Silberlegion: Unterschied zwischen den Versionen

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*'''Die Belagerung des königlichen Palasts (1335)'''
 
*'''Die Belagerung des königlichen Palasts (1335)'''
  
Während der Hungersnot 1335 weigerte sich der damalige König Tasperins, Remfur von Silvarsteed, ein Handelsabkommen mit Sorridia abzuschließen, um die Hungersnot abzuwenden. Nach mehreren Wochen der Nahrungsknappheit kratzten die Bürger Carviels all ihr Geld zusammen, um die Silberlegion zu beauftragen, die Meinung des Königs zu ändern. Zuerst wurde ein Unterhändler in den Palast geschickt, um mit dem König zu verhandeln. Nachdem dieser dann von der [[Königliche Garde Tasperins|Tasperiner Garde]] rausgeworfen wurde, versammelte die Legion all ihre Mitglieder und legte schon eine Nacht nach der gescheiterten Verhandlung den königlichen Palast unter eine friedliche Belagerung. Alle Zugangswege zum Palast wurden versperrt, womit auch die Vorräte des Königs langsam zu Grunde gingen. Rasend vor Wut befahl er seinen Schützen auf den Burgmauern das Feuer auf die Legionäre zu eröffnen. Diese jedoch versteckten sich hinter ihren Schilden und schossen nicht zurück. Bevor der König den zweiten Schussbefehl geben konnte, stellten sich einige mutige Bürger vor die Schilde der Legionäre und machten so einen Schusswechsel ohne zivile Opfer unmöglich. Nach drei Tagen weiterer ereignisloser Belagerung stimmte der König dem Abkommen schließlich zu und die Belagerung endete. Sie hatte jedoch einen hohen Preis. Wenige Tage nach den Ereignissen wurde der damalige Marschall-Kommandant und Gründer der Legion Kerwyn von Lys wegen Hochverrats an Tasperin angeklagt, für schuldig befunden und hingerichtet. Aus Protest verlegte die Legion darauf hin ihr Hauptquartier von Carviel nach [[Zweibach]] ([[Vereinigte Provinzen von Silventrum|Silventrum]]). Kerwyns Sohn Cailean von Lys wurde als Nachfolger gewählt.
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Während der Hungersnot 1335 weigerte sich der damalige König Tasperins, [[Remfur von Silvarsteed]], ein Handelsabkommen mit Sorridia abzuschließen, um die Hungersnot abzuwenden. Nach mehreren Wochen der Nahrungsknappheit kratzten die Bürger Carviels all ihr Geld zusammen, um die Silberlegion zu beauftragen, die Meinung des Königs zu ändern. Zuerst wurde ein Unterhändler in den Palast geschickt, um mit dem König zu verhandeln. Nachdem dieser dann von der [[Königliche Garde Tasperins|Tasperiner Garde]] rausgeworfen wurde, versammelte die Legion all ihre Mitglieder und legte schon eine Nacht nach der gescheiterten Verhandlung den königlichen Palast unter eine friedliche Belagerung. Alle Zugangswege zum Palast wurden versperrt, womit auch die Vorräte des Königs langsam zu Grunde gingen. Rasend vor Wut befahl er seinen Schützen auf den Burgmauern das Feuer auf die Legionäre zu eröffnen. Diese jedoch versteckten sich hinter ihren Schilden und schossen nicht zurück. Bevor der König den zweiten Schussbefehl geben konnte, stellten sich einige mutige Bürger vor die Schilde der Legionäre und machten so einen Schusswechsel ohne zivile Opfer unmöglich. Nach drei Tagen weiterer ereignisloser Belagerung stimmte der König dem Abkommen schließlich zu und die Belagerung endete. Sie hatte jedoch einen hohen Preis. Wenige Tage nach den Ereignissen wurde der damalige Marschall-Kommandant und Gründer der Legion Kerwyn von Lys wegen Hochverrats an Tasperin angeklagt, für schuldig befunden und hingerichtet. Aus Protest verlegte die Legion darauf hin ihr Hauptquartier von Carviel nach [[Zweibach]] ([[Vereinigte Provinzen von Silventrum|Silventrum]]). Kerwyns Sohn Cailean von Lys wurde als Nachfolger gewählt.
  
 
*'''Die Flut von Urashnak (1342)'''
 
*'''Die Flut von Urashnak (1342)'''

Aktuelle Version vom 19. März 2024, 14:33 Uhr

Silberlegion
Silberlegion.PNG
Art Söldnerheer
Hauptsitz Zweibach (Silventrum)
Gründung 1319 AD
Anführer Cailean von Lys
Größe 5000 Mitglieder


Die Silberlegion ist eine Söldnertruppe aus Tasperin, die ungefähr im Jahr 1319 in der Hauptstadt Tasperins von Kerwyn von Lys gegründet wurde, und seither für alle Arten von militärischen Aufgaben gekauft werden kann. Sie gilt als eine der stärksten, mächtigsten und reichsten Söldnertruppen ganz Leändriens und ist trotz ihres Status als Söldner hoch angesehen. Dies liegt vor allem daran, dass die Silberlegion im Gegensatz zum allgemeinen Ruf gekaufter Soldaten noch nie einen Auftraggeber hintergangen oder verraten hat.

Geschichte

Die Silberlegion ging aus einer Gruppe unzufriedener Tasperiner Offiziere hervor, die unter der Führung des ehemaligen Generals Kerwyn von Lys eine Alternative zum Tasperiner Heer gründen wollte, welches ihre Soldaten zu dieser Zeit schlecht bezahlte und ausrüstete. Durch eine garantiert gute Bezahlung, intensivem Kampftraining sowie einer zusätzlichen Ausbildung in militärischer Strategie und Taktik warb Kerwyn von Lys knapp 500 junge Rekruten an, die in den eigenen Reihen als “erste Welle” bekannt ist. Die ersten Aufträge der Legion waren anfangs nur der Schutz von adeligen Familien während großer Feiern oder anderen besonderen Anlässen, wodurch die Soldaten im Volksmund als “Tasperiner Türgarde” verspottet wurde. Diese Verhöhnung wurden jedoch im Keim erstickt, als Kerwyn nach Beendigung der Ausbildung der ersten Welle 70 seiner besten Soldaten zusammenrief, sich eine Galeone pachtete und damit zur Insel Neu Carviel reiste, auf der sich vor einigen Monaten eine größere Bande von Piraten niederließ. 70 Mann rückten aus, 70 Mann kamen zurück, zusammen mit 238 abgetrennten Köpfen der Piraten, die sich auf Neu Carviel niedergelassen hatten. Jene Köpfe wurden dann um das Hauptquartier der Legion auf Speeren herum aufgestellt und gelten seither als Warnung und Abschreckung aller Feinde der Legion.

Grundsätzlich würde jeder vernünftige Mensch sich von den Söldnern fernhalten, solange er kein dringliches Anliegen bei diesen hat. Es könnte an ihrer Hartnäckigkeit sowie konsequenten Verfolgung ihrer Schuldner liegen. Aufgrund dieser Ungewissheit um das eigene Wohlergehen haben Gefallen bei den Söldnern stets einen unangenehmen Beigeschmack. Es könnte aber auch an den unangenehmen Erinnerungensstüzten liegen, die von der Legion an all jene verteilt werden die sich dennoch mit ihnen einlassen.

Ausbildung und Hierarchie

Silberlegionäre

Bevor man als vollwertiger Soldat in die Legion aufgenommen wird, muss man zuvor eine Ausbildungszeit von mindestens einem und höchstens drei Jahren absolvieren, wobei die Zeit von der bisher erlangten Kampferfahrung des Betreffenden abhängt. Im Gegensatz zum Tasperiner Heer werden die Rekruten nicht zuerst mit Schwert und Schild an den Kampf herangeführt, sondern mit dem Langspeer. Danach folgt die Kampfausbildung mit Schwert, Schild und Kompositbogen. Nach Beendigung der Grundausbildung erhält man den Rang eines Legionärs und darf aktiv an Einsätzen teilnehmen, jedoch noch keine eigenen Aufträge annehmen. Sobald man sich als Legionär bewiesen hat, wird man in den Rang eines Legionärskorporals befördert, wodurch man einen höheren Sold und mehrere Freiheiten bei der Wahl der Bewaffnung und der Rüstung erhält. Nach vielen Jahren als Korporal ist es möglich, vom Marschall-Kommandanten in die Führungsriege der Legion und damit zum Leutnant befördert zu werden.

Die Führungsriege der Silberlegion besteht aus dem Marschall-Kommandanten selbst, der für 10 Jahre von allen Legionären gewählt wird, sowie von sechs weiteren Soldaten. Vier davon kommandierten früher die ehemaligen Außenposten in Carviel, Feywell, Auenthal und Vladsburg, seit dem Schutzvertragsbruch mit Tasperin (1355) sind sie nur noch in freier Bereitschaft vertreten. Der Fünfte ist als Rittmeister für die Kavallerie zuständig, der Sechste ist Kommandant der Schützen.

Ausrüstung und Militärische Stärke

Obwohl die Legion in Sachen Mannstärke bei weitem nicht an die eines nationalen Heers herankommen, so haben sie jedoch in Sachen Ausrüstung große Vorteile. Durch die mittlerweile sehr hohen Preise beim Anheuern der Legion kann sich jeder einzelne Soldat mit Gambeson, Eisenbrustplatte und Helm ausrüsten. Weiterhin gehören der Langspeer, sowie ein Schwert und Rundschild zur Grundausrüstung eines Legionärs. Während eines Kampfes formieren sich die Soldaten in einer umgedrehten V-Formation, sodass die Angreifer, die sich meist auf die Spitze der Formation konzentrieren, langsam eingekreist und so besiegt werden können. Hinter den ersten 2 Kampflinien stehen die Schützen die für den Fall eines Durchbruchs der Formation ein Kurzschwert bei sich tragen, allerdings nur leicht gepanzert sind.

Orte an denen man die Legion antrifft verzeichnen oft eine grössere Nachfrage nach allerlei hochprozentigen Erzeugnissen. So manch ein Braumeister munkelt, dass die Legion reinen Alkohol zu sich nehmen würde. Besonderes Interesse zeigen die Söldner bei dem Getränk Absinth, ob er nur ein Getränk oder doch einen anderen Zweck erfüllt ist fraglich.

Die Legionärsflotte besteht aus etwa 20 Karavellen und genau so vielen Transportschonern.

Besondere Ereignisse

Schuldenring
  • Die Belagerung des königlichen Palasts (1335)

Während der Hungersnot 1335 weigerte sich der damalige König Tasperins, Remfur von Silvarsteed, ein Handelsabkommen mit Sorridia abzuschließen, um die Hungersnot abzuwenden. Nach mehreren Wochen der Nahrungsknappheit kratzten die Bürger Carviels all ihr Geld zusammen, um die Silberlegion zu beauftragen, die Meinung des Königs zu ändern. Zuerst wurde ein Unterhändler in den Palast geschickt, um mit dem König zu verhandeln. Nachdem dieser dann von der Tasperiner Garde rausgeworfen wurde, versammelte die Legion all ihre Mitglieder und legte schon eine Nacht nach der gescheiterten Verhandlung den königlichen Palast unter eine friedliche Belagerung. Alle Zugangswege zum Palast wurden versperrt, womit auch die Vorräte des Königs langsam zu Grunde gingen. Rasend vor Wut befahl er seinen Schützen auf den Burgmauern das Feuer auf die Legionäre zu eröffnen. Diese jedoch versteckten sich hinter ihren Schilden und schossen nicht zurück. Bevor der König den zweiten Schussbefehl geben konnte, stellten sich einige mutige Bürger vor die Schilde der Legionäre und machten so einen Schusswechsel ohne zivile Opfer unmöglich. Nach drei Tagen weiterer ereignisloser Belagerung stimmte der König dem Abkommen schließlich zu und die Belagerung endete. Sie hatte jedoch einen hohen Preis. Wenige Tage nach den Ereignissen wurde der damalige Marschall-Kommandant und Gründer der Legion Kerwyn von Lys wegen Hochverrats an Tasperin angeklagt, für schuldig befunden und hingerichtet. Aus Protest verlegte die Legion darauf hin ihr Hauptquartier von Carviel nach Zweibach (Silventrum). Kerwyns Sohn Cailean von Lys wurde als Nachfolger gewählt.

  • Die Flut von Urashnak (1342)

Die Jahre ab 1340 galten für die Silberlegion als Blütezeit. Die mittlerweile allesamt kampferprobten Legionäre bekamen 1342 vom Kalif der kleinen kalifatischen Stadt Urashnak den Auftrag, einen rebellischen Vasall in die Schranken zu weisen. Nach erfolgreichem Abschluss des Auftrags kehrten sie zur Burg des Kalifen zurück, um die Belohnung entgegenzunehmen. Doch dieser stritt ab, jemals einen Vertrag mit der Silberlegion abgeschlossen zu haben und weigerte sich den Sold zu zahlen. Cailean von Lys zögerte nicht, ließ seine Legionäre die Belagerungswaffen aufbauen und riss binnen Stunden die gesamte Stadtmauer, alle Burgtürme sowie den Palast des Kalifen mit den Katapulten und Trebuchets nieder. Der Kalif konnte vor der kompletten Zerstörung seines Palasts mit seiner Familie, seinem Hof und der Leibgarde in eine ansässige Kohlemine flüchten und stellte von dort aus Bedingungen für seine Kapitulation. Kommandant von Lys antwortete jedoch nicht auf die Forderungen des Kalifen. Stattdessen befahl er seinen Männern, den an der Burg anliegenden Fluss zu dämmen und zum Eingang der Kohlemine umzuleiten. Aus der Mine waren nur noch vereinzelte Schreie zu hören, die schon wenig später wieder verstummten. Zuletzt wurden die Trümmer der Burg noch in Flammen gesetzt, ehe die Legion den Marsch nach Zweibach antrat. Sie hinterließen etwa 1200 tote Zivilisten und Soldaten, die unter den Trümmern begraben wurden. Seither wird der Marschall Kommandant im Volksmund Cailean "der Kalte" genannt und der Mineneingang, in den ein Strom Wasser hineinfließt, wurde im Kalifat zu einem Symbol für den Preis von Verrat.

  • Kreuzzug von Szemäa (1346)

Allgemein lässt sich nicht viel über die Präsenz der Legion bei dem Kreuzzug nach Szemäa sagen. Es gibt lediglich Gerüchte, die von Wappen der Söldner erzählen. In offiziellen Schriften findet man allerdings keinerlei Hinweise auf die Beteiligung der Organisation, es bleibt fraglich ob es tatsächlich die Legion oder doch nur Nachahmer waren, eine Frage die wohl nur die Legion selbst beantworten kann.

  • Schutzvertragsbruch mit Tasperin (1355)

Nachdem sich im Jahre 1340 AD der neue Kaiser Cadorian von Severius an die Machtspitze putschte, entwarf er als einer seinen vielen Amtshandlungen einen Vertrag mit der Silberlegion. Die Legion ließ sich zunächst nur auf den Vertrag ein, da der verhasste König Remfur von Silvarsteed, welcher den Gründer Kerwyn von Lys im Jahre 1335 AD hinrichten ließ, im Verlauf des brutalen Machtwechsels von dem neuen Kaiser geköpft worden war. Damit gewann Kaiser Cadorian I. genügend Ehrfurcht und Respekt vor dem Marschall-Kommandanten Cailean von Lys, damit dieser dem neuen Verhältnis vertraglich zustimmte. Nach der Unterzeichnung war die Silberlegion insofern an das Kaiserreich Tasperin gebunden, als das es im Falle der Landesverteidigung als Heer unterstützen musste. Lange Zeit konnte damit allerdings auch gerechtfertigt werden, dass der Kaiser nichts gegen die teils verruchte Arbeit der Söldner unternahm, weil er sie als Soldaten immer noch brauchte, falls es zu einem Krieg kommen sollte. Zunächst schien damit ein gegenseitiger Nutznießen gefunden, doch nach einem Jahrzehnt begann der aufgesetzte Vertrag immer weiterer Spannung ausgesetzt. Mit dem strengen Militärkurs des neuen Kaisers war er seinem Vorgänger weit überlegen und mit der Zeit sammelten sich immer weitere Forderungen, welche schließlich für erstarkenden Widerstand seitens der Silberlegion sorgten. Im Zuge der schwelenden Grenzkonflikte zwischen Tasperin und Sorridia um die Westwind-Inseln kam es schließlich zu einem Eklat: Sorridia beschuldigte Tasperin, zu Friedenszeiten einen brutalen Angriff auf ihre jüngst gewonnene Kolonie Curuba orchestriert zu haben, wobei sogar hohe Geistliche zu Tode gekommen seien - diese wiesen jedoch alle Anschuldigungen von sich und stellten die Silberlegion als alleinigen Sündenbock und Drahtzieher vor der politischen Weltbühne bloß. Vor den leändrischen Nationen verloren die Legionäre damit endgültig ihr Gesicht und büßten einen heftigen Vertrauensverlust ein. Im Jahre 1355 AD wurde damit der ohnehin angespannte Schutzvertrag zwischen Silberlegion und Kaiserreich Tasperin seitens des Marschall-Kommandanten Cailean von Lys beendet und die Dokumentenpapiere symbolisch zerrissen. Er hatte damit eine offizielle Gesamtlaufzeit von 15 Jahren. Die Legionäre räumten mit viel Feindseligkeit ihre letzten Nebensitze und Außenposten auf tasperinischem Boden und widmeten sich fortan der Suche nach neuen Ländereien und Schirmherren.