Johann II.

Aus Athalon
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Portraitmalerei des ehemaligen Königs

König Johann II. aus der Brister Familie McBeck war von 1321 bis 1366 AD Staatsoberhaupt des Klanreichs Kaledon. Er regierte mithilfe des Klanzwists sowohl ein unabhängiges Kaledon als auch einen Mitgliedsstaat des Vereinigten Königsreichs Großalbion. Während seiner Herrschaft ereignete sich der Bruch von Albion und die Entstehung der Skarschen Bruchenge. Zur Zeit der Krönung wurde ihm die Krone aufgrund durch interne Kriege verursachte Ausstände beinahe wehrlos überlassen.

Werdegang

Geboren im Jahr 1296 AD, erblickte Johann McBeck in der Brister Ruhrfeste das Licht der Welt. Die Eltern des zweitgeborenen Sohnes waren Duncan McBeck, welcher als Familienoberhaupt den Klan anführte und seine Gattin Roanne. Sein zwei Jahre älterer Bruder Damian genoss weitgehend die Aufmerksamkeit der Eltern, er selbst wurde schon als Kind zum Heerführer des Hauses bestimmt. Aus diesem Grund wurde er in jungen Jahren zwischen den nachgeordneten Klans des Hauses wie eine Ware umhergereicht. Dort sollte er innerhalb der mehrmonatigen Aufenthalte nicht nur die Familien in- und auswendig kennenlernen, sondern vor allem von ihren Kampfkünsten profitieren sowie sich die besonderen Eigenschaften der Krieger abschauen. Bis zu seinem sechsten Lebensjahr durte er jedoch gänzlich Kind sein. Gemeisnam mit seinem Bruder und anderen Klankindern soll er sogar in den Straßen der Stadt Brist gespielt haben.

In seiner Jugend soll der spätere König eine Begabung für den Kampf entwickelt haben. Besonders mit Langschwertern habe er ein besonderes Geschick bewiesen und selbst körperlich überlegene Widersacher mit wenigen gezielten Hieben niederstrecken können. Er soll deshalb schon mit dreizehn Jahren in den Kohorten des Klans mitgeritten sein. Vor allem bei der Bekämpfung von Wegelagerern und Verbrecherbanden habe ich, zwar oft erst in zweiter Reihe, aber durchaus ruhmreich mitgewirkt. Stellenweise wurde ihm sogar eine gewisse Blutrünstigkeit zugesprochen, die er wohl erst in späteren Jahren ablegen konnte. Johann McBeck musste während dieser Ausritte als theoretisch ranghöchstes Familienmitglied oft über die Vorgehensweise mit den Gefassten entscheiden; zumeist ging es wenig gut für die in Ketten gelegten Verbrecher aus. In seiner Freizeit beschäftigte er sich gern mit Heraldik und Wappenkunde, schon bald sollte er alle Familienzeichen Kaledons und auch Weidtlands auswendig gelernt haben. Dahingegen lag ihm der förmliche Umgang auf diplomatischer Ebene weniger.

Ohnehin gab es für den eher kampforientierten Johann McBeck aufgrund der stetigen Auseinandersetzungen der kaledonischen Klans allehand voll zu tun. Beinahe wöchentliche Scharmützel und Duelle forderten ihn als werdenden Heerführer immer weiter in das Land zu reiten und Streitigkeiten beizulegen. In den meisten Fällen soll dies mithilfe seiner Klinge effektiv passiert sein. Je älter er wurde, desto ausgefeilter wurden auch seine Kampffähigkeiten. Seine Eltern behielten ihn jedoch immer mehr in der Ruhrfeste, wo er an ihrer Seite einen Platz neben seinem Bruder einnahmen durfte. Die erste Vermählung wurde formalisiert, jedoch nie realisiert. Im Alter von 21 Jahren trat er als Heerführer der McBecks nach dem Klingentod seines Vorgängers weitaus früher an die für ihn bestimmte Stelle, als es ursprünglich angedacht war.

Seine nunmehr offiziell Aufgabe war die Sicherung des Nordwestens Kaledons. Mit einer allseits bereiten Reitereinheit durchquerte er die Walkyr-Sümpfe und Katan-Schlachtfelder bis zur Serle und zum Weidenmoor, um allerlei elendige Kreaturen und widerwärtige Verbrecher zu vertreiben. Er machte sich außerordentlich gut in seiner Aufgabe, wenngleich er sich dann und wann schwere Verletzungen zuzog. 1319 AD musste er für mehrere Monate in der Ruhrfeste aufgrund einer tiefen Wunde in der Schulter behandelt werden. Sie entzündete sich durch den Dreck der Sümpfe schwer. Er fieberte und drohte zu versterben, schaffte es aber durchzuhalten und vollständig zu genesen.

Weniger Glück hatte sein Bruder nur ein Jahr später. Damian McBeck war bekannt für seine Bettgeschichten mit immer wechselnden Frauen, fing sich darin vermutlich eine schwere Geschlechtskrankheit ein und starb im Winter des Jahres 1320 AD. Die Familie stand unter einem schweren Schock, insebsondere da sie ihren Zweitgeborenen nicht auf die Übernahme der Familiengeschäfte adequat vorbereitet hatten. Wohl oder übel mussten sie jedoch damit beginnen, nachdem sein Bruder Damian unter einer alten Steineiche begraben worden war.

Das Folgejahr 1321 AD sollte für Johann McBeck jedoch noch einschneidender werden. König Duncan McBeck wurde hinterrücks von einem seiner eigenen Anhänger niedergestochen und verblutete auf seinem Bettvorleger. Die Cathfola zur Bestimmung eines neuen Königs sollte einberufen werden. Aus den Klans meldeten sich jedoch nur mit erheblicher Verzögerung überhaupt Kandidaten, die sich bereiterklärten die Krone übernehmen zu wollen. Zu sehr hatten sich die Klans in den vergangenen Jahren in ihren Kleinkriegen verzettelt, dass er Nachwuchs oft selbst schwerverwundet oder gar tot war. Nur Johann McBeck drang auf die Einberufung einer Cathfola, um sich zu beweisen. Er wollte um jeden Preis König Kaledons werden. Es dauerte einige Wochen bis sein Vater Leopold McBeck mit den anderen drei großen Klans übereinkam. Sie wollten nicht noch mehr Tode durch die Cathfola riskieren. Johann McBeck im Laufe des Sommers 1321 AD zum König Kaledons gekrönt werden und den Namen Johann II. führen.

Er trat die Staatsführung in Brist an, wodruch die Ruhrfeste einmal mehr zum Sitz des kaledonischen Königshauses wurde. Seine ersten Regierungsjahre waren durch ein gespaltenes Verhältnis mit dem Klanzwist geprägt. Die großen Oberhäupter, einschließlich seines Vaters, trauten dem jungen König nicht. Johann II. traute ihnen aber genau so wenig. Während der Zwist sich daher mit der Entscheidung über die Angelegenheiten mit den umliegenden Staaten und zwischen den Familien kümmerte, begann Johann II. das Land mehr und mehr zu befrieden. Mit einer zusammengestellten Einheit durchkämmte er die Dörfer auf der Suche nach Problemquellen und nahm sich derer an. Bis 1323 AD soll er so durch sein Kaledon geritten sein. Erst 1324 AD kehrte er zurück, um einer arrangierte Ehe zu einer éireannischen Adligen zuzustimmen. Mit seiner Königin bekam er über die Folgejahre mehrere Kinder, wobei die Hälfte dieser einem frühen Kindstod erlag. 1328 AD bekam das Paar den gesunden und dem Vater nachkommenden Lochlan McBeck. Dieser sollte sein eigener Nachfolger beim Posten des Familienoberhauptes werden.

Diesen ruhmreichen Titel in der Familie der McBecks bekam Johann II. allerdings erst 1332 AD mit dem Tod seines Vaters übertragen. Erst mit seinem eigenen Stimmrecht für die Klans konnte er sich im Klanzwist deutlich besser durchsetzen. Johann II. entschied sich dafür, beständig an den Traditionen und Wurzeln des Landes festhalten zu wollen. Anstelle von Reformen wurden die Klans in den Mittelpunkt gestellt, wie sie es sich selbst gewünscht hatten. Im Folgejahr starb Timotheus von Weidtland, welcher bereits 1317 AD Elsbeth aus dem Hause McBeck geheiratet hatte. Obgleich zwischen Johann und Elsbeth keine Blutsverwandtschaft bestanden haben soll, überzeugte ihn Elsbeth von ihren Plänen zur Begründung eines gemeinsamen Staatesverbunds unter ihrer Krone. Johann II. gelang es sogar den Klanzwist zu überzeugen, nachdem diesem ruhigere Küstengebiete durch weniger Kämpfe mit den Éireannern und besseren Handeln mit Weidtland versprochen wurde. Der kaledonische Monarch selbst soll jedoch nur Augen auf den Thron seiner Pflegeschwester geworfen haben.

1333 AD wurde demnach das Vereinigte Königreich Großalbion unter Elsbeth I. Begründet. Kaledon wurde zu einem Teilstaat des Verbundes. Die Kaledoner bemerkten jedoch schnell, dass das Verhältnis zu Weidtland kaum verbessert wurde. Viele Politiken aus dem Süden wurden ihnen aufgezwungen und mithilfe militärischer Drohungen, z.B. durch die Edlen zur See auch durchgesetzt. Die Klans rumorten mehr und mehr auf, sodass Johann II. alle Hände voll zu tun hatte, sein eigenes Landes zu befrieden. Er soll üppige Summen aus seiner Schatzkammer aufgewendet haben, um die anderen Familien des Landes ruhig zu halten. Seine eigenen Ambitionen auf den großen Thron sollen in dieser Zeit nur mehr gestiegen sein. Er galt als offener Kritiker Elsbeths I., hielt sich trotz der bestehenden Verwandtschaft nicht mit Anschuldigungen zurück. Über einen Zeitraum von 14 Jahren entwickelte sich so eine durchaus vergiftete Beziehung. Dann verschwand Elsbeth I. 1351 AD im Großen Nebel von Éireann.

Sogleich nach der offiziellen Meldung des mysteriösen Endes von Éireann und dem anschließenden Bruch von Albion, kehrten die Kaledoner dem Bündnis mit Weidtland den Rücken. Sie kündigten alle Verträge auf und Kaledon wurde wieder gänzlich wild und unzähmbar, wie sie es schon immer waren. König Johann II. zog sich unterdessen immer mehr in seiner Brister Ruhrfeste zurück. Er überließ seinem Sohn mehr Verpflichtungen und sprach selbst nur mehr vor dem Klanzwist. Dadurch schafften es die anderen Klans bis 1366 AD zu alter Kraft zu erstarken. Die Kaledoner gewöhnten sich wieder daran, dass kein König sie unter einem Banner vereinen und sammeln konnte. Vielmehr zeigten sie auch ihrem Monarchen, wie sehr sie in ihrer Eigenheit und Eigenständig bleiben müssen, um ihm überhaupt seine Macht zu lassen.

Er starb 1366 AD schließlich im Alter von 70 Jahren. Zum neuen Familienoberhaupt der McBecks wurde sein Sohn Lochlan McBeck bestellt.

Persönlichkeit

Johann II. galt als ein echter kaledonischer Monarch, der seine Macht durch die Befähigung mit dem Schwert und aufgrund seines Traditionsbewusstseins über viele Jahre halten konnte. Er achtete die alten Wege der Nation, wodurch er die Klans zumindest zu einer neutraler Haltung ihm gegenüber zwingen konnte. Nachdem er seinen Anspruch auf den kaledonischen Thron untermauert hatte, hoffte er viele Jahre darauf der Nachfolger Elsbeths I. zu werden. Aus dem Hintergrund kritisierte und forderte er unentwegt. Seine Hoffnungen sollten letztlich nie erfüllt werden. Stattdessen bemühte er sich wieder um die Einigkeit zwischen den kaledonischen Klans, um seine eigenen politischen Vorstellungen im Klanzwist umgesetzt zu bekommen. Auch an diesem Vorhaben soll er gescheitert sein.

Der Mann aus dem Hause McBeck soll ein taktischer Anführer gewesen sein, aber nie zu einem guten Redner herangewachsen sein. Er klärte Dispute lieber auf dem kaledonischen Weg mit Faust und Klinge. Nichtsdestotrotz soll er seine Untertanen im Herzen sowie allzeit im Hinterkopf gehabt haben. Zu seiner Familie hatte er aufgrund der Handlungen seines Vaters ihm selbst gegenüber ein schwieriges Verhältnis. Gerade die mangelnde Unterstützung soll ihn viele Jahre schwer belastet haben. Erst mit seiner eigenen Heirat schöpfte er wieder Vertrauen. Die vielen Kindstode zogen ihn über eine Zeit wieder in ein tiefes Loch hinab, welches er nur dank seiner Standfestigkeit und Überzeugung zur Befriedung der Lande wieder verlassen konnte. Umso sorgsamer soll er mit seinem ältesten Sohn Lochlan umgegangen sein. Gerüchteweise liebte er ihn so sehr, dass er selbst die Krone für sein Kind niedergelegt hätte.