Lyth
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Als Lyth wird ein mythologische Wesen betitelt, welches vor allem in den Geschichten und Legenden der Bewohner des Fahlgebirges vorkommt. Der mit zwei Beinen versehene Fellball lebe zwischen Gesteinsbrocken und sei ein flinker Dieb und Manipulator von Träumen. Die Kreaturen werden manchmal auch mit den Chaoswesen Skrettjahs in Verbindung gebracht.
Beschreibung
Ein Lyth besteht aus einem runden Körper, der einen Durchmesser von etwa sechzig Zentimeter haben soll. Der gesamte Körper ist von wolligem, braunen Fell umgeben und wirkt wie ein rauer Teppich. An der oberen Seite dieses Balls sitzen zwei Aussparungen für die großen, bernsteinfarbenen Augen des Lyths. Auf der Linse soll ein schwarzer Fleck erkennbar sein, der mit dem Alter und der Erfahrung des Lyths größer wird. Jahrhundertealte Exemplare sollen daher sogar gänzlich schwarze Augen haben können und so in der Nacht noch unauffälliger sein. Zwischen dem Augenpaar sitzt ein verkümmertes Nasenloch und darüber eine vorstehende Reihe aus wenigen stumpfen Zähnen. Einen wirklichen Mund hat der Lyth nicht. Historiker gehen daher davon aus, dass die Beschreibungen aufgrund der menschlichen Annahmen zu einer Gesprächs- bzw. Nahrungsaufnahmemöglichkeit im Laufe der Zeit hinzugedichtet wurden und nicht den originalen Annahmen über die Kreaturen entspringt.
Lyths laufen auf zwei am unteren Ende des Körpers sitzenden Armen. Diese sind nur mit einem seichten Fließ bedeckt und verfügen über keine abstehenden Haare. Jeder Arm endet in einem Handgelenk, welches wiederum in vier Greiffinger übergeht. Am Ende jeden mit mehreren Gelenken versehenen Fingers sind scharfe Klauen, die die Lyths dazu nutzen die Träume der Menschen aus ihren Gedanken zu schneiden. Je nach literarischer oder bildlicher Quelle sollen die Kreaturen auch über einen buschigen bis spitzen Schwanz verfügen. Einigkeit hierüber besteht jedoch kaum und wird von Künstler zu Künstler mit deutlichen Unterschieden interpretiert.
Einen festen Lebensraum sollen die Lyths nicht besitzen. Vielmehr treiben sie sich immer in der Nähe menschlicher Siedlungen umher und verbringen die Nächte in Felsspalten oder Gesteinshaufen. Sobald der Mond sich dann über die Dächer erhoben hat und die Dorfbewohner in den Schlaf gesunken sind, kommen sie aus ihren Verstecken heraus. Geschickt dringen sie in die Schlafkammern ein, um sich dort an den Träumen ihrer potenziellen Opfer zu laben. Meistens verstellen sie aus unbekannten Gründen zusätzlich die Möbel der Hausbesitzer. Stellenweise erwähnen die Niederschriften, Erzählungen und Sagen auch, dass die Lyths gerne kleine Andenken aus den Gebäuden mitgehen lassen. Gerade Besteck, Seifenstücke oder Korken seien äußerst beliebt.
Mythologisches
Wer von einem oder gleich mehreren Lyths heimgesucht wird, erlebt meist grausige Träume. Die Wesenheiten zerstückeln die eigenen, gutmütigen Träume und schneiden grauenhafte Erinnerungen und Vorstellungen hinein. Sie laben sich, wenn man den Erzählungen der Dorfältesten trauen schenkt, an den gelebten Emotionen. Gerade wenn die Bewohner nassgeschwitzt vor Schock aufwachen, erleben die Lyths eine Hochphase. Je mehr Emotionen dabei frei werden, desto besser ist es für den Lyth. Insbesondere wenn sie nachhaltig den Menschen mit ihrem Handeln prägen, sollen sie über Jahre bis Jahrzehnte an einem Ort verweilen können. Ganze Familien sollen so schon an einem einzelnen Lyth zu Grunde gegangen sein, wenn dieser jeder einzelnen Person die grauenhaftesten Vorstellungen in der Nacht bereitet hat. Doch selbst kleine Änderungen in den Träumen sollen schon große Verwirrung angestiftet haben. Das Wirken eines Lyths kann daher mit Leichtigkeit Beziehungen zerstören oder ganze Existenzen vernichten.
Es sind nur wenige Heilpraktiken gegen die Kreaturen bekannt. So soll unter anderem das Schlafen unter dem Himmelszelt für einen ganzen Monat von den Quälereien des Lyths bewahren. Außerdem würden von Deyn Cador gesegnete Orte verstärkt gegen die böswilligen Fellbälle wirken. Selbst ein an die Wand genageltes Deynkreuz soll bereits einen gewissen Schutz bringen, doch gerade das aktive Wirken einer Kirche oder gar eines Ordens verhindere das Annähern der Kreaturen an eine Siedlung gänzlich. Abseits dessen hat sich auch das Verbrennen des eigenen Bettes in einer Vollmondnacht als wirkungsvolle Methode zum Vertreiben der Lyths durchgesetzt.