Dolch der Fäulnis

Aus Athalon
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Darstellung des Dolches

Der Dolch der Fäulnis soll ein chaotisches Artefakt sein. Er wird als gemeinsames Werk der Dämonen Sahaet und Xol-Badûar angesehen. Er soll um das Jahr 820 AD im Besitz des Heiligen Sorridianischen Reiches gewesen sein, wurde seither aber nicht mehr gesehen. Gerüchteweise soll er sich im Besitz des Gottkönigs befinden, wohingegen andere Stimmen behaupten, dass er verloren gegangen sein soll. Der Dolch der Fäulnis steht gemeinhin für einen unvermeidbaren, leidenden und dahinsiechenden Tod für Träger und Getroffenen.

Darstellung

Die Waffe wird in den wenigen bekannten Aufzeichnungen als rund 35 Zentimeter langes Stichwerkzeug dargestellt. Die Klinge nimmt dabei mit 19 Zentimetern den längeren Teil ein. Das Griffstück umfasst rund elf Zentimeter, der dazwischenstehende Heft mit Parierstange rund 5 Zentimeter. Das Ende des Griffes wird durch ein steinernes bis metallenes Endstück eingerahmt, welches an eine herabgesenkte Krone erinnert. Der Griff soll aus fleischigem oder menschlichen Leder mit roter Farbe umwickelt sein. Es geht nahtlos in die verzierte Parierstange voller kleiner Symboliken der beiden Dämonen über. Im Kern dieses Bereiches steht ein ovales Symbol, welches sich nach einem verübten Schlag rot-grünlich verfärben soll. Die äußerst scharfe Klinge bestehe aus einem dem gewöhnlichen Stahl ähnlichem Material, weist aber eine deutlich größere Härte auf. Der Dolch der Fäulnis soll nicht abstumpfen können und ebenso wenig durch andere Materialien beschädigt werden können.

In der überwiegenden Zahl der Darstellungen wird er mit herabtropfendem Blut dargestellt.

Funktionsweise

Das Verwunden eines Lebewesens mit dem Dolch soll eine schwere Krankheit auslösen, die sich von der Wundstelle her ausbreitet. Wurde der Dolch bis zu seiner Parierstange in den Körper des getroffenen Wesens gestoßen, soll sogleich ein fieberhafter Wahnzustand einsetzen. Die Krankheit lähmt zunächst die Gliedmaßen der Betroffenen und lässt die Vitalfunktionen überreagieren. Aus allen Körperöffnungen werden sämtliche Körperflüssigkeiten und teilweise sogar die eigenen Organe ausgeschieden. Unendliche Schmerzen und Leiden sollen für grausame Erlebnisse sorgen. Im Körperinneren wachsen zeitgleich das Gewebe zerfressende Maden innerhalb weniger Stunden heran, welche den Tod der Betroffenen in der Regel ausgelöst haben sollen. Eine Heilung oder Linderung der Leiden nach einem Treffer mit dem Dolch der Fäulnis gilt als ausgeschlossen. Die Krankheit gilt bei Körperkontakt als ansteckend.

Für den Träger stellt der Dolch der Fäulnis jedoch auch eine große Gefahr dar. Zwar deutlich langsamer, doch ebenso schrecklich setzt sich die Krankheit der Waffe auf im Träger nieder. Zusätzlich soll nach dem ersten Treffer mit dem Dolch keine Möglichkeit mehr bestehen, dass der Dolch abgelegt wird. Das Leder am Griff soll mit der Haut des Tragenden verschmelzen und sich selbst bei einem Versuch des Abtrennens der betreffenden Hand bis hin zum Körper ausweiten. Eine genaue Untersuchung wie lange ein menschlicher Nutzer die Waffe nutzen kann, wurde nie aufgezeichnet. Vermutungen von kirchlichen Forschenden deuten auf mehrere Stunden bis Wochen hin.

Verbleib

Der Verbleib des Dolches ist ungeklärt. Zeitweise soll er im Besitz des sorridianischen Gottkönigs gewesen sein, wurde dort aber seit mehreren Jahrhunderten nicht mehr der Öffentlichkeit präsentiert. Anfragen zum Artefakt bleiben unbeantwortet und werden innerhalb Sorridias stellenweise sogar mit Haftstrafen geahndet. Mancherorts wird davon ausgegangen, dass der Dolch verloren gegangen sein könnte oder gar absichtlich an einen den Menschen nicht zugänglichen Ort verbracht wurde, um das verheerende Potenzial der Waffe zu verbannen.