Ortenburg-Expedition

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Die Ortenburg-Expedition war eine Expeditionsfahrt der Kaiserlichen Monarchie Tasperin zum Ortenburger Archipel. Sie fand im Nebelmond (November) des Jahres 1357 AD statt. Als Kapitän und Expeditionsführer fungierte der namensgebende Entdecker des Inselarchipels sowie der Fildobaren Eugen von Ortenburg auf seinem Schiff Kohldampf. Ziel der Reise war es, die Inselkette auszukundschaften und die im Vertrag von Corastella verbrieften Rechte der Tasperins durchzusetzen.

Verlauf

Die Kohldampf verließ den Hafen der Hauptstadt Carviel im Spätsommer 1357 AD nach ausgiebigen Vorbereitungen und einer Festigung des Expeditionsschiffes gegen Eisplatten und winterliche Kälte. Einer öffentlichen Ausschreibung für die Fahrt waren zahlreiche Individuen gefolgt, die vor allem von der hohen Belohnung angelockt worden waren. Der Kapitän bildete eine Führungsriege und erwählte einen Ersten Offizier, der an seiner Seite dienen sollte. Eine Versorgungsmannschaft sollte den Schiffsbetrieb sowie die körperliche Versorgung während der Expedition, insbesondere vor dem Hintergrund der drohenden Kälte, aufrecht halten. Für die Steuerung des Schiffes war eine fähige Schiffsbesatzung angeheuert worden, die dem Forschungsstab die Erkundung der Inseln ermöglichen sollte. Neben einer Kartographierung war auch die eventuelle Untersuchung archäologischer Funde sowie gegebenenfalls auf dem Archipel lebender Stämme eingeplant worden. Erkenntnisse sowie Ergebnisse der Reise stammen vor allem aus dem Logbuch des Steuermannes der Expedition.

Nach der Überfahrt über den Leändischen Ozean hielt das Schiff kurzzeitig an den Westwind-Inseln zum Aufstocken der Vorräte. Am 19. Nebelmond (November) legte die Kohldampf ab und traf zum 04. Eismond (Dezember) erstmalig auf Riffe, die wiederum auf Landmassen hindeuten sollten. Rund eine Woche später hatte das Schiff die Fildobaren zur Sternennacht erreicht. Auf der Inselkette wurde jedoch nur eine verlassene Siedlung aufgefunden, welche die Besatzung zeitnah wieder verließ. Die weitere Suche dauerte aufgrund des schlechten Wetters weitere Wochen. Die Stimmung innerhalbe der Mannschaft schwankte stark, konnte aber durch den Kapitän weitgehend unter Kontrolle gehalten werden. Erst zum 10. Lenzmond (Januar) soll die Besatzung das als Ortenburger-Archipel bekannte Land als Eiswüste gefunden haben. Der Schock über die bisher unbekannte Unwirtlichkeit der Inselkette versetzte den Kapitän Eugen von Ortenburg in solch einen Wahnsinnszustand, dass er sich mitsamt der für die weitere Fahrt notwendigen Kohlenfässer in den eiskalten Ozean stürzte. Die Besatzung konnte ihn zwar lebendig, doch bewusstlos, wieder aus den Fluten ziehen.

In der Folge stellte die Besatzung mehrere Expeditionstruppen zusammen, die die Inselkette durchschreiten und nach neuen Vorräten für ihr Überleben suchen sollten. Besonders die ausgefallenen und durch die fehlende Kohle nicht mehr nutzbaren Öfen wurden schnell zu einer harten Belastung. Große Erkenntnisse konnte jedoch keine der Erkundungen vorweisen. Lediglich Schiffswracks und leere Höhlen wurden aufgefunden. Die Kälte begann stärker die körperlichen und seelischen Leiden der Besatzung zu verstärken. Innere Konflikte sorgten zudem für einen geringeren Zusammenhalt zwischen den im Eis festsitzenden Menschen. Zum 13. Lenzmond 1358 AD soll eine Horde fremdartig wirkender Menschen mit wilden Zügen, die die Besatzung als Kannibalen identifizierte, das Schiff angegriffen haben. Mit vereinten Kräften konnte der Angriff zwar abgewehrt werden, doch kam es zu schwerwiegenden Verletzungen und Amputationen.