Pyrflados
Pyrflados ist eine traditionelle Spezialität aus Nostrien, die hauptsächlich in der ärmeren, bürgerlichen Bevölkerungsschicht beliebt ist. Durch seine einfachen Zutaten und Herstellungsweise gilt sie als eine klassische Bauernmahlzeit. Im Volksmund wird das Gericht auch einfach nur als Pyr abgekürzt. Unter der einfachen Bevölkerung gilt es als eines der beliebtesten nostrischen Gerichte. Von der Oberschicht wird die Pyrflados jedoch eher belächelt und findet keinen Zugang in die Speisezimmer.
Zubereitung
Die Grundlage der Pyrflados besteht aus einem teigigen Grundgerüst, das von der Rezeptur auf der klassischen, nostrischen Pita basiert. Hergestellt wird der Teig aus feinem Mehl, Wasser, Salz und Hefe. Manche Nostrier geben manchmal auch einen Schuss Olivenöl zum Teig hinzu. Der Teig wird glatt geknetet und zwei bis drei Tage an einem kühlen Ort gehen gelassen. Dabei entwickelt der Teig eine große Elastizität und Struktur. Der Teig wird dann in einzelne Kugeln geformt und auf Spannung gebracht und noch einige Stunden in der Stückgare gehen gelassen.
Bei der Zubereitung wird die Teigkugel zu einer runden Teigscheibe von innen nach außen ausgeknetet. Dabei wird vorsichtig und behutsam geknetet, damit die gesammelte Luft im Teig in den Rand der Scheibe gedrückt wird und so einen fluffigen und luftigen Rand nach dem Backvorgang bildet.
Die klassische und herkömmliche Pyrflados wird mit einer Mischung aus Öl und Schweinefett großflächig im Innenraum bestrichen. Dann kann das Teigprodukt mit den verschiedensten Zutaten belegt werden. Im klassischen Sinne des Gerichts werden die Zutaten verwendet, die aktuell verfügbar sind. So dient es auch als praktisches Gericht zur Resteverwertung. Gerne belegt man in Nostrien die Pyrflados mit Zwiebeln, Pilzen, Kapern, Schafskäse oder Oliven. In den Küstenregionen isst man das Gericht auch gerne mit Fisch wie zum Beispiel Sardellen oder Thunfisch. Abgerundet wird es dann mit klassischen, nostrischen Gewürzen.
Wenn die Pyrflados entsprechend belegt worden ist, wird sie in einem heißen Ofen ausgebacken. Im traditionellen Sinne nutzen die Nostrier dafür einen Lehm- oder Steinofen mit einem kuppelförmigen Dach, wie man ihn dort auch gerne zum Brotbacken nutzt. Dadurch können sich die Flammen gleichmäßig über das gesamte Ofendach verbreiten und eine ausgeglichene, hohe Hitze erzeugen. Bei optimaler Temperatur braucht der Backvorgang lediglich 60 bis 90 Sekunden. Bei längerem Backen kann es zu einem sehr trockenen oder verbrannten Endergebnis kommen.
Varianten
Da die Pyrflados frei belegt und gestaltet werden kann, gibt es unzählige Varianten des Gerichts und sie variiert auch je nach Region und Verfügbarkeit der Zutaten.
- Maritime Variante: Gerade in den maritimen Gebieten Nostriens gibt es einige Unterschiede beim Belag der Teigscheibe. Neben reichlich genutzten Meeresfrüchten wird als Soße auch eine klassische, nostrische Fischsauce namens Garum genutzt. Dadurch erhält die Pyrflados einen größeren Umamigeschmack.
- Gefaltete Pyrflados: Eine Variante der Pyrflados, die laut Überlieferungen von Viehhirten und Bauern erfunden worden sein soll. Vor dem Backvorgang wird die Teigscheibe einmal mittig übereinander gefaltet, wodurch eine Halbmondform entsteht. Dadurch hat man eine knusprige Teigtasche mit einem luftigen und saftigen Innenleben. So ist die Pyrflados besser zu transportieren und kann für einen langen Arbeitstag auf der Weide oder dem Feld mitgenommen werden.
- Tomaten-Pyrflados: Durch die größere Verbreitung der Tomate hat das Gemüse auch Einzug in die Zubereitung der Pyrflados gefunden. Dabei wird die Tomate entweder zu einer Soße verarbeitet und statt des Schweinefetts verwendet oder in getrockneter Form als Belag eingesetzt. Diese Variation der Pyrflados ist jedoch bisher weniger verbreitet.