Municipa: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Athalon
Zur Navigation springen Zur Suche springen
(Die Seite wurde neu angelegt: „{{Baustelle}} {{Infobox Stadt |Name=Municipa |Wappen=200px |Bewohner=38.200 Einwohner |Regentschaft=Statthalter des Rey Espada de Fuego |G…“)
 
 
(4 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
{{Baustelle}}
 
 
{{Infobox Stadt
 
{{Infobox Stadt
 
|Name=Municipa
 
|Name=Municipa
|Wappen=[[Datei:Wappen.png|200px]]
+
|Wappen=[[Datei:MunicipaWappen.png|200px]]
 
|Bewohner=38.200 Einwohner
 
|Bewohner=38.200 Einwohner
|Regentschaft=Statthalter des Rey Espada de Fuego
+
|Regentschaft=Statthalter des Rey de la Leyans
 
|Garnisonen=[[Sorridianisches Heer]], Stadtwache
 
|Garnisonen=[[Sorridianisches Heer]], Stadtwache
 
|Tempel=[[Sorridianische Kirche]]
 
|Tempel=[[Sorridianische Kirche]]
Zeile 12: Zeile 11:
 
}}
 
}}
  
Municipa ist eine Großstadt im Herzogtum Espada de Fuego der Region [[Caldagro]] im [[Königreich Sorridia]]. Sie ist die nordöstlichste Großstadt im Machtbereich Sorridias und liegt südlich und westlich des [[Wyrzgebirge|Wyrzgebirges]]. Die städtische Bevölkerung setzt sich vor allem aus zugezogenen [[Sorridianer|Sorridianern]] und jüngeren Familien zusammen, die sich vor allem nach dem Ende des [[Chronologica|Sorridianischen Bürgerkriegs]] in der Stadt niedergelassen haben. Ihnen kam vor allem der Ausbau der Heeresabteilungen nahe der Stadt sowie die Ansiedlung größerer Rüstungswerkstätten zugute.  
+
Municipa ist eine Großstadt im Herzogtum de la Leyans der Region [[Caldagro]] im [[Königreich Sorridia]]. Sie ist die nordöstlichste Großstadt im Machtbereich Sorridias und liegt südwestlich des [[Wyrzgebirge|Wyrzgebirges]]. Die städtische Bevölkerung setzt sich vor allem aus zugezogenen [[Sorridianer|Sorridianern]] und jüngeren Familien zusammen, die sich vor allem nach dem Ende des [[Chronologica|Sorridianischen Bürgerkriegs]] in der Stadt niedergelassen haben. Ihnen kam vor allem der Ausbau der nahegelegenen Heeresabteilungen sowie die Ansiedlung größerer Rüstungswerkstätten für den Aufbau ihres Lebensunterhalts zugute.  
  
 
==Geographie==
 
==Geographie==
 
[[Datei:Municipa1.png|thumb|right|450px|Hügel von Municipa]]
 
[[Datei:Municipa1.png|thumb|right|450px|Hügel von Municipa]]
Die im grünen Nordosten Caldagros erbaute Stadt Municipa erstreckt sich weitgehend über eine Hügelkette bis hin zu ersten Ausläufern des Wyrzgebirges. Die wichtigeren Stadtbereiche liegen aus diesem Grund erhaben auf den Hügeln während vor allem die Wohnviertel in den Tälern errichtet wurden. Nördlich der Stadt liegt das große, sich als Panorama der Stadt darbietende Wyrzgebirge. Es bildet zugleich die schwerbefestigte Grenze zur [[Kaiserliche Monarchie Tasperin|Kaiserlichen Monarchie Tasperin]] und zeichnet sich durch seine schneeweißen Gipfel und beeindruckenden Höhenverläufe aus. Einige Tagesreise südlich von Municipa beginnt das [[Nostrische Meer]], weit im Westen liegt der [[Covienta]].  
+
Die im grünen Nordosten Caldagros erbaute Stadt Municipa erstreckt sich weitgehend über eine Hügelkette bis hin zu ersten Ausläufern des Wyrzgebirges. Die wichtigeren Stadtbereiche liegen aus diesem Grund erhaben auf den Hügeln während vor allem die einfacheren Wohnviertel in den Tälern errichtet wurden. Nördlich der Stadt liegt das große, sich als Panorama der Stadt darbietende Wyrzgebirge. Es bildet zugleich die schwerbefestigte Grenze zur [[Kaiserliche Monarchie Tasperin|Kaiserlichen Monarchie Tasperin]] und zeichnet sich durch seine schneeweißen Gipfel und beeindruckenden Höhenverläufe aus. Einige Tagesreise südlich von Municipa beginnt das [[Nostrisches Meer|Nostrische Meer]], weit im Westen liegt der [[Covienta]].  
  
Im Stadtbereich befinden sich keine Flüsse oder großen Gewässer. Als natürliche Wasserquellen dienen mehrere kleine Gebirgsbäche, die mithilfe von Aquädukten und Gräben in das Stadtgebiet umgeleitet und dort in Zisternen für die Bewohner nutzbar gemacht werden. Der Boden gilt als recht nährstoffhaltig und wird außerhalb der städtischen Hügel ausgiebig für Landwirtschaft und Weinanbau genutzt.  
+
Im Stadtbereich befinden sich keine Flüsse oder großen Gewässer. Als natürliche Wasserquellen dienen mehrere kleine Gebirgsbäche, die mithilfe von Aquädukten und Gräben in das Stadtgebiet umgeleitet und dort in Zisternen für die Bewohner nutzbar gemacht werden. Der Boden gilt als recht nährstoffhaltig und wird außerhalb der städtischen Hügel ausgiebig für Landwirtschaft und Weinanbau genutzt.
  
 
==Geschichte==
 
==Geschichte==
Die Stadt wurde erst vergleichsweise spät um [[Chronologica|1220 AD]] als Arbeitersiedlung in [[Caldagro]] begründet. Ziel der Ansiedlung war vor allem eine Einrichtung eines lokalen Handelszentrums zur Steigerung der Erz- und Landwirtschaftserzeugnisse Caldagros. Mit kleineren Geld- und Landgeschenken wurden Sorridianer ohne größeren Besitz angelockt bis die Ortschaft auf etwa eintausend Einwohner angewachsen war. Abseits dessen nutzte das Sorridianische Heer die Region für militärische Übungen und Ausbildungseinheiten.  
+
Die Stadt wurde erst vergleichsweise spät um [[Chronologica|1220 AD]] als Arbeitersiedlung in [[Caldagro]] begründet. Ziel der Ansiedlung war vor allem eine Einrichtung eines lokalen Handelszentrums zur Steigerung der Erz- und Landwirtschaftserzeugnisse Caldagros. Mit kleineren Geld- und Landgeschenken wurden Sorridianer ohne größeren Besitz angelockt bis die Ortschaft auf etwa eintausend Einwohner angewachsen war. Abseits dessen nutzte das Sorridianische Heer die Region für erste größere militärische Übungen und Ausbildungseinheiten.
 +
Municipa sollte dabei nicht nur als Handelszentrum dienen, sondern auch als militärische Basis für das Sorridianische Heer. Die Sorridianer waren überzeugt, dass die Stärkung der Verteidigungslinien entlang des Wyrzgebirges von entscheidender Bedeutung war, um zukünftige Angriffe der Tasperiner abzuwehren.
 +
 
 +
Die Siedlung wurde dabei anfänglich auf den Ruinen einer alten Grenzfestung errichtet, die einst das Grenzgebiet zwischen Sorridia und Tasperin schützte. Die Überreste der Festung wurden in den Bau der neuen Stadt integriert, was Municipa einen historischen und imposanten Charakter verlieh. Die Festungsruine ist bis zum heutigen Tag erhalten geblieben. da ihr strategischer Wert aufgrund des Wachstums der Stadt gänzlich verfiel.
 +
 
 +
Während die Arbeitersiedlung rasch wuchs und zu einem lebhaften Handelszentrum heranwuchs, wurde das Sorridianische Heer in der umliegenden Region immer stärker präsent. Militärische Übungen und Ausbildungseinheiten fanden regelmäßig statt, um die Verteidigungsfähigkeiten zu verbessern. Das stärkte die Position von Municipa als strategisch wichtiger Standort und trug zur Sicherheit der Stadt bei. Heute hat sich die Stadt bis hin zu einem lokalen Zentrum der Rüstungsindustrie und vor allem des Militärs entwickelt. Gleichzeitig bietet die Stadt auch einige schöne und angenehme Ecken, sodass die Bevölkerung ihr Leben weitgehend positiv angehen kann.  
  
 
==Politik und Wirtschaft==
 
==Politik und Wirtschaft==
Als Teil des Herzogtums Espada de Fuego wird die weltliche Herrschaft durch einen eingesetzten Statthalter des regierenden Herrscherhauses Espada de Fuego ausgeübt. Sie gelten als Liebhaber militärischer Darstellungen in Verbindung mit der Religion [[Deyn Cador|Deyn Cadors]]. Ferner setzen sie sich für ein unabhängiges und militärisch starkes Sorridia ein, dass besonders an seinen Grenzen immer wieder seine Macht beweist. Auch aufgrund dieser politischen Ausrichtung wurden immer mehr Grenzbastionen und Wachfesten entlang der Pässe am Wyrzgebirge errichtet. Insbesondere die Kasernen und auch die Rüstungsindustrie erlebten einen Aufschwung dank massiver Investitionen und Steuererleichterungen.  
+
Als Teil des Herzogtums de la Leyans wird die weltliche Herrschaft durch einen eingesetzten Statthalter des regierenden Herrscherhauses de la Leyans ausgeübt. Sie gelten als Liebhaber militärischer Darstellungen in Verbindung mit der Religion [[Deyn Cador|Deyn Cadors]]. Ferner setzen sie sich für ein unabhängiges und militärisch starkes Sorridia ein, dass besonders an seinen Grenzen immer wieder seine Macht beweisen soll. Auch aufgrund dieser politischen Ausrichtung wurden immer mehr Grenzbastionen und Wachfesten entlang der Pässe am Wyrzgebirge errichtet. Insbesondere die Kasernen und auch die Rüstungsindustrie erlebten einen Aufschwung dank massiver Investitionen und Steuererleichterungen.  
  
Die religiöse Herrschaft wird durch einen abgesandten Bischof der [[Sorridianische Kirche|Sorridianischen Kirche]] ausgeübt. Er ist Herr über das halbe Dutzend Kirchen und die zahlreichen Kapellen im Stadtgebiet. Ferner ist er oberster Glaubensführer der Stadtbevölkerung sowie seiner [[Orden]]smitglieder und Priester. Statthalter und Bischof gelten als eng verwurzelt und tief befreundet, sodass sie anstehende Entscheidungen oftmals zusammentreffen.
+
Die religiöse Herrschaft wird durch einen abgesandten Bischof der [[Sorridianische Kirche|Sorridianischen Kirche]] aufrechterhalten. Er ist Herr über das halbe Dutzend Kirchen und die zahlreichen Kapellen im Stadtgebiet. Ferner ist er oberster Glaubensführer der Stadtbevölkerung sowie seiner [[Orden]]smitglieder und Priester. Statthalter und Bischof gelten als eng in Municipa verwurzelt und tief befreundet, sodass sie anstehende Entscheidungen oftmals zusammentreffen.
  
Wirtschaftlich werden vor allem landwirtschaftliche Erzeugnisse und Erze im Umland der Stadt gefördert. Die Region um Municipa gilt als eisen- und kohlenhaltiges Gebiet, daneben bietet die Lage am Gebirge auch eine gute Möglichkeit Stollen in die Berge zu graben. Die Gehöfte nutzen das fruchtbare Land überwiegend für den Anbau von Weizenarten und Fallobst genutzt. Daneben existieren einige renommierte und große Weingüter, die sich die sonnige Lage der hügeligen Landschaft zunutze machen und teils wirklich schmackhafte [[Alkoholica|Weine]] keltern.  
+
Wirtschaftlich werden vor allem landwirtschaftliche Erzeugnisse und Erze im Umland der Stadt gefördert. Die Region um Municipa gilt als eisen- und kohlenhaltiges Gebiet, daneben bietet die Lage am Gebirge auch eine gute Möglichkeit Stollen in die Berge zu graben, um andere Metalle und Gesteine zu fördern. Die Gehöfte nutzen das fruchtbare Land überwiegend für den Anbau von Weizenarten und Fallobst genutzt. Ferner existieren einige renommierte und große Weingüter, die sich die sonnige Lage der hügeligen Landschaft zunutze machen und teils wirklich schmackhafte [[Alkoholica|Weine]] keltern.  
 
[[Datei:Municipa2.png|thumb|right|450px|Arbeiterviertel]]
 
[[Datei:Municipa2.png|thumb|right|450px|Arbeiterviertel]]
In den vergangenen Jahrzehnten hat sich eine besonders gewinnbringende Rüstungsindustrie ausgeprägt. Neben Hochöfen und Waffenschmieden, werden besonders Rüstungsplatten und Kettenhemden in Municipa angefertigt. Vier größere Kanonengießereien fertigen in schwerer und gefährlicher Arbeit Kanonen und Geschütze unterschiedlichster Kaliber für die [[Sorridianische Marine]]. Auch ein Schwarzpulverwerk wurde im Westen der Stadt neben einer Kaserne des Heeres zum Schutz der Produktion eröffnet. Alleine mit dieser Anlage wird ungefähr ein Drittel des sorridianischen Schwarzpulververbrauchs sichergestellt.  
+
In den vergangenen Jahrzehnten hat sich eine besonders gewinnbringende Rüstungsindustrie ausgeprägt. Neben den Produktionen von Hochöfen und Waffenschmieden werden besonders Rüstungsplatten und Kettenhemden in Municipa angefertigt. Vier größere Kanonengießereien fertigen in schwerer und gefährlicher Arbeit Kanonen und Geschütze unterschiedlichster Kaliber für die [[Sorridianische Marine]]. Auch ein Schwarzpulverwerk wurde im Westen der Stadt neben einer Kaserne des Heeres zum Schutz der Produktion eröffnet. Alleine mit dieser Anlage wird ungefähr ein Drittel des sorridianischen Schwarzpulververbrauchs sichergestellt.  
  
 
==Gesellschaft und Kultur==
 
==Gesellschaft und Kultur==
Die Bewohner von Municipa sind zu einem kleinen Teil alteingesessene Familien, zu einem größeren Teil jedoch zugezogene und vertriebene Sorridianer. Besonders zur Zeit des Sorridianischen Bürgerkriegs flohen viele junge Menschen aus ihren Dörfern und suchten ihren Schutz in den größeren Städten. Viele Heeressoldaten blieben ihrer Region loyal und versuchten die Ordnung zumindest in diesen Städten zu wahren. Nach dem Ende des Bürgerkrieges und des Krieges mit [[Kaiserliche Monarchie Tasperin|Tasperin]] [[Chronologica|1340 AD]] zog es weitere junge Menschen auf der Suche nach einer sicheren Unterkunft und regelmäßigen Einkommensquelle nach Municipa. Viele gründeten schon aus der Not heraus geboren Familien, um sich gegenseitig zu unterstützen, blieben jedoch auch nach einer Verbesserung ihrer Situation beisammen.  
+
Die Bewohner von Municipa bestehen zu einem kleinen Teil aus alteingesessene Familien, zu einem größeren Teil jedoch aus zugezogenen und vertriebenen Sorridianern. Besonders zur Zeit des Sorridianischen Bürgerkriegs flohen viele junge Menschen aus ihren Dörfern und suchten ihren Schutz in den größeren Städten. Heeressoldaten blieben in diesen schweren Zeiten oftmals ihrer Region loyal und versuchten die Ordnung in diesen Städten zumindest zu wahren. Nach dem Ende des Bürgerkrieges und des Krieges mit [[Kaiserliche Monarchie Tasperin|Tasperin]] [[Chronologica|1340 AD]] zog es weitere junge Menschen auf der Suche nach einer sicheren Unterkunft und einer regelmäßigen Einkommensquelle nach Municipa. Viele gründeten schon aus der Not heraus geboren Familien, um sich gegenseitig zu unterstützen, blieben jedoch auch nach einer Verbesserung ihrer Situation beisammen.  
  
 
Die Menschen in Municipa gelten als patriotisch und religiös. Sie schließen sich oft dem Militär an oder gehen einem Handwerk mit Bezug zur Rüstungsindustrie nach. Viele von ihnen sind familienverbunden, wünschen sich eine Familie und eine [[Ehebund|Ehe]] nach traditionellen Maßstäben. Sie genießen die sorridianische Kultur und essen gern auswärts. Auf den Hügeln der Stadt lässt sich nicht nur ein schmackhaftes Glas Wein genießen sondern auch eine leckere [[:Kategorie:Speisen|Speise]] mit der Familie zum Sonnenuntergang verspeisen.  
 
Die Menschen in Municipa gelten als patriotisch und religiös. Sie schließen sich oft dem Militär an oder gehen einem Handwerk mit Bezug zur Rüstungsindustrie nach. Viele von ihnen sind familienverbunden, wünschen sich eine Familie und eine [[Ehebund|Ehe]] nach traditionellen Maßstäben. Sie genießen die sorridianische Kultur und essen gern auswärts. Auf den Hügeln der Stadt lässt sich nicht nur ein schmackhaftes Glas Wein genießen sondern auch eine leckere [[:Kategorie:Speisen|Speise]] mit der Familie zum Sonnenuntergang verspeisen.  

Aktuelle Version vom 17. April 2024, 23:58 Uhr


Municipa
MunicipaWappen.png
Name Municipa
Bewohner 38.200 Einwohner
Regentschaft Statthalter des Rey de la Leyans
Garnisonen Sorridianisches Heer, Stadtwache
Tempel Sorridianische Kirche
Wirtschaft Rüstungsindustrie, Landwirtschaft
Besonderheiten Wyrzgebirge
Stimmung Abgelegen am Gebirge


Municipa ist eine Großstadt im Herzogtum de la Leyans der Region Caldagro im Königreich Sorridia. Sie ist die nordöstlichste Großstadt im Machtbereich Sorridias und liegt südwestlich des Wyrzgebirges. Die städtische Bevölkerung setzt sich vor allem aus zugezogenen Sorridianern und jüngeren Familien zusammen, die sich vor allem nach dem Ende des Sorridianischen Bürgerkriegs in der Stadt niedergelassen haben. Ihnen kam vor allem der Ausbau der nahegelegenen Heeresabteilungen sowie die Ansiedlung größerer Rüstungswerkstätten für den Aufbau ihres Lebensunterhalts zugute.

Geographie

Hügel von Municipa

Die im grünen Nordosten Caldagros erbaute Stadt Municipa erstreckt sich weitgehend über eine Hügelkette bis hin zu ersten Ausläufern des Wyrzgebirges. Die wichtigeren Stadtbereiche liegen aus diesem Grund erhaben auf den Hügeln während vor allem die einfacheren Wohnviertel in den Tälern errichtet wurden. Nördlich der Stadt liegt das große, sich als Panorama der Stadt darbietende Wyrzgebirge. Es bildet zugleich die schwerbefestigte Grenze zur Kaiserlichen Monarchie Tasperin und zeichnet sich durch seine schneeweißen Gipfel und beeindruckenden Höhenverläufe aus. Einige Tagesreise südlich von Municipa beginnt das Nostrische Meer, weit im Westen liegt der Covienta.

Im Stadtbereich befinden sich keine Flüsse oder großen Gewässer. Als natürliche Wasserquellen dienen mehrere kleine Gebirgsbäche, die mithilfe von Aquädukten und Gräben in das Stadtgebiet umgeleitet und dort in Zisternen für die Bewohner nutzbar gemacht werden. Der Boden gilt als recht nährstoffhaltig und wird außerhalb der städtischen Hügel ausgiebig für Landwirtschaft und Weinanbau genutzt.

Geschichte

Die Stadt wurde erst vergleichsweise spät um 1220 AD als Arbeitersiedlung in Caldagro begründet. Ziel der Ansiedlung war vor allem eine Einrichtung eines lokalen Handelszentrums zur Steigerung der Erz- und Landwirtschaftserzeugnisse Caldagros. Mit kleineren Geld- und Landgeschenken wurden Sorridianer ohne größeren Besitz angelockt bis die Ortschaft auf etwa eintausend Einwohner angewachsen war. Abseits dessen nutzte das Sorridianische Heer die Region für erste größere militärische Übungen und Ausbildungseinheiten. Municipa sollte dabei nicht nur als Handelszentrum dienen, sondern auch als militärische Basis für das Sorridianische Heer. Die Sorridianer waren überzeugt, dass die Stärkung der Verteidigungslinien entlang des Wyrzgebirges von entscheidender Bedeutung war, um zukünftige Angriffe der Tasperiner abzuwehren.

Die Siedlung wurde dabei anfänglich auf den Ruinen einer alten Grenzfestung errichtet, die einst das Grenzgebiet zwischen Sorridia und Tasperin schützte. Die Überreste der Festung wurden in den Bau der neuen Stadt integriert, was Municipa einen historischen und imposanten Charakter verlieh. Die Festungsruine ist bis zum heutigen Tag erhalten geblieben. da ihr strategischer Wert aufgrund des Wachstums der Stadt gänzlich verfiel.

Während die Arbeitersiedlung rasch wuchs und zu einem lebhaften Handelszentrum heranwuchs, wurde das Sorridianische Heer in der umliegenden Region immer stärker präsent. Militärische Übungen und Ausbildungseinheiten fanden regelmäßig statt, um die Verteidigungsfähigkeiten zu verbessern. Das stärkte die Position von Municipa als strategisch wichtiger Standort und trug zur Sicherheit der Stadt bei. Heute hat sich die Stadt bis hin zu einem lokalen Zentrum der Rüstungsindustrie und vor allem des Militärs entwickelt. Gleichzeitig bietet die Stadt auch einige schöne und angenehme Ecken, sodass die Bevölkerung ihr Leben weitgehend positiv angehen kann.

Politik und Wirtschaft

Als Teil des Herzogtums de la Leyans wird die weltliche Herrschaft durch einen eingesetzten Statthalter des regierenden Herrscherhauses de la Leyans ausgeübt. Sie gelten als Liebhaber militärischer Darstellungen in Verbindung mit der Religion Deyn Cadors. Ferner setzen sie sich für ein unabhängiges und militärisch starkes Sorridia ein, dass besonders an seinen Grenzen immer wieder seine Macht beweisen soll. Auch aufgrund dieser politischen Ausrichtung wurden immer mehr Grenzbastionen und Wachfesten entlang der Pässe am Wyrzgebirge errichtet. Insbesondere die Kasernen und auch die Rüstungsindustrie erlebten einen Aufschwung dank massiver Investitionen und Steuererleichterungen.

Die religiöse Herrschaft wird durch einen abgesandten Bischof der Sorridianischen Kirche aufrechterhalten. Er ist Herr über das halbe Dutzend Kirchen und die zahlreichen Kapellen im Stadtgebiet. Ferner ist er oberster Glaubensführer der Stadtbevölkerung sowie seiner Ordensmitglieder und Priester. Statthalter und Bischof gelten als eng in Municipa verwurzelt und tief befreundet, sodass sie anstehende Entscheidungen oftmals zusammentreffen.

Wirtschaftlich werden vor allem landwirtschaftliche Erzeugnisse und Erze im Umland der Stadt gefördert. Die Region um Municipa gilt als eisen- und kohlenhaltiges Gebiet, daneben bietet die Lage am Gebirge auch eine gute Möglichkeit Stollen in die Berge zu graben, um andere Metalle und Gesteine zu fördern. Die Gehöfte nutzen das fruchtbare Land überwiegend für den Anbau von Weizenarten und Fallobst genutzt. Ferner existieren einige renommierte und große Weingüter, die sich die sonnige Lage der hügeligen Landschaft zunutze machen und teils wirklich schmackhafte Weine keltern.

Arbeiterviertel

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich eine besonders gewinnbringende Rüstungsindustrie ausgeprägt. Neben den Produktionen von Hochöfen und Waffenschmieden werden besonders Rüstungsplatten und Kettenhemden in Municipa angefertigt. Vier größere Kanonengießereien fertigen in schwerer und gefährlicher Arbeit Kanonen und Geschütze unterschiedlichster Kaliber für die Sorridianische Marine. Auch ein Schwarzpulverwerk wurde im Westen der Stadt neben einer Kaserne des Heeres zum Schutz der Produktion eröffnet. Alleine mit dieser Anlage wird ungefähr ein Drittel des sorridianischen Schwarzpulververbrauchs sichergestellt.

Gesellschaft und Kultur

Die Bewohner von Municipa bestehen zu einem kleinen Teil aus alteingesessene Familien, zu einem größeren Teil jedoch aus zugezogenen und vertriebenen Sorridianern. Besonders zur Zeit des Sorridianischen Bürgerkriegs flohen viele junge Menschen aus ihren Dörfern und suchten ihren Schutz in den größeren Städten. Heeressoldaten blieben in diesen schweren Zeiten oftmals ihrer Region loyal und versuchten die Ordnung in diesen Städten zumindest zu wahren. Nach dem Ende des Bürgerkrieges und des Krieges mit Tasperin 1340 AD zog es weitere junge Menschen auf der Suche nach einer sicheren Unterkunft und einer regelmäßigen Einkommensquelle nach Municipa. Viele gründeten schon aus der Not heraus geboren Familien, um sich gegenseitig zu unterstützen, blieben jedoch auch nach einer Verbesserung ihrer Situation beisammen.

Die Menschen in Municipa gelten als patriotisch und religiös. Sie schließen sich oft dem Militär an oder gehen einem Handwerk mit Bezug zur Rüstungsindustrie nach. Viele von ihnen sind familienverbunden, wünschen sich eine Familie und eine Ehe nach traditionellen Maßstäben. Sie genießen die sorridianische Kultur und essen gern auswärts. Auf den Hügeln der Stadt lässt sich nicht nur ein schmackhaftes Glas Wein genießen sondern auch eine leckere Speise mit der Familie zum Sonnenuntergang verspeisen.

Municipa besteht insgesamt aus einer großen Arbeiterschicht. Viele schuften den ganzen Tag über und verdienen dabei recht wenig Geld. Die Händler- und Kaufmannskaste ist recht klein und besitzt vor allem die größeren Betriebe in denen sie als Arbeitgeber auftritt. Sie haben sich im Südosten der Stadt auf einem der Hügel ein eigenes Viertel angelegt und sondert sich ein wenig ab. Ebenso verkehren die wenigen Adligen und Kirchenvertreter lieber unter sich; einzig zu den regelmäßigen Schaukämpfen in allen Disziplinen der Kampfkunst kommen sie gern zusammen.