Reichsstadt Schwarzwasser

Aus Athalon
Version vom 14. April 2020, 12:30 Uhr von Seb (Diskussion | Beiträge) (Militärische Aspekte ergänzt.)
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Schwarzwasser
Wappen.png
Name Schwarzwasser
Bewohner ca. 53.000
Regentschaft Dalleras von Dunkelfluss
Garnisonen Schwarzwache (Stadtwache), Teile der 3. Flotte Tasperins
Tempel Mehrere zentrale Kirchen und Kapellen der Silvanischen Kirche
Wirtschaft Forschung und Handel
Besonderheiten Hauptstadt der Provinz Fahlstrad
Stimmung gegensätzlich, magisch geprägt und widersprüchlich


Die Reichsstadt Schwarzwasser liegt im Nordwesten der kaiserlichen Monarchie Tasperin und ist die Hauptstadt des Herzogtums Fahlstrad. Die Stadt ist besonders bekannt für die Akademie von Schwarzwasser, welche sich im Herzen der Stadt befindet. Namensgebend für die Stadt und die dazu gehörige Umgebung ist der gleichnamige Sumpflandschaft, die Schwarzwässer, welche sich auch durch das gesamte Stadtgebiet zieht. Die langen, engen Kanäle mit dem sumpfigen Wasser prägen das Stadtbild von Schwarzwasser und sind für den markanten Geruch innerhalb der Außenbezirke verantwortlich. Durch den Sumpf laufen mehrere große Pfahlstraßen, auf denen der gesamte Warenverkehr ins Innere Tasperins entlanglaufen muss. Innerhalb des Sumpfes ist eine lebhafte und zeitweilig gefährliche Tier- und Pflanzenwelt beheimatet.


Allgemeines

Schwarzwasser ist zwar die Hauptstadt einer der sechs Provinzen Tasperins, wurde aufgrund ihrer wichtigen Position vom Kaiser aber zur Reichsstadt ernannt, um die herausgehobene Position innerhalb der Monarchie zu signalisieren. Da die Verwaltung der Stadt aber ein zu großer Aufwand für den Kaiser selbst wäre, ließ er das Adelsgeschlecht „von Dunkelfluss“ nach dem Aufstieg zur Reichsstadt in ihrer bisherigen Führungsrolle bestehen. Das Adelsgeschlecht dient damit dem Kaiser mit der Herrschaft über die Stadt. Sie sprechen das Recht, überwachen Bauprojekte, und sorgen sich um alle anderen Angelegenheiten, insbesondere auch hinsichtlich der Akademie von Schwarzwasser.

Mit über 50.000 Einwohnern zählt Schwarzwasser auch zu einer der größten Städte des Landes, genießt aber im Gegensatz zu anderen sicheren oder wohlhabenden Städten einen eher zweifelhaften Ruf. Durch die über die Grenzen des Landes hinaus bekannte Akademie der Magier ist die Stadt ein Schmelztiegel für zahlreiche Gelehrte unterschiedlichster Bereiche und noch vielen mehr, die zu eben jenen werden wollen. Neben der Akademie, und auch durch ihren Einfluss, haben sich weitere Lehranstalten und Forschungsinstitute rund um den Stadtkern angesammelt, die jedwede Wissenschaft anerkennen, ausführen und vertiefen wollen. Es hält sich dadurch jedoch auch das Gerücht, dass die Versuche vermeidlicher Gelehrter so einiges an Unheil über die Stadt bringen oder Bürger in Mitleidenschaft ziehen.

Die Bevölkerung der Stadt ist Neuem gegenüber nicht abgeneigt, und nicht wenige verdienen sich ihr Geld dadurch, dass sie irgendwelche Arbeiten verrichten die mit einer der Akademien der Stadt zu tun haben.

Das Stadtbild Schwarzwassers kann wohl als eines der gegensätzlichsten Tasperins gedeutet werden. Während in den Hafengebieten die Armen und Unterschichtler hausen, wohnen ein Stück weit landeinwärts von der Küste weg die Bürger innerhalb der geschützten Wehranlagen zwischen den Dutzenden stinkenden Kanälen mit teerhaltigem Wasser, welche die Stadt durchziehen. Mithilfe der Kanäle wird, sofern man den widerwärtigen Geruch ertragen kann, nicht nur Ware transportiert, sondern auch so manch unliebsamer Gegenstand oder gar Mensch zum Verschwinden gebracht. Die Bürgerviertel sind nicht wirklich sauber und durch den verwinkelten Stadtbau gibt es überall dunkle Gassen und Ecken, während das Gebiet des Adels und der Großbürger einem planmäßig angelegten Wohnviertel entspricht. Von allen Stadtteilen aus sichtbar ist die Akademie der Magier von Schwarzwasser mit ihren zahlreichen Türmen, welche der Stadt ihre ganz eigene Silhouette verleiht. Die durchaus prachtvollen Gebäude stechen aus der Masse der sonst eher trüben und verkommenen Stadt, was besonders den Armen der Stadt übel aufstößt.

Militär

Das Militär in Schwarzwasser ist eine sehr skurrile Sache. Zum einen hat die Reichsstadt Schwarzwasser den drittgrößten Marinehafen Tasperins, in dem ein Teil der kaiserlichen Flotte liegt, somit auch entsprechend starke Militärpräsenz, diese allerdings ausschließlich was die Marine angeht. Schwarzwasser selber hat keine Garnison in dem herkömmlichen Sinne. Die reicheren Viertel Schwarzwassers werden von den privaten Soldaten der Familie Dunkelfluss gesichert, während die bürgerlichen Viertel von der sogenannten Schwarzwache kontrolliert werden, eine Söldnertruppe, die ausschließlich von der Magierakademie Schwarzwassers finanziert wird. Dies ist als Abmachung zwischen der Familie Dunkelfluss und den Magiern der Magierakademie abgeschlossen worden. Im Gegenzug dazu erhalten die Magier der Akademie erweiterte Bürgerrechte, ohne dafür getauft werden zu müssen wie normalerweise üblich. Die ärmeren Viertel außerhalb der Stadtmauer werden anders gehandhabt. Dort gilt, dass jeder, der mit ausreichend Beweismitteln einen Missetäter vor das Gericht führen kann, von der Magierakademie eine gewisse Summe Geld bezahlt bekommt, je nach Dichte der Beweise und nach Schwere des Vergehens. Dadurch herrscht dort eine sehr barbarische Athmosphäre, da jeder ohne weitere Einschränkungen legitimerweise eine Waffe in die Hand nehmen und dort für "Recht und Ordnung" sorgen darf und kann. Die Viertel außerhalb der Mauer sind daher in verschiedene Bereiche eingeteilt, die jeweils von einer Söldnertruppe bewacht und kontrolliert werden, die nicht selten dafür auch Abgaben von den Bewohnern verlangt.

Die Akademie von Schwarzwasser

Die Akademie von Schwarzwasser ist wohl die bekannteste Akademie der ganzen westlichen Welt, und vereint überwiegend die Bereiche der Magie und Alchemie, sowie gewisse Aspekte der Technik, in sich. Auf einem für leändrische Verhältnisse gigantischem Gelände gibt es dutzende Gebäude für die unterschiedlichsten Fachbereiche und Nutzungen.

Die Magier der Akademien sind verpflichtet sich an den Codex Ars Magicka zu halten, um ihre Forschungen ausführen dürfen. Zusätzlich müssen sie ein Symbol der Akademie offen und gut sichtbar tragen, damit sie für Jedermann erkennbar sind. Die Silvanische Kirche Tasperins übt, gemeinsam mit dem herrschenden Adelshaus, die Kontrolle über die Akademie von Schwarzwasser aus und ahndet jeden Verstoß mit harter Strenge.

Geschichte

Schwarzwasser wurde vor mehreren Jahrhunderten von umherziehenden Fahlstradern gegründet, die sich dazu entschieden sich in der fruchtbaren und schiffbaren Nähe des Meeres niederzulassen. In der Nähe liegt zudem die Mündung des wichtigsten Flusses der Monarchie, der Prage. Schnell entwickelte sich die kleine Siedlung zu einem Dreh und Angelpunkt im Seehandel an der Leändrischen Küste, und als eine der wenigen Siedlungen wurde Schwarzwasser von der sorridianischen Inquisition größtenteils verschont. Nachdem Tasperin aus den Trümmern der sorridianischen Feldzüge hervorging entschied man sich dazu eine Akademie für die nun geduldeten Magier zu errichten, welche ihren Sitz in Schwarzwasser haben sollte. Die damit einhergehende Popularität steigerte auch das Wachstum der Stadt, unterschiedlichste Leute siedelten sich hier an und die Stadt wuchs bis auf ihre heutige Größe heran.

Religion und Magie

In einer Stadt, in der Magie beinahe eine Selbstverständlichkeit ist, ist natürlich auch die Religion ein Thema. Die silvanische Kirche ist immer wieder in Auseinandersetzungen mit der Obrigkeit verwickelt und versucht die Bürger der Stadt auf ihre Seite zu ziehen um sich selbst den Rücken zu stärken. Um dies zu erreichen versucht sie dem einfachen Bürgerturm das Lesen beizubringen, verschenkt in großzügigem Rahmen Nahrung und veranstaltet regelmäßig Feste um Deyn Cador zu huldigen. Auf Seiten der Silvanischen Kirche steht zudem die Akademie von Weißenstein, das Gegenstück zur Akademie von Schwarzwasser, die unter enger kirchlicher Aufsicht und Führung magische Forschung betreiben dürfen.