Leändische Handelskompanie

Aus Athalon
Version vom 25. Februar 2023, 03:16 Uhr von Cookey (Diskussion | Beiträge) (→‎Tätigkeitsfelder)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Leändische Handelskompanie
Leändische Handelskompanie Wappen.png
Art Händlerzunft
Hauptsitz Zweibach (Silventrum)
Nebensitze Steunvik (Silventrum), Carviel (Tasperin),
Schwarzwasser (Tasperin), Montebrillo (Sorridia),
Asmaeth (Weidtland), Olapaso (Patrien)
Gründung 1163 AD
Anführer Herrenrat (16 Vertreter)
Größe 18.000 Mitglieder

Die Leändische Handelskompanie (ehemals Vereinigte Leändische Kaufleute und Leändische Handelskompanie kaiserlicher Krone) ist eine Vereinigung von Silventrumer Kaufleuten, die über die Jahre immer mehr unter die Aufsicht der Tasperiner Krone gestellt wurde. Nach der Unabhängigkeit Silventrums erweiterte das Adelsgeschlecht der von Silventrum den Einfluss auf die Handelskompanie, die nunmehr dem Großherzogtum unterstellt ist und weitreichende Handelsverbindungen in alle Welt unterhält. Die Handelskompanie gilt als Silventrums wirtschaftlicher Arm und Machthebel in der Welt, sie soll insbesondere die Interessen des Landes in Leändrien und den Unbekannten Landen durchsetzen.

Vorkommen

Der Verwaltungssitz der Leändischen Handelskompanie ist in der Hauptstadt Silventrums, Zweibach, angesiedelt. Neben der Verwaltung verfügt die Handelskompanie über große Außenposten in Steunvik, Carviel, Schwarzwasser, Montebrillo, Asmaeth und Olapaso. Daneben existieren zahllose weitere Handelsposten in nahezu allen großen Häfen. Mithilfe dieses dichten Netzes an Handelsrouten verknüpft Silventrum den weltweiten Handel und versucht ihn zentral über Zweibach zu lenken.

Funktion

Die Hauptaufgabe der Leändischen Handelskompanie besteht darin, die Bedürfnisse an Gütern und Bodenschätzen in den Provinzen Silventrums größtmöglich zu decken und die Lebensqualität der Bürger zu sichern. Zudem sollen die Beziehungen des Großherzogtums zu den angrenzenden Nationen Tasperin, Sorridia, Weidtland und Patrien durch florierenden Handel gesichert werden, ebenso der Wohlstand der Nation selbst. In den Silventrumer Hafenstädten übernimmt die Leändische Handelskompanie zudem wirtschaftliche Kontroll- und Sammelfunktionen ähnlich wie sie durch Zünfte ausgeübt werden.

Nebenher übt Silventrum mithilfe der Handelskompanie weltweit seinen Einfluss aus. Meist geschieht dies in Belangen wirtschaftlicher Natur, doch schreckt die Handelskompanie auch nicht vor unschönen oder verdeckten Operationen zurück, um ihr Ziel zu erfüllen.

Im Jahr 1345 AD wurde die Leändische Handelskompanie mit der Durchsetzung der Silventrumer Tonne auf den Weltmärkten betraut. Die Kompanie kauft seit diesem Zeitpunkt Waren nur noch in Größen ihrer eigenen Einheit an. Besonders im Verhältnis mit anderen Nationen kommt es öfter zu Reibereien und mathematischen Fehlberechnungen.

Verwaltungsstruktur

Die Gesamtverwaltung der Leändischen Handelskompanie übernimmt der sog. Herrenrat, bestehend aus elf hohen Vertretern der Silventrumer Regierung und Zweibacher Handelshäusern, sowie dem hohen Vertreter für Sorridia, Weidtland und Patrien, dem Gesandten für das Kalifat und dem Handelsbotschafter in Carviel.

1. Hohe Vertreter: Ein jeder der Hohen Vertreter des Herrenrats repräsentiert entweder die regierenden Adelshäuser Silventrums oder die wohlhabenden und massiv einflussreichen Handelshäuser und deren Interessen. Gemeinsam entsenden sie jeweils einen hohen Vertreter für Tasperin (Handelsbotschafter genannt), das Kalifat Al'bastra (Gesandter genannt) und Sorridia, Weidtland und Patrien. Die hohen Vertreter haben ihren Sitz, mit Ausnahme der entsandten Mitglieder, in der bekannten Zweibacher Wisselbank.

2. Handelskompanist: Ein als Handelskompanist bestellter Kaufmann ist in der Regel ein geadelter oder wohlhabender Handelsgelehrter aus den wohlhabenden Zweibacher Handelshäusern. Handelskompanisten werden seit der Verstaatlichung der Handelskompanie theoretisch nicht mehr von Vertretern gewählt sondern direkt durch die Regierung Silventrums in Einverständnis mit den Handelshäusern ernannt. Praktisch schlagen die Handelshäuser dem Großherzogentum SIlventrums die zu ernennenden Handelskompanisten vor, damit diese dann offiziell ernannt werden.

Handelskompanisten führen die lokalen Niederlassungen der Handelskompanien, mit Ausnahme der Hohen Vertretungen. Ein einzelner Handelskompanist kann damit etwa mehrere Dutzend Schiffe und mehrere Hundert Arbeiter unter seiner Kontrolle haben oder gar nur einen einzelnen Schoner, wenn er an einem entlegenen Posten eingesetzt wird. Nichtsdestotrotz geht ein hohes Prestige mit dem Rang des Handelskompanisten einher, schließlich besteht auch immer die Möglichkeit des Ausbaus der eigenen Machtstellung und -wohlstandsstellung innerhalb der Handelskompanie.

3. Handelsgesandte: Ähnlich wie Handelskompanisten sind Handelsgesandte Ansprechpartner für alle handelswilligen Menschen und Regierungen in Übersee. Sie bilden eine Art Ansprechpartner der Handelskompanie in anderen Länder, für Privatpersonen und Unternehmen gleichermaßen. Anders als Handelskompanisten sind Handelsgesandte stets unterwegs und vor allem als Schiffsführer tätig. In regelmäßigen Abständen müssen sie selbst in Zweibach vorstellig werden und sich repräsentieren und ihre zurückliegenden Aktivitäten vor dem ausgeprägten Beamtenapparat Silventrums verantworten. Sie verfügen meist über ausgedehnte Netzwerke an Informanten an ihren Handelsrouten außerhalb Silventrums.

Tätigkeitsfelder

Seit der Übernahme durch die Krone Silventrums kann man vielerlei Tätigkeitsfelder in der Handelskompanie bekleiden. Unter anderem: Mitglieder einer Schiffbesatzung, Wachsoldaten, Ärzte, Bänker, Handwerker in Städten, Verwaltungsbeamte und natürlich das hohe Amt des Handelsgesandten - sofern man die entsprechenden Beziehungen hat.

Überdies finden sich mittlerweile auch einige Kartographen und Schriftsteller in den Reihen der Leändischen Handelskompanie. Unter anderem gibt die Handelskompanie seit mehreren Jahrzehnten regelmäßig den sog. Wegweiser der See aus. In dem üppigen Schriftwerk können Seeleute nicht nur Seekarten sondern auch Informationen über sichere Häfen, empfehlenswerte Werften und den "Pirateriekompass" finden.

Die Leändische Handelskompanie nutzt zur Sicherung ihrer Warentransporte und wirtschaftlichen Interessen oft die Dienste der Söldner der Knüppelkompanie.

Chronologie

1163 - Gründung der Vereinigten Leändischen Kaufleute durch die Kaufmänner Einhart Halbrecht, Dharian van Ascarus und Aurell von Auenthal; Erste Handelsfahrten zwischen Zweibach und Schwarzwasser bestehend aus einer Flotte von 7 Handelsschiffen.

1168 - Anschluss der bekannten Kaufmannsgeschlechter von Heidelberg und von Zahern; Beitritt mehrerer kleinerer Kaufleute und Händler; Gesamte Flottenstärke: 12 Schiffe.

1172 - Da durch die Vereinigung größere Mengen an Waren gleichzeitig umgeschlagen werden können und stets mit einer einheitlichen Handelsstrategie verfahren wird, steigt der individuelle Profit der Kaufmänner im Eiltempo.

1177 - Gründung des ersten gemeinschaftlichen Gesamtrats bestehend aus Einhart Halbrecht, Dharian van Ascarus, Aurell von Auenthal, Roland von Zahern und Ralof von Heidelberg; Weitere Kaufleute treten der Vereinigung bei; Wachstum der Flotte auf 18 Handelsschiffe und 3 bewaffnete Eskorten.

1178 - Erstmalige persönliche Untergliederung von einfachen Kaufleuten unter die Schutzherren des Gesamtrats; Ausweitung der Handelsrouten über Carviel und Steunvik.

1196 - Erbauung von größeren Handelskontoren in den Hauptumschlagszentren Zweibach, Schwarzwasser und Asmaeth. Wachstum der Flotte auf insgesamt 28 Schiffe.

1200 - Einführung der Konvoistrategie nach mehreren Verlusten von Fracht an Freibeuter. Ein Konvoi besteht nun aus 3-7 Schiffen mit 1-3 Eskorten.

1205 - Durch anhaltende Freibeuterangriffe treten immer mehr Händler der Vereinigung bei, um ihre Fracht und die Schiffe besser verteidigen zu können.

1207 - Weitere einflussreiche Kaufmannsgeschlechter und Erben der Gründer übernehmen nach und nach die Führung im Gesamtrat; Die Sitze werden auf 7 erweitert.

1214 - Gründung des Hauptverwaltungssitzes der Vereinigten Leändischen Kaufleute in Schwarzwasser; Flottenwachstum auf insgesamt 35 Schiffe.

1220 - Aufspaltung der Flotte in die Haupthandelsflotte, bestehend aus 8 Viermastern und 3 Dreimastern, und in die Freihandelsflotte, bestehend aus dutzenden Kleinhandelsschiffen und Fregatten.

1231 - Erste Überfahrt und Handel mit dem Kaiserreich Sorridia. Mehrere Handelsverträge werden mit dem Ausland unterzeichnet.

1240 - Aufrüstung und Bau neuer Vier und teilweise Fünfmaster mit höherer Feuerkraft und angeheuerten Wachmannschaften, da die Konvoi-Strategie auf internationalen Gewässern und v.a. hoher See keine weiteren Vorteile bot.

1245 - Rapide steigende Mitgliedszahlen angesichts der Handelsmöglichkeiten in Nachbarländer. Die Hauptflotte verfügt nun über insgesammt 16 Schiffe und die Freihandelsflotte über weitere unzählige.

1253 - Einführung der ersten Form von Lebensversicherung für Familienangehörige von Vereinigten Kaufmännern.

1267 - Ausweitung des Gesamtrates; Einem jeden Gesamtratsmitglied werden nun noch weitere Vertreter und Kaufmänner unterstellt.

1283 - Verstaatlichung der Vereinigten Leändischen Kaufleute und Umbenennung zur Leändischen Handelskompanie königlicher Krone.

1289 - Durch die staatliche Förderung steigt die Flottengröße der Haupthandelsflotte rasch auf 20 große Handelsschiffe und einige Eskortschiffe an.

1295 - Die Privilegien der Handelskompanie werden innerhalb der Hafenstädte Silventrums und Tasperins auf das Allgemeinzunftrecht erweitert; Die Leändische Handelskompanie ist damit befähigt Meisterbriefe auszustellen und den örtlichen Handel mittels Vertretern genauer zu kontrollieren. Dadurch entstehen weitere soziale Absicherung wie eine erste Art der Krankenversicherung für Mitglieder der Handelskompanie eingeführt.

1322 - Weiterer Ausbau der Flotte und Gründung eigener Banken, da die Reichtümer der Handelskompanie die Kapazitäten der örtlichen Banken nahezu überlasten.

1329 - Die Haupthandelsflotte wird vollständig von den von Silventrum aufgekauft und über die Provinzialbeauftragten verteilt.

1337 - Die Handelskompanie wird erstmals auch zur Versorgung und Unterstützung von Kriegsflotten im größeren Rahmen eingesetzt und erprobt. Die staatlichen Zuschüsse und Anteile wachsen weiterhin.

1340 - Der Provinzialbeauftragte Kaufmann Leonhard von Zahern entsendet nach formeller Bitte des Grafen Aurell von Thraven einen Handelsvertreter nach Neu Corethon um den Handel zwischen der exotischen Kolonie und der Provinz weiter anzukurbeln.

1340 - Nach Ausrufung des Kaiserreichs wurde die Handelskompanie in "Leändische Handelskompanie kaiserlicher Krone" umbenannt.

1342 - Der ehemalige Handelskompanist Alexander von Zahern wird in den berüchtigten Decrapia-Skandal verwickelt, die Kompanie zog sich als Folge und Furcht vor ihrem Gesichtsverlust aus weiteren Geschäften mit den Unbekannten Landen zurück.

1344 - Nach internen Streitigkeiten und der Unabhängigkeit Silventrums geht die Handelskompanie vollständig in den Besitz Silventrums über und wird dessen verlängerter Arm in der Welt. Der Zusatz "kaiserlicher Krone" wird ersatzlos aus Wappen und Namen gestrichen. Stattdessen wird nun das Wappen der Kompanie gemeinsam mit den Farben der Flagge Silventrums gehisst.

1354 - Über ein Jahrzehnt sind seit dem Rückzug aus der neuen Welt vergangen und die Handelszunft wird durch die schwelenden Grenzkonflikte der Westwind-Inseln erneut auf den Plan gerufen. Handelsbestrebungen in den Unbekannten Landen werden erprobt, infolgedessen lässt sich auf Neu Corethon ein Handelsposten unter dem Handelskompanisten Boris van de Pas nieder. Ein neues Handelsabkommen wird zwischen der Leändischen Kompanie und Gouverneur Friedrich von Siedenbruck unterzeichnet.