Fangschreckenkrebs

Aus Athalon
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Fangschreckenkrebs in seinem natürlichen Lebensraum

Der Fangschreckenkrebs ist eine Tierart der Wirbellosen Athalons. Er ist eine auf dem Meeresboden des Leändischen Ozeans und Nostrischen Meeres lebende Art der Zehnfußkrebse, die am ehesten zu den Großkrebsen gezählt werden kann. Fangschreckenkrebse sind für ihr wohlschmeckendes Fleisch und ihre kräftige rote Farbprägung bekanntgeworden. Sie werden von Fischern meist versehentlich mitgefangen und können für teils hohe Preise an wohlhabende Abnehmer verkauft werden.

Beschreibung

Die Tierart hat acht kräftige Beine, die entlang des langgestreckten Körpers jeweils parallel zueinander platziert sind. Fangschreckenkrebse verfügen über einen langgestreckten Schwanz mit einer verhärteten Schwanzflosse, die wie der gesamte Körper in einem schützenden Panzer verwachsen ist. Ihr Gesamtgewicht kann bis zu drei- oder vierhundert Gramm bei einer Länge von rund zwanzig bis fünfundzwanzig Zentimetern betragen. An ihrem Kopf sitzen zwei Scherenarme, die zum Ergreifen und Verteidigen genutzt werden. Die Scheren können einzeln und unabhängig voneinander genutzt werden. Besonders das Fleisch der Scheren soll wohlschmeckend sein. Zwei kleinere Mundfühler sowie mehrere Antennenfühler sitzen mittig unter den beiden schwarzen Augen.

Die meisten Exemplare entwickeln eine rote Schalenfarbe. Es gibt jedoch auch einige, wenngleich seltene, Berichte über blaue oder gar grünliche Fangschreckenkrebse. Der Hintergrund der Verfärbung der Lebewesen ist bisher unbekannt und nicht ergründet worden. In ihrem natürlichen Lebensraum der Meeresböden leben sie in aller Regel in kleinen Kolonien ohne feste Zugehörigkeiten zueinander. Fangschreckenkrebse laufen nebeneinander her und ergründen auch dieselben Nahrungsquellen, scheinen jedoch weder ein ausgeprägtes Herdenverhalten noch ein Zusammengehörigkeitsgefühl zu haben. Lediglich zur Paarungszeit kommen sie in Zweckgemeinschaften loser Art zusammen, um Nachwuchs zu zeugen.

Im Laufe ihres Lebens stoßen sie bis zu fünfzig Mal ihren Panzer ab. Zu diesem Zweck schälen sie sich aus ihren feuerroten Schalen und haben dann für mehrere Tage eine Art weiche Lederhaut, die sie unter dem alten Panzer ausgebildet haben. Bei direktem Kontakt mit dem Salzwasser beginnt dieser Panzer sich zu verhärten und die neue, größere sowie besserpassende Form des Fangschreckenkrebses anzunehmen. In dieser Zeit ist der Krebs jedoch deutlich verwundbarer für Angreifer.

Die Nahrung von Fangschreckenkrebsen besteht aus kleineren Arten der Wirbellosen, Muscheln und Aas. Gerade Muscheln können von den Krebsen leicht mit ihren Scheren aufgeknackt werden, um an die Nahrung zu gelangen.

Verhalten

Die sich einzeln verhaltenden und dennoch irgendwie gemeinsam zusammenlebenden Individuen sind als Fressfutter von großen Meeresjägern, aber auch als Speise für den Menschen beliebt. Sie können sich gegen einen Fang von oben kaum verteidigen, verfügen aber ausgesprochen beeindruckend aussehende Verteidigungshaltungen. Dazu strecken sie die hinteren Beine und ihren Schwanz aus und erheben ihren Körper so etwas in das Wasser. Ihre Schere balzen sie vor ihrem Körper auf. Sie klappern und schlagen dann mehrfach gegeneinander, um Geräusche zu erzeugen. Ihre Mundfühler bewegen sich während dieser Haltung abwechselnd auf und ab.

Für den Menschen stellen sie keine besondere Gefahr da, solange man sich nicht gerade mit den Füßen auf dem Meeresgrund bewegt. Dann könnten die Tiere auf die Idee kommen und die Zehen mit ihren scharfen Scheren abzwecken, da sie sie (vor allem die Zehennägel) mit Muscheln verwechseln. Bisher gibt es aber erst zwei bestätigte Zehenverluste durch Fangschreckenkrebse. Beim Ergreifen der Tiere sollte stets von hinten an die Laufbeine gegriffen werden, da sonst ein erhebliches Risiko für den Fingerverlust droht.