Zandig

Aus Athalon
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Zandig
Wappen SolanerOrden.png
Name Zandig
Bewohner ca. 75.500 Einwohner
Regentschaft Theokratie
Garnisonen Solaner Ordensritter
Tempel Kathedrale Londanors
Wirtschaft -
Besonderheiten Hauptstadt des Erzbistum Kurmark und Sitz des Solaner Orden
Stimmung Erzkonservativ und fanatisch religiös


Zandig ist die Hauptstadt des Erzbistums Kurmark und Hauptsitz des Solaner Orden. Angeführt wird das Zentrum Kurmarks vom derzeitigen Hochmeister des Solaner Orden, Sir Victor Saltzbrandt, welcher jüngst seinen Vorgänger Sir Walter Ripel ablöste.

Die Großstadt liegt nahe an der Küste am Zandiger Meeresfinger und ist gekennzeichnet durch den heiligen Berg Londanor, auf welchem in einer wundersamen Tempelfestung die ranghöchsten Solaner Ordensritter ihr Tageswerk vollbringen.

Geographie

Allgemeines

Der sogenannte "Aschsee" in der Nähe Zandigs, umgeben von einem malerischen Fichtenwald.

Kurmarks Hauptstadt liegt wenige Kilometer südlich einer als "Zandiger Meeresfinger" bekannten Bucht. Neben den hohen Felswällen ist die Stadt umgeben von einer hügeligen Felslandschaft, die ein Überqueren nahezu unmöglich macht. Endlose, weite Teile des Jahres mit Schnee bedeckte, Fichtenwälder erstrecken sich in fast alle Himmelsrichtungen. Die Gegend um Zandig ist für ihre großen Bernsteinvorkommen und die Bearbeitung jenen Minerals bekannt, das dem Hl. Sôlerben zugesprochen wird. Insbesondere an den Ufern des naheliegenden "Aschsees" werden immer wieder raue Mengen des Gesteins angespült.

Die Stadt liegt am nördlichen Rand der gemäßigten Zone; hier sind vorwiegend kalte Winter-, sowie milde Sommertemperaturen vorzufinden. Der heißeste Monat ist der Juli. Die niederschlagsreichsten Tage gibt es immer wieder aufs Neue im Herbst.

Gewässer

Die als Zandiger Meeresfinger bekannte Bucht bietet Zandig einen geschützten, aber witterungsanfälligen Meeresanschluss an den Leändischen Ozean. Der nur wenige Kilometer von der Stadt entfernt liegende Hafen der Stadt wird überwiegend vom Solaner Orden genutzt, daneben aber auch von vielen Händlern angefahren. Eine gesicherte und mit Wagenschienen ausgestattete Straße verbindet den außerhalb liegenden Hafenbereich mit dem zentralen Stadttor, sodass der Weg auch bei Nebel und Kälte nutzbar ist. Die kalten Winter lassen die Ufer an der stadteigenen Bucht jedoch immer wieder zufrieren und so ein Durchkommen für Schiffe manchmal ganz unmöglich werden. Findige Bürger nutzen die großen Eisflächen in solchen Jahren freudig zum Eisfischen oder für den Zandiger Eisskulpturenwettbewerb.

Westlich der Stadt liegt der malerische Aschsee inmitten eines tiefen Fichtenwalds. Er dient neben großen Eisblöcken als Wasserversorgung der Stadt und wird vor allem von den Schmelzwässern der Berge im Sommer gespeist. An seinem Ufer reihen sich neben Fischern und dem ein oder anderen Landschaftsmaler auch Bernsteinsammler ein, die immer wieder neue große Funde machen.

Zandig verfügt darüber hinaus über einige kleine Gebirgsbäche, die zum Teil sogar in die Londanor Tempelfeste hineinfließen. Es existiert aber kein größerer bzw. nennenswerter Fluss im oder am Stadtgebiet.

Gebirge

Zandigs östlicher Stadtwall bildet der von den Solanern als heilig bezeichnete Berg "Londanor". Die natürliche Barriere reiht sich nahtlos als höchster Berg in das als "Zandiger Ostwall" bezeichnete Gebirge ein. Mithilfe eines Aufzugssystems gelangt man an die vorgelagerten Bergplattformen, auf denen die Gebäude der Londanor Tempelfeste und der großen Kathedrale errichtet wurden.

Die hohen Gipfel gelten als nahezu unbesteigbar, ihre schroffen Klippen schrecken schon von Weitem ab. Einzig die Straße von Solfurt führt durch ein verzweigtes Tunnelsystem unter dem Felsmassiv hindurch, bis sie sich etwas südlich der Stadtmauern nahe des Aschsees an das städtische Wegsystem anschließt.

Klima

Das Wetter in Zandig lässt sich vor allem als kalt und ungemütlich beschreiben. Bis auf den Sommer wird der Regen vollständig durch starke Schneefälle ersetzt, die die Stadt immer wieder in ein tiefes Weiß tauchen. Der Frühling begrüßt die Menschen jedoch immerhin mit steigenden Temperaturen um den Gefrierpunkt herum. Tagsüber erwärmen zusätzliche Sonnenstrahlen, die über den Ostwall hinabfallen, zusätzlich die Luft in der Stadt. Im folgenden Sommer steigen die Temperaturen auf bis zu 15 Grad an, wobei der tägliche Durchschnitt eher bei 10 Grad liegt. Viele Zandiger nutzen diese Zeit, um ihren Pelzmantel endlich beiseite zu legen und sich mehr im Freien aufzuhalten. Die Schneefälle nehmen ab und nur wenige Regenschauer unterbrechen den Alltag, bis sich der Herbst wieder mit dem ersten Schnee ankündigt. Die Temperaturen sinken zum Ende des Jahres hin wieder und das Leben der Zandiger spielt sich weitgehend in Gebäuden ab.

Wirklich ungemütlich werden aber erst die Zandiger Winter. Bei Temperaturen von bis zu -20 Grad werden überall in der Stadt kleine Feuer entzündet, um den Auswirkungen der Kälte wenigstens kurz entfliehen zu können. Besonders in den immer wieder auftretenden Schneestürmen verschwimmt die Sicht hinter einem Schleier aus Weiß, und jeder versucht nur sich in Innenräume zu retten. Eiszapfen und Schneestiefel werden zu den engsten Begleitern der Menschen und Feuerholz zu einem manchmal raren Gut. Umso mehr freuen sich die Bürger der Stadt, wenn sich das Eis vom Zandiger Meeresfinger wieder löst und der Frühling mit seinen Sonnenstrahlen vor der Tür steht.

Flora und Fauna

Flora

Zandig und seine Umgebung sind von tiefen Fichtenwäldern geprägt, die rings um die Stadt wachsen. Dazwischen blühen immer wieder große Birken oder Lärchen auf den Stadtplätzen oder Lichtungen der Wälder auf. Auf dem zumeist schneebedeckten Boden schaffen es nur widerstandsfähige Pflanzen die harten Winter zu überleben. Neben einigen witterungsresistenten Beerenbüschen, wie Heidelbeeren oder Silberwurzen finden sich nur vereinzelte Heilkräuter. Sammler sind dafür stets auf der Suche nach Moosheiden oder Bärentrauben, die sich tief unter der Schneeschicht verstecken.

Landwirtschaft kann im Umland der Stadt nur äußerst mühselig von Frühling bis Herbst betrieben werden. Auf größeren Äckern werden mit viel Arbeitsaufwand Kartoffeln und Rüben angebaut, die dann in den Speichern der Stadt als Nahrung für den Winter dienen müssen. Zandiger sind oftmals in gewissem Maße Sammler und Jäger sowie gewiefte Köche. Sie haben es verstanden die verschiedenen Dingen der Natur, wie Tannenzapfen, Nüsse oder Wurzeln zu verwerten und sich mit ihnen über den Winter zu bringen. In der Stadt selbst gibt es unter den Fensterbrettern und in den Vorgärten immer wieder kleine Beete zu entdecken, in denen für den eigenen Bedarf angebaut wird. Selbst der Solaner Orden unterhält mehrere große Felder in den äußeren Stadtbezirken, um sich zumindest ein wenig unabhängiger von den Tasperiner Importen zu machen.

Fauna

In den verschneiten Wäldern um Zandig herum wimmelt es nur so vor tierischem Leben. Von Hasen über Elche und Rehe finden sich allerlei pflanzenfressende Säugetiere zwischen den hochgewachsenen Fichten. Besonders im Winter sind ihnen die Jäger der Stadt ständig auf der Spur, besonders um das karge Nahrungsangebot wenigstens ein wenig aufzubessern. Neben ihren menschlichen Jägern lauern im Wald aber auch allerlei tierische Gefahren, wie Wölfe, Füchse und sogar Braunbären. Immer wieder verirren sich diese auch für den Menschen manchmal bedrohlichen Tiere hinter die Stadtmauern. Manch alteingesessener Zandiger erzählt sogar immer noch von den alten Geschichten, in denen sich Bären in die Stadt verirrten.

Die Lüfte werden im Sommer von allerlei Zugvögeln bevölkert. Neben Enten und Schwalben zieht es auch die ein oder andere Rabenart in den hohen Norden, um sich in den Fichtenwäldern ein ausreichendes Futterpolster anzufressen. Erst im Spätherbst verlassen diese Vogelarten Kurmark wieder, um sich in den Süden Leändriens zurückzuziehen. Besonders im Winter prägen dann Eulen und Raubvögel die Lüfte. In immer mehr Dachstühlen der höhergelegenen Gebäude Zandigs finden sich überdies Nester von Schneeammern oder dem ein oder anderen Bussard, die dank der Wärme der Schornsteine auch den langen Winter überleben.

Die Straßen gelten als relativ Ratten- und Ungezieferfrei, da allerlei Tiere die kalte Jahreszeit nicht überleben. Nur in den Tierställen und Heuspeichern verstecken sich kleinere Kolonien von Mäusen, die oftmals sogar noch den Katzen im Winter als Nahrung dienen.

In den Zandiger Meeresfinger ziehen ganzjährig Fischer aus, um verschiedene See- und Hochseefische mit ihren Netzen an Land zu bringen. Neben reichhaltigen Krabbengründen werden besonders Karpfen und Heringe in den Gewässern gefangen. Sobald im Winter die Gewässer zugefroren sind, sägen die Fischer große Löcher in die Eisschichten. Von dort aus setzen sie ihren Fang beim Eisfischen fort.

Geschichte

Waffenkammer der Solaner

Die ersten Siedler Zandigs waren sorridianische Ordensritter, die mit ihren Schiffen im Jahre 685 AD von Südleändrien in das Gebiet des heutigen Zandig zogen. Die nur unzureichend wetterfesten Karacken der Sorridianer gerieten in einen starken Seesturm, der sie in die Bucht vor dem heutigen Zandig trieb. Als sie an Land gingen, um einige Tage vor dem Sturm auszuharren, erkundeten sie die umliegenden Wälder. Schlussendlich hielten die starken Seewinde länger als erwartet an und die Siedler begannen mit dem Aufbau der ersten Gebäude. Nachdem die unruhigen Wetterlagen verklungen waren und weitere Fahrten entlang der Küste gemacht worden, beschlossenen die Pioniere ihr Dorf am Zandiger Meeresfinger aufgrund seiner geschützten Lage beizubehalten.

Der Ort wurde so zum festen Sitz der Ordenstruppen in Nordleändrien, von wo aus sie die Deynisierung der wilden Stämme Haldars in Angriff nehmen wollten. Über sechs Jahrzehnte wuchs das Dorf gemächlich vor sich hin, bis im Jahre 743 AD der Grundstein für die Tempelfeste Londanor gelegt wurde. Der über 120-jährige Bau begann während der ersten Welle der Kreuzzüge gegen Al'bastra (752 - 903 AD). Finanziert wurde der Bau der gewaltigen Festung vor allem durch großzügige Spenden und Plünderungen während der Kreuzfahrten.

Im Verlauf der Stadtgeschichte erlebten Zandig und der dort regierende Orden 764 AD zunächst die Unabhängigkeit Tasperins von Sorridia. Nur fünf Jahre später wurde mit dem Silvanos-Edikt die Silvanische Kirche gegründet, auf die 773 AD das Erzbistum Kurmark und der Solaner Orden folgte. Die zu diesem Zeitpunkt in Zandig befindlichen sorridianischen Truppen schlossen sich weitgehend dem Solaner Orden an. Die neuen Ordensführer setzten den Bau der Londanor Tempelfeste fort, um ihn erstmals 867 AD abzuschließen. Seither müssen fortlaufend immer wieder schwierige Instandsetzungsmaßnahmen in einem der größten Bauprojekte Leändriens vorgenommen werden.

Während seiner Zeit als Hauptstadt Kurmarks diente Zandig dem Solaner Orden als Stütz- und Ausgangspunkt für über 50 kleinere Kreuzzüge ("Solanerfahrten" oder "Haldarreisen") gegen das heidnische Nordleändrien. Der Erfolg ihrer Tätigkeit sprach zunächst für sich, denn Zandig bekam Zulauf von konvertierten Wilden und wuchs so immer weiter. Erst 1342 AD schlug der 51. Kreuzzug aufgrund massiver Gegenwehr der haldarischen Truppen fehl. In blutigen und zermürbenden Kämpfen wurde der Riedländer Orden, einst enger Verbündeter der Solaner, vollständig vernichtet. Die weiterziehenden Haldaren konnten nur dank Hilfe Tasperins vor Zandig abgewehrt und zurückgeschlagen werden.

Neben den Solanerfahrten schlossen sich die Solaner immer wieder den endlosen Kreuzzügen der Sorridianer gegen Al'bastra an. Zuletzt kam den Solanern unter Sir Walter Ripel eine führende Rolle zu, als sie selbst einen Feldzug gegen die Kirche des Lebenden Gottes ausriefen. Zusammen mit Mikaelanern, Revanitern, fahrenden Rittern und Söldnern zogen die Silvanischen Kräfte gegen neu hervorgekommene heidnische Kräfte. Unter herben Verlusten konnte schließlich 1346 AD ein vernichtender Sieg mithilfe von sorridianischen Orden errungen werden. Die Kirche des Lebenden Gottes galt als vernichtet und auch die folgenden Angriffe der Kalifaten konnten abgewehrt werden.

Heute ist Zandig ein eher mäßig geschäftiges Städtchen, das hauptsächlich von dem Abbau und Vertrieb des Bernsteins in der Nähe, dem Kartoffelanbau in den unwirtlichen Hügellandschaften, der Fischerei im kalten, leändischen Ozean und den Überresten der erbeuteten Schätzen aus den vergangenen Kreuzzügen lebt. Der wahre Kern der Stadt lag noch nie in seiner Wirtschaft sondern eher seinem starken Bezug zum Glauben des Hl. Sôlerben und seinen Fürstreitern. Die fanatischen Ordensritter und ihre meist nicht weniger fanatischen Anhänger in der Bevölkerung streben mit ihrem gesamten Wirken für Zandig und den Ordensstaat, um irgendwann einmal ein angenehmes Leben im Himmelsreich genießen zu dürfen. Mancher Haldare fürchtet sich heute bereits wieder vor einem neuen Kreuzzug der Solaner, sollen sie doch auf dem besten Wege zur Wiederherstellung ihrer vollen Schlagfähigkeit sein.

Bevölkerung

Verfallende Gebäude in Zandig

Der wesentliche Teil der Zandiger Bevölkerung besteht aus Bauern und einfachen Arbeitern mit geringer Bildung. Sie gelten als extrem gläubig und abergläubisch, so folgen sie jeder Anweisung des Solaner Ordens wortgenau. Es gibt nahezu keine anderen Völker im Stadtgebiet außer den Mittländern, die als homogene Mehrheit agieren. Die Zandiger mögen weniger gesellig oder eingeschworener sein, als die Kurmarker Landbevölkerung, halten in der Not aber immer zusammen.

Das durchschnittliche Stadtleben besteht aus harter Arbeit, dem Glauben an Deyn Cador und kleineren Freuden im sonst eher spärlichen Alltag. Das oberste Ziel eines Mannes ist es eine geeignete Frau zu finden, diese zu ehelichen und die begründete Familie zu versorgen. Die Frauen hingegen kümmern sich um den Haushalt und die Erziehung der bald hinzustoßenden Kinder. Alternativ treten Zandiger dem Solaner Orden bei und widmen ihr Leben Deyn Cador und dem Hl. Solerben. Ausnahmen von diesen beiden Lebensmodellen gibt es nur selten, und wenn dann werden die Kinder von ihren Eltern kritisch beäugt und manchmal sogar enterbt. Zandiger leben die deyngegebenen Traditionen in aller Form aus. Ihre knüppelharte Arbeit auf den Feldern oder im Steinbruch unterbrechen sie nur für die Feiertage der Silvanischen Kirche oder eine Familienzusammenkunft. Darüber hinaus gelten sie als äußerst prinzipienhaft und treu. Niemals würden sie es wagen ihr Ehegelübde zu brechen oder ihre Heimat zu verraten.

Zumeist verdienen die Zandiger mäßig und können sich keinen Luxus erlauben, selbst wenn sie in ihren Arbeitsgemeinschaften aufsteigen. Die hohen Abgaben an den Solaner Orden zehren an den Geldreserven der Bürger, im Gegenzug sichert der Orden die Menschen aber auch vor eintretender Armut ab. Mittlerweile hat sich eine hohe Zustimmung in der Bevölkerung hinsichtlich der Abgaben etabliert, sodass die gerechte Verteilung als notwendiges Übel oder sogar gern gesehenes Schicksal akzeptiert wird.

Nur wenige Zandiger zieht es hinaus in die Welt, wenn sie nicht Teil des Solaner Ordens sind. Eine starke Heimatverbundenheit hält sie im Kreise ihrer Familie fest, ein Ausbrechen würde mit Kontaktabbruch und Missachtung bestraft werden. Nur die ständigen Entsendungen des Ordens ermöglich auch den weniger waghalsigen Zandigern ihre Heimat überhaupt einmal für längere Zeit zu verlassen.

Außerhalb gelten die Bewohner der kurmarkschen Hauptstadt als durchtriebene Fanatiker, Sturköpfe oder heimatverliebte Narren. Nur wenige Leändrier werden überhaupt einmal einem echten Zandiger gegenüber gestanden haben, und wenn dann war es sicher ein Ordensritter im Dienste Solerbens. Klar ist jedoch, dass ihr Glauben sogar dem sorridianischen Gottkaiser Konkurrenz macht.

Politik

Allgemeines

Gerichtssaal des Solaner Ordens

Zandigs Politik ist die des Solaner Ordens und des Erzbistums Kurmark. Stadtverwaltung und Orden sind untrennbar verbunden. So ist der Orden nicht nur rechtsprechende und ausführende sondern auch gesetzgebende Gewalt, unter die sich alle Zeit unterworfen werden muss. Der Glaube Deyn Cadors und des Hl. Sôlerben sind die einzige Maxime, der aller staatlichen Gewalt unterworfen ist.

Als offizieller Stadtführer Zandigs gilt immer der Hochmeister des Solaner Ordens. Die Ausführung und Auslegung dieser Macht obliegt jedoch seinem Stellvertreter, der auch die tatsächliche administrative Landesführung übernimmt. Der umtriebige Victor Saltzbrandt gilt als fanatischer Verteidiger des Glaubens und Verfechter des Überwachungsstaates. Unter ihm haben die staatlichen Repressionen gegen die Bevölkerung zugenommen, dafür wurde der Glaubensunterricht ausgebaut und die Riegen der Solaner erweitert. Saltzbrandt versteht es dabei die Bewohner aber nicht direkt mit seinen Kontrollwünschen zu konfrontieren. Gebäude werden während Messen kontrolliert, Personen in dunklen Hinterzimmern befragt und am Ende mit ein paar Münzen für ihre Zeit entlohnt. Auf der anderen Seite wird der Bevölkerung täglich die Macht und der Glaube an Deyn Cador vorgeführt.

Die Überwachung durch die Kirche ist deshalb allgegenwärtig; Es werden Taufregister geführt, regelmäßige Hausbesuche (Durchsuchungen) durchgeführt, und wer die Stadt verlassen oder betreten möchte, muss eine Prozedur an Untersuchungen über sich ergehen lassen. So stellt die Kirche sicher, dass sich keine Andersgläubigen oder gar Magier in der Bevölkerung verstecken.

Militär

Der Solaner Orden hat Zandig zu einer uneinnehmbaren Festung des deynistischen Glaubens ausgebaut. Von der Londanor Tempelfeste aus regieren die Ordensritter ihr Erzbistum mit fester Hand und strecken ihre Machtansprüche in alle Welt aus. Die hochgerüsteten Ordensritter werden von den Rüstungs- und Waffenschmiede Londanors ausgestattet. Ihre schweren Rüstungen und gesegneten Stahlklingen sind in der gesamten Stadt, wenn nicht gar der Welt, verbreitet.

Unablässig patrouillieren die Wachen des Ordens in den Straßen, zwischen den Gassen und auf den Mauern der Stadt. Kriminalität wird im Keim unterdrückt und oftmals mit äußerst harten Strafen geahndet. Eine eigene Stadtwache existiert nicht, abgeordnete Ordensmitglieder übernehmen vollständig den Wachdienst.

Mancher Beobachter behauptet, dass bis zur Hälfte der Bevölkerung der Stadt zur bewaffneten Besatzung der Solaner Ordensritter zu zählen ist. Kritiker argumentieren wiederum, dass hierbei die vielen Laienbrüder und -schwestern dazugezählt werden, obwohl sie im Kriegsfall keine Waffen führen würden.

Wirtschaft

Steinfassade in der Innenstadt

Zandigs Wirtschaft ist im Verhältnis zur Bevölkerungsgröße eher schwach und auf Eigenversorgung angelegt. Viele Betriebe und Arbeiter dienen nur den Bedürfnissen des Solaner Ordens und ihren eigenen Bedürfnissen. So sind besonders die Landarbeiter monatelang auf den fröstelnden Felder unterwegs, um wenigstens eine karge Ernte zu erwirtschaften. Alles andere wird aus den großen Geldreserven des Ordens bezahlt und eingeführt.

Es gibt kaum spezialisierte Betriebe oder große Industrie mit Ausnahme von ein paar Schmelzöfen und Waffenschmieden, die aber ebenfalls wieder dem Orden zuarbeiten. Luxusgüter sind rar verteilt und wenn dann nur in den höheren Riegen des Ordens aufzufinden. Die Zandiger haben sich längst mit ihrem einfachen Wohlstand angefreundet, freuen sich dafür aber immer über die kleinen Errungenschaften im Leben. Die Jagd gilt als einkunftsstarkes Gewerbe, werden Pelze und Felle besonders in den eiskalten Wintern kostbar und wertvoll. Die wenigen akademischen Wirtschaftszweige der Stadt, wie die Schreibstuben oder die Stadtverwaltung befinden sich ebenso unter der Hand des Ordens, wie die einfachen Betriebe der Armenküchen oder Wäschereien.

Der Orden kontrolliert sämtliche Arbeitsergebnisse mehr oder weniger streng. Eine Gewinnmaximierung der Wirtschaft ist dabei nicht oberstes Ziel, selbst wenn höhere landwirtschaftliche Erträge nicht nur gewünscht sondern auch benötigt werden würden. Stattdessen wird das Führen eines deyngewidmeten Lebens über eine starke Wirtschaft gestellt. Armut ist im Vergleich mit den südlicheren Nationen durchaus verbreitet, selbst wenn Orden und Bevölkerung es nicht so bezeichnen. Viele Menschen leben in einfachen Verhältnissen, erhalten dabei für noch einfachere Arbeit Speisungen des Ordens. Ein gesellschaftlicher Aufstieg über wirtschaftlichen Gewinn ist kaum möglich, da die Kirche die zu verkaufenden Produkte ebenso stark reguliert, wie die täglichen Messen.

Als Exportprodukte eignen sich nur wenige Waren der Solaner. Gefrorene Fischstücke werden nach Tasperin gebracht und kleinere Holzschnitzereien und Erze an das Königreich Weidtland geliefert. Abseits davon kehren regelmäßig Händler der Leändischen Handelskompanie in Zandig ein, um eigene Waren aus aller Welt für teure Münze feilzubieten und wenige Zandiger Güter aufzukaufen.

Heraldik

Das Wappen der Stadt Zandig ähnelt dem Wappen des Solaner Ordens bzw. des Erzbistums Kurmark in gewissen Teilen. Ein von zwei großen, grauen und mit Zinnen besetzten Burgtürmen umrandetes Schild mit dem Wappen des Ordens prangt vor einem großen güldenen Gebirge. Das schwarzumrandete Wappen des Ordens ziert eine von Flammen umhüllte Sonne auf silbernem Grund.

Gesellschaft und Kultur

Architektur

Altar einer der zahlreichen Kirchen Zandigs

Die Architektur der kurmarkschen Hauptstadt ist sehr zweckdienlich und nur wenig ansehnlich. Viele Gebäude wurden aus massiven Steinblöcken errichtet, die in mühseliger Arbeit aufeinandergeschichtet wurden. Durch die spärlichen Fenster fällt nur wenig Licht in die Innenräume. Besonders im Winter brennen die großen Feuertöpfe und Kamine den ganzen Tag über durch. Nur so können die als gemeinsame Schlaf-, Essens- und Aufenthaltsräume angelegten Wohnungen auch in der kalten Jahreszeit ausreichend warmgehalten werden. Die Dächer werden mit Strohmatten oder dunklen Ziegelsteinen eingedeckt und brechen regelmäßig unter der Schneelast zusammen.

Viele Zandiger schlafen auf einfachen Strohbetten und besitzen nur wenig Mobiliar. Als reich gelten diejenigen, die sich Regale oder sogar eine gemütliche Sitzgelegenheit leisten können. Wer hingegen einen kleinen Hühnerstall im Haus hat, gehört zur allgemeinen Bevölkerung und pflanzt vermutlich noch ein wenig Gemüse unter dem Fensterbrett. Unter hölzernen Verschlägen, die die Werkstätten und Lager bilden, arbeiten die Zandiger. Im Winter werden kleine Kohlenpfannen und Feuer aufgestellt, die wenigstens ein wenig Wärme spenden.

Umso imposanter sind dafür die Bauten des Solaner Ordens. Die hochragenden Kirchengebäude wurden in kunstvoller Handarbeit in ungeahnte Höhen errichtet. Mit ausladenden Kirchenschiffen, handgearbeiteten Statuen und beschnitzten Türrahmen stechen sie aus dem tristen Grau der sonstigen Stadt hervor. Feingeblasene farbliche Fenster lassen herrlich schimmerndes Licht zur Messezeit ins Innere der Gotteshäuser. Innerhalb der Wachstuben des Ordens sind reihenweise Kriegsmaterial und eingezogenes Plündergut aufgereiht. Zeitweise hatte der Orden so viel Beute aus ihren Kreuzzügen, dass sogar in den Kornspeichern allerlei Goldschmuck aufgetürmt werden musste. Die Bauarbeiten an der Tempelfeste und den Stadtmauern haben jedoch all diese Goldreserven wieder aufgefressen.

Londanor Tempelsfestung

Die Londanor Tempelfestung ist eine einzigartige und monumentale Tempelanlage, die in den heiligen Berg Londanor hineingebaut wurde. Mittlerweile wurde sie zu einer Heiligen Stätte des Sôlerben geweiht. Sie ist nur zugänglich, indem man einen mechanischen Aufzug betritt, welcher einen über Seilwinden durch ein Gegengewicht bis an die Spitze der Mauer bringt. Die Aufzüge sind jeweils am Endstück der vierzig Meter hohen Londaner Mauer errichtet, die ganz Zandig umgibt und nahtlos an den Fels anschließt. Durch das Klima hängen die Wolken oft tief im kühlen Kurmark, doch während der Fahrt in die Höhe durchbricht man diese Wolkenmauer, und wird am Ende von einem atemberaubenden Blick auf die Tempelanlage mit freiem Sonnenlicht überwältigt.

Die Kathedrale Londanors, gebaut, um die Hallen des gleißenden Lichts auch auf Athalon bringen zu können.

Prachtstück dieses oberen, nur für Ordensmitgliedern zugänglich gemachten Distrikts, ist die Kathedrale Londanors. Mit einer Bauhöhe von über zweihundert Metern ist die Kathedrale mitsamt der umgebenen Tempelfestung eines der wohl atemberaubendsten, von Menschenhand errichteten Bauwerke in ganz Leändrien. Durch die Massen der gefangenen heidnischen Haldaren, die zum Bau der Anlage herangezogen wurden, dauerte die Fertigstellung der Tempelfestung nur legendäre 123 Jahre (743 - 867 AD). Finanziert wurde der einmalige Bau überwiegend durch geplünderte Schätze während der Kreuzzüge im Kalifat Al'bastra.

Die Seitenwände der Kathedrale werden durch rhythmische fialengekrönte Strebepfeiler und hohe Fenster geziert. Bei den Querschiffen sind alle Strebenpfeiler doppelt ausgeführt, hier führen im Inneren Treppen empor. Die Spitze ist mit feinem Zierwerk versehen. Die Wände sind mit tausenden Skulpturen und hunderten Filanen ausgeschmückt. Drei Portale an der Fassade führen ins Innere. Hauptausschlaggebend sind die großformatigen, mit den Heiligen Farben des Hl. Sôlerben gefärbten Glasfensterflächen, die eine wahrlich göttliche Atmosphäre im Inneren schaffen, wenn die Sonnenstrahlen durch sie hindurchscheinen. Die gewaltigen Bronzetüren des Hauptportals aus dem Jahre 866 wurden erst kürzlich erneuert und zeigen die Verbildlichung der Symbole aller 12 Heiligen, mit dem Phönix als krönendes Symbol in der Mitte. Auf der achteckigen Vierungsturm-Spitze prangert eine weithin sichtbare vergoldete Statue des Propheten Jakobus, wie er erstmals Kontakt zu Deyn Cador aufbaut. Versilberte Statuen anderer göttlicher Herolde finden sich über die Tempelfestung verteilt.

An der hohen Mauer führt eine überdachte, in einem Turm eingerahmte, Wendeltreppe auf eine lange, sinnlich verzierte Steinbrücke. In deren Mitte liegt wird sie von einem riesigen Pfeiler gestützt, der ebenso eine knapp 50 Meter lange Wendeltreppe bis an den Grund des Tales führt. Am Fuße befinden sich mehrere Gebäude wo die hohen Geistlichen des Ordens ein ruhiges Leben in Lobpreisung der Sonne führen, wichtigen administrativen Tätigkeiten nachgehen und mit Hingabe den gigantischen Tempelkomplex in Stand halten. Von der Mitte des Pfeilers führt die Brücke noch weiter bis zu den Portalen der Kathedrale, und stellt damit auch den einzigen Zugang zu jener dar. Im Notfall ist die Kathedrale damit nur äußerst schwierig anzugreifen. Nicht zuletzt deswegen gilt die Londanor Tempelfeste als uneinnehmbares Glaubensbekenntnis an Deyn Cador.

Bildung

Die allgemeine zivile Stadtbevölkerung ist nur wenig gebildet. Sie vermag es kaum zu lesen oder zu schreiben. Viele ältere Bürger sind nicht einmal in der Lage ihren eigenen Namen korrekt niederzuschreiben oder Rechnungen über den alltäglichen Münzverkehr hinaus zu tätigen. In den Schulen des Solaner Orden werden den Kindern nur geringe akademische Fähigkeiten beigebracht, damit sie ein eigenständiges und halbwegs selbstbestimmtes Leben führen können. Weitergehende Bildung gibt es, wie im gesamten Land, aber nur für diejenigen, die sich dem Solaner Orden anschließen und in seinen Rängen aufsteigen.

Dafür können viele Zandiger wesentliche Teile der Heiligen Schrift bzw. der Messen des Ordens mitsprechen oder sogar vollständig korrekt wiedergeben. Die alltäglichen Glaubensgelübde lehren den Menschen die Worte und Taten Deyn Cadors mit einer besonderen Hingabe zum Orden. Ihren Stadtbewohnern verlangt der Solaner Orden ab, dass sie Gebete und Lieder auswendig lernen und bei Messen aktiv mitwirken. Viele Bürger entscheiden sich sogar dazu weitergehende Lesungen zu besuchen und in mühsamer Arbeit (und ohne Schriftkenntnisse) ganze Passagen der Lehren Deyn Cadors beherrschen zu wollen.

Höhere Künste fördert der Solaner Orden im Stadtgebiet nur bedingt. Kunst ist nur im Rahmen des Deynismus erlaubt, jegliche fehlgeleiteten oder fehlleitenden Werke führen zu einer schnellen Verurteilung und öffentlichen Denunziation des Künstlers. Viele Kunstschaffende sind daher aus der Stadt, wenn nicht aus dem Land, geflohen und haben sich in Tasperin niedergelassen. Nur wenige Wissenschaftler sind noch im Stadtgebiet anzutreffen, und wenn gehören sie alle zum Solaner Orden. Die kleinen Werkstätten der Wissenschaft sind nur wenig verlockend für Forscher oder Erfinder. Und wenn sie dann doch geblieben sind, spannt der Orden sie für Militärforschung oder den Waffenbau ein.

Im Solaner Orden hingegen wird den Mitgliedern schon kurz nach ihrem Eintritt das Lesen und Schreiben vermittelt. Höhere Rechenfähigkeiten, wie auch Geschichts- oder Politikkenntnisse sind weit verbreitet und oftmals sogar erwünscht. Neben den unablässigen Theologie-Stunden soll auch der Bevölkerung der Eindruck vermittelt werden, dass der Dienst an Deyn Cador zu höherem Wissen und besseren geistigen Fertigkeiten führt.

Religion und Magie

Sommerliche Kirche mit Obstgarten

Zandig gilt als ultrareligiöse Stadt des Deynismus der Silvanischen Kirche. Nicht nur der herrschende Solaner Orden sondern auch die gesamte Bevölkerung verehren Deyn Cador und seine Zwölf Heiligen, insbesondere den Heiligen Sôlerben, mit vernarrtem Fanatismus. Tägliche Messen und Gebete bestimmen den Tag der Zandiger. Kirche und Staat sind nicht zu trennen, sondern bilden eine geschlossene Einheit, die die Stadt regiert und mit fester Hand beherrscht.

Neben dem Deynismus akzeptiert der Solaner Orden keine anderen Religionen in Zandig. Angehörige der Sorridianischen Kirche werden geduldet, sind aber nicht wirklich erwünscht. Dennoch halten sich immer einige Abgesandte der Sorridianischen Kirche in der kurmarkschen Hauptstadt auf. Meistens handelt es sich bei ihnen um Diplomaten oder Militärrepräsentanten, die gemeinsame Feldzüge planen oder über Abkommen beraten. Die Anbetung Abrizzahs bzw. der Glaube des Kirash wird mit öffentlicher Denunziation und Peitschenhieben bestraft, in schwerwiegenden Fällen wurde bereits direkt die Todesstrafe vollstreckt.

Magie ist, wie im gesamten Erzbistum Kurmark, verboten. Magiekundige gelten als Sklaven oder Ausgeburten des Mannsweibes Skrettjah und dürfen nur den Feuertod erwarten. Im Gegensatz zu Tasperin gewähren die Zandiger nicht das Abschwören der Magie durch Versiegelung, also dem Aufgeben der magischen Kräften. Nur das reinigende Feuer könne die magische Gefahr auf ewig bannen und so soll es seit Jahrhunderten von Jahren keine Magier mehr in der Stadt gegeben haben.

Der Mythos Zandig

Im ganzen Erzbistum Kurmark und auch über seine Grenzen hinaus, bis in weite Teile Tasperins hinein, gilt die Stadt Zandig mit seinen Ordenskriegern als letzte Bastion gegen die nördlicheren Länder und den Unglauben der heidnischen Stämme. Dieser Glaube wurde durch die 1343 AD überstandene Belagerung der Stadt nur noch weiter verstärkt. Der Orden feierte seinen Sieg ausgiebig, trotz der zuvor erlittenen herben Verluste. Öffentlich wurde über die Landesgrenzen verkündet, dass Zandig uneinnehmbar sei - ein Mythos der auch heute noch besteht. Die einfache Bevölkerung Kurmarks kann sich daher kaum vorstellen, dass die Hauptstadt des Erzbistums jemals fallen könnte. Die jüngste, zerschmetternde Niederlage gegen Haldar und die vielen Schäden die die Stadt und ihre Bevölkerung dabei erleiden musste, werden kaum berücksichtigt und gerne unter den Tisch fallengelassen.

Dem Volksglauben nach ist die Präsenz des Heiligen Sôlerbens so stark, dass selbst die mächtigsten Magier nicht in der Lage seien in der Nähe der Stadt Magie zu wirken. Des Weiteren sollen selbst die größten und stärksten Feinde Deyn Cadors mit Furcht auf diese große und fromme Stadt schauen. Ob dieser Glaube auf Wahrheiten beruht oder ob er nur aufgrund der Nichtexistenz von Magiern in dieser Stadt hervorgerufen wurde, lässt sich schwer sagen. Die Bevölkerung Kurmarks ist sich ihrer Hauptstadt dafür umso mehr bewusst und weiß den Mythos Zandig in alle Welt zu verbreiten.

Feste und Feiertage

Der Solaner Orden richtet alle Feiertage der Silvanischen Kirche Deyn Cadors in üppigen und auslassenden Feierlichkeiten im Stadtgebiet aus. Die Ordensritter beginnen meist Tage vor dem eigentlichen Fest mit dem Aufbau von Ständen und Transport von Waren. Am Festtag selbst werden dann großzügige Speisen, fässerweise Alkohol und kleinere Spiele für die Kinder angeboten. Musikzüge laufen durch die Stadt, während die alltägliche harte Arbeit für zumindest einen Morgen vergessen werden kann. Die trinkfesten Städter sind trotz der Saufgelage am nächsten Morgen wieder pünktlich, wenn auch nicht ganz nüchtern, auf ihren Arbeitsstellen.

Daneben werden siegreiche Schlachten des Ordens mit ausgiebigen Paraden gefeiert. Immer wenn der Orden aus seinen Kreuzzügen zurückkehrt, werden Paraden abgehalten und die stärksten und mutigsten Krieger besonders geehrt. Entlang einer jubelnden Menge schreiten die Helden der Schlacht zur Londanor Tempelfeste. Nach besonders würdigen Siegen werden sie dabei sogar mit Blumen beworfen oder Bier übergossen, bevor sie sich in die Geschichtsbücher der Stadt eintragen dürfen.

Das Zandiger Eisskulpturenfest ermittelt jedes Jahr den begabtesten Eisschnitzer. Zur Höhe des Winters findet das fröstelnde Fest wechselnd auf den gefrorenen Böden des Aschsees oder des Meeresfingers statt. Neben handwerklichem Geschick gibt es allerlei Speis, Trank und Musik zu bewundern. Der Sieger erhält stets eine Eierstatue aus Eis, die nur bis nach dem letzten Frost hält.