänzlich weiß. Es wird mit Blumen, Beeren und kleinen Knochen verflochten, die sie als Glücksbringer oder Schutzsymbole tragen. Zumeist mit einem Wanderstab aus heilsamen Holz ausgestattet, wandern sie in einem gemächlichen Tempo durch die Wälder Weidtlands, immer auf der Suche nach neuen Kräutern oder hilfesuchenden Seelen. Die Cairliechr scheinen dabei auch eine herausgehobene Verbindung zu Tieren zu haben. Nicht selten kommt es vor, dass sich Vögel in ihrer Nähe niederlassen oder gar von den Cairliechr umhertragen lassen. Auch kleineres Getier, wie Mäuse, Ratten oder gar Marder scheinen sich in der Nähe der wissenden Frauen wohl zu fühlen.

Die Cairliechr sind dabei nicht nur einfache Kräutersammlerinnen oder Heilerinnen. Oftmals werden sie auch als Hüterinnen eines alten Wissens, das tief in den Wurzeln der weidtländischen Wälder und Berge verborgen liegt, dargestellt. Besonders abergläubische Menschen glauben sogar, dass die Cairliechr die Fähigkeit besitzen, die Grenzen zwischen den Welten zu überwinden und mit den Geistern der Natur sowie den Ahnen zu kommunizieren. Ein besonderes Merkmal der Cairliechr ist dabei ihre Verbindung zu heiligen Quellen und Steinkreisen, die verstreut in den Wäldern und Bergen des Maunas-Gebirges liegen. An so manchem Voll- oder Halbmond versammeln sich die Cairliechr an diesen Plätzen, um Rituale durchzuführen. Dabei tragen sie oft Gewänder aus geflochtenem Heidekraut und Moos, die mit Blumen und Kräutern geschmückt sind. Ihre handgeschnitzten Ritualstäbe sind aus dem Holz heiliger Bäume wie der Eiche oder der Eberesche geschnitzt und oft mit selbsterdachten Runen und Symbolen verziert. Gerüchte sprechen ihnen dabei zu, dass sie die Verbindung zwischen Mensch und Natur erneuern sollten oder gar verstorbene Ahnengeister beschwichtigen. Kritiker behaupten jedoch eher von geistigen Aussetzern und wahnsinnigen Handlungen vernachlässigter alter Frauen. Gerade die keiner Sprache zuordbaren Symboliken haben den Cairliechr einen eher zweifelhaften Ruf innerhalb der weidtländischen Gesellschaft eingebracht.

Die Cairliechr sollen auch dafür bekannt sein, Wetterzeichen zu deuten und Naturgewalten beeinflussen zu können. So heißt es in einer Erzählung, dass eine Cairliechr einst einen Sturm beschworen hat, um ein großes Unheil vor der Welt abzuwenden. Eine andere soll Hagel herbeigerufen haben, um eine Horde Wölfe vor einem unschuldigen Bauernjungen zu verscheuchen. Doch auch diese Erzählungen werden im modernen Leändrien nur noch als veraltete Bauernmärchen abgetan oder gar als Wirken Deyn Cadors gewertet.

Auch dankihrer mysteriösen und manchmal fragwürdigen Natur genießen die als Cairliechr betitelten Frauen bei den Menschen in Weidtland einen durchwachsenen Ruf. Sie sind vor allem aus den großen Städten ständiger Kritik ausgesetzt. Auch auf den Dörfern schwindet der Rückhalt in die Kräuterfrauen im Wald immer mehr. Dazu ranken sich weit mehr Gerüchte um das vorgebliche Tun und die fordernden Bedingungen der Cairliechr, als es konkrete Berichte oder Niederschriften gibt. Wie aber seit Jahrhunderten gilt weiterhin: Wer eine Cairliechr besucht, muss eine Gabe mitbringen. Je wertvoller dabei die Gabe ist, desto mehr wird die alte Dame der suchenden Person verraten. Besonders dann wenn die Gabe nicht nur monetären, sondern auch hohen emotionalen Wert hat.