Anthala

Aus Athalon
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Künstlerische Darstellung der Göttin

Anthala ist die Göttin des Frühlings und des damit verbundenen Westwindes im nostrischen Glauben. Die Göttin gilt als eine der vier Anemarchai (auf Tasperin: Herrscher der Winde), den Göttern der Jahreszeiten und Winde, und ist damit eine der ältesten Kinder des Naturgottes Pasevaran. Durch ihren Vater persönlich wurde ihr die Herrschaft über den Frühling und all den Aspekten, die man mit ihm verbindet, verliehen. Dazu kontrolliert sie noch die Kräfte des Westwindes, welcher zum Jahresbeginn eine warme Brise über das Land weht und damit den eisigen Frost des Cheimon hinfortweht. Sie bringt Wärme und neues Leben in die Natur und bereitet der Natur den Weg in einen neuen Lebenszyklus. Doch wird die Göttin auch mit all den wilden und ungestümen Gefühlen in Verbindung gebracht, die mit dem Frühling in die Menschen fahren. Aus diesem Grund wird Anthala auch oft mit Wahnsinn, Verwirrung und emotionaler Eskalation in Verbindung gebracht.

Laut den alten, nostrischen Überlieferungen soll Anthala in den Tiefen des Hains von Pelagios leben. Dort habe sie sich einen prächtigen Garten geschaffen, der zu jeder Zeit im Jahr grün und prächtig blühen soll. Im Garten lebt die Göttin gut versteckt vor den Blicken der Sterblichen mit ihrem Gefolge. Zu diesem gehören zahlreiche Tiere und Naturkreaturen sowie einige naturverbundene Gottheiten, die im Garten Unterschlupf suchen.

Die Priesterschaft von Pelagios erzählt sich seit Jahrhunderten Geschichten über Sichtungen der Göttin, welche im Frühling durch den Hain tanzen soll. Doch ein jeder, der diese Sichtung erlebt haben soll, war danach nicht mehr Herr seines Verstandes.

Herkunft

Anthala ist die zweitälteste ihrer vier Geschwister und wurde damit vom Gott Pasevaran als zweite erschaffen. In den ersten Tagen der Welt gestaltete der Gott die Natur des Planeten in allen ihren Facetten. Dabei ließ er auch mächtige Winde frei, welche sich in alle vier Himmelsrichtungen verteilten. Durch ihre unbändige Kraft formten die Winde die Natur selbst und veränderten das Klima auf der ganzen Welt. Ein stetiger Wechsel zwischen Hitze und Kälte brachte das ganze Gleichgewicht der Natur durcheinander, weswegen Pasevaran einschreiten musste. Er trennte vier Wurzeln aus seinem Hain heraus und fing mit jeder Wurzel jeweils einen der vier mächtigen Winde ein und webte aus diesen mächtige Wesen, welche als die vier Herrscher der Winde und Jahreszeiten gelten sollten. Durch die vier Götter bekamen die Winde Kontrolle und die Jahreszeiten, da ein Gleichgewicht zwischen den Wesen entstehen musste.

Nachdem Pasevaran den Nordwind in Cheimon gebunden hatte, musste er den Zyklus weiter stricken, damit die Welt nicht unter einem ewigen Winter leidet. Die Gnadenlosigkeit des Winters würde die Wunder der Natur mit der Zeit eingehen lassen und töten. Aus diesem Grund nahm der Gott die nächste Wurzel und band die Kräfte des Westwindes in sie. Durch die unstetigen, doch wärmenden Kräfte des Windes nahm die Göttin Anthala Gestalt an. Die Wurzel gilt als heilige Machtquelle der Göttin und wird im nostrischen Glauben als der Stab Thalestys (auf Tasperin: Atem des Sprießens) bezeichnet. Ihr Stab wandelt sich stetig und lässt immer wieder andere Blumen auf seiner Oberfläche erblühen.

Eigenschaften

Die Göttin des Westwindes wird oft als sehr sprunghafte, gut gelaunte, aber auch sehr eigensinnige Göttin beschrieben. Anthala trägt ein wallendes, langes Kleid aus grünem Stoff mit pinken Akzenten, auf dem zahlreiche Blumen und Pflanzen sprießen. Auf ihrem langen, lockigen, roten Haar trägt sie auf den allermeisten Darstellungen eine wilde, ungestüme Krone aus Blumen und diversen Pflanzen, welche im Frühling aufblühen.

In jeder Überlieferung wird die Frühlingsgöttin mit ihrem heiligen Stab beschrieben. Dieser soll wie eine gewaltige Wurzel aussehen, welche mit kleinen Ästen und sich ständig wechselnden Blumen überzogen ist. Der Stab soll in der Lage sein, einen gewaltigen Sturm heraufzubeschwören, der jeder sterblichen Seele die Orientierung und den gesunden Verstand nehmen soll.

Anthala gilt als eine sehr sprunghafte und euphorische Göttin. Dies drückt sie in starken und überschwänglichen Emotionen aus, die oft und schnell in Ekstase umschwenken. Anthala lehnt es ab, einen festen Partner an ihrer Seite zu wissen, und findet einen größeren Gefallen in einer wechselnden Partnerschaft. Dafür lädt sie sich immer wieder gerne andere Götter oder Kreaturen in ihren Garten, welcher auch eine Verbindung zur Göttergrotte hat, und verbringt dort eine intensive und intime Zeit mit ihren Gästen. Dabei kann es auch des Öfteren geschehen, dass es nicht bei einer intimen Zweisamkeit bleibt.

Durch ihr intensives Liebesleben unter den Göttern gilt Anthala als die Mutter vieler verschiedener Naturwesenheiten, die mit ihr in ihrem verborgenen Garten leben. Gerüchten nach soll die Göttin sich auch immer wieder Sterbliche in den Garten holen. Doch keine dieser Seelen soll die Zeit in ihrer göttlichen Domäne überlebt haben.

Kulte

Einen eigenen Kult besitzt die Göttin selbst nicht. Es gibt jedoch die Priesterschaft der Winde, welche grundsätzlich alle der vier Anemarchai anbeten. Innerhalb der Priesterschaft gibt es dann Unterscheidungen zwischen den vier Göttern. Die Priester der Anthala findet man meist in den Wäldern und ländlichen Regionen Nostriens. Die Priester tragen meist grüne Tuniken mit Blumen als Verzierungen und leben oft eher abgelegen und isoliert in der Wildnis. Ihre Riten und Anbetungen zelebrieren sie in der Regel für sich oder unter ihresgleichen. Wobei der Geschlechtsakt oft ein gern genutzter Aspekt in einigen ihrer Riten ist.

Von Bauern werden die Priester oft aufgesucht, um für eine gute und üppige Ernte nach einem langen Winter zu bitten und zu beten.

Beziehungen zu anderen Gottheiten

Nachkommen

Über Äonen hinweg hat Anthala sich mit zahlreichen Wesen und Gottheiten fortgepflanzt. Dabei sticht sie aus den meisten Göttern hervor.

Nachkommen und Sprösslinge des Cheimon
Nachkomme Wesenheit Entstehung