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	<title>Athalon - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://wiki.athalon.de/index.php?title=Le_Tiull%C3%A9&amp;diff=11735</id>
		<title>Le Tiullé</title>
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		<updated>2023-12-16T16:11:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hisoka: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Baustelle}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Stadt&lt;br /&gt;
|Name=Le Tiullé&lt;br /&gt;
|Wappen=[[Datei:Wappen.png|200px]]&lt;br /&gt;
|Bewohner=35.900 Einwohner&lt;br /&gt;
|Regentschaft=Barone Gérard de Vaganay&lt;br /&gt;
|Garnisonen=Stadtwache, [[Sorridianisches Heer]]&lt;br /&gt;
|Tempel=[[Deyn Cador|Deynismus]] ([[Sorridianische Kirche]])&lt;br /&gt;
|Wirtschaft=Landwirtschaft, Transport&lt;br /&gt;
|Besonderheiten=Getreidekammer&lt;br /&gt;
|Stimmung=Fruchtbar und fruchtvoll&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Le Tiullé ist ein landwirtschaftliches Zentrum der Region [[Caldagro]] des [[Königreich Sorridia|Königreichs Sorridia]]. Sie ging bei der Annektierung des [[Fallicer Bund|fallicischen]] Herzogtums nach Sorridia über und ist mittlerweile Teil des Herzogtums Gramentís. Eingesetzter Regent ist ein in den sorridianischen Adelsstand erhobener ehemaliger fallicischer Kaufmann, der die Wirren des fallicischen Bürgerkrieges sogar mit Profit überstanden haben und die Gunst des [[Gottkönige Sorridias|Gottkönigs]] erlangt haben soll. Le Tiullé ist stellenweise noch immer von Truppen des [[Sorridianisches Heer|Sorridianischen Heeres]] besetzt, nachdem diese die Stadt frühzeitig befriedet und vor schlimmeren Verwüstungen bewahrt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geographie==&lt;br /&gt;
[[Datei:Le Tiullé2.png|thumb|right|450px|Getreidefelder bei Le Tiullé]]&lt;br /&gt;
Mit ihrer Lage zwischen den beiden Flüssen [[Siouenne]] und [[Larné]], ist das Land um Le Tiullé schon lange als eine der fruchtbarsten Regionen auf dem [[Leändrien|Leändischen Kontinent]] bekannt. Vormals war sie auch als Tiuloise-Ebene bekannt, welche sich durch den größten Landstrich in dem vormaligen Königreich ohne Berge, Hügel oder Wälder auszeichnete. Die Stadt selbst ist von dieser Ebene komplett umschlossen. Die Küste zum [[Leändischer Ozean|Leändischen Ozean]], in welchen auch der Fluss Siouenne mündet ist die kürzeste Verbindung der Stadt zur hohen See. Die gesamte Ebene, welche die Stadt umgibt, ist mit Weizenfeldern eingedeckt. Die vereinzelten Dörfer, welche sich aus den goldenen Weiten hervorheben sind aus einfachem Holz und Stroh errichtet. Trotz ihrer Schlichtheit und Einfachheit, vermitteln sie weniger einen ärmlichen oder trüben Eindruck, sondern harmonieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Noch vor den großen Imperien der Welt war die Tiuloise-Ebene eine Geburtsstätte der Zivilisation. Früh begannen die [[Menschenvolk|Leändrier]] hier das Land zu kultivieren, die ersten Aufzeichnungen finden sich hierzu im Jahre [[Chronologica|15000 AC]]. Durch seine natürlichen Barrieren blieb das Land oft von den Auswirkungen der Kriege verschont, wodurch sich die Stadt als Kornkammer des Westens, im damaligen [[Königreich Sorridia|Sorridianischen Kaiserreichs]], etablierte. Während des [[Sorridianischer Bürgerkrieg|Sorridianischen Bürgerkrieges]] schaffte die Stadt es erfolgreich den Status Quo aufrecht zu erhalten. Als sich [[Chronologica#1300_-_1350_AD|1341 AD]] Das [[Fallicer Bund|Königreich Fallice]] von Sorridia loslöste wurde die Stadt Hauptstadt des Herzogtums Tiuloise. Während des fallicischen Unabhängigkeits- und Bürgerkriegs von [[Chronologica#1350_AD|1354 bis 1359 AD]] wurde die Stadt kaum von den Auswirkungen dieses beeinträchtigt. Mit dem Ende des Bürgerkrieges und der [[Partition von Fallice]], wurde die Stadt ohne größeren Wiederstand wieder in das Königreich Sorridia integriert. Auch wenn die Unruhen nicht lange zurückliegen, hat sich die Stadt schnell an ihre neue Position als Großstadt im Herzogtum Graméntis der [[Caldagro|Region Caldagro]] im [[Königreich Sorridia]] gewöhnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Politik und Wirtschaft==&lt;br /&gt;
[[Datei:Le Tiullé1.jpg|thumb|right|450px|Arbeiter auf den Feldern]]&lt;br /&gt;
Die Politik der Stadt hat sich durch ihren Konformismus bewiesen. Selten hat die Stadt oder Regierung sich den Kräften der Obrigkeit entgegengestellt um so ihre Bevölkerung und Besitztümer zu schützen. Auch wenn der Großteil der Bewohner weder lesen noch schreiben können, so sagt man dass die Führungsebene der Stadt zu einer der gebildetsten und klügsten ganz Leändriens zählen. Gerade das Reagieren auf Krisen hat immer wieder gezeigt, dass die Herrscherfamilien der Stadt wissen wie man den eigenen Verlust so gering wie möglich hält. Die Agrarwirtschaft ist der größte Wirtschaftszweig der Stadt. Durch die schier endlosen Weizenfelder ist Le Tiullé die wichtigste Stadt was den Handel mit Nahrung im Westen Sorridias betrifft. Die Kontrolle über die Felder werden von regionalen Baronen gehalten, welche jedoch ihre Abgaben an die Zentrale Macht der Stadt zu entrichten haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gesellschaft und Kultur==&lt;br /&gt;
Die Gesellschaftsschichten der Stadt sind sehr unausgewogen. Es gibt einen großen Anteil von Bauern und Viehzüchtern, kaum Handwerker und einige wenige Adelige, welche das Machtverteilung der Stadt handhaben. Auch wenn die Stadt auf eine lange Geschichte zurückblicken kann, so haben sich nie lange anhaltende Traditionen entwickelt. Die Bevölkerung wird durch aufkommende Trends und kleinere Reformen auf trab gehalten. Durch die näher zu den Nationen [[Vereinigte Provinzen von Silventrum|Silventrum]], [[Königreich Weidtland|Weidtland]] und [[Kaiserliche Monarchie Tasperin|Tasperin]] hat sich eine große Entwicklung in Richtung der [[Silvanische Kirche|Silvanischen Kirche]] entwickelt, welche ihre Gebete besonders der [[Hl. Stephanie|Heiligen Stephanie]] zukommen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt]][[Kategorie:Königreich Sorridia]][[Kategorie:Herkunft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hisoka</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.athalon.de/index.php?title=Kaiserliche_Monarchie_Tasperin&amp;diff=11455</id>
		<title>Kaiserliche Monarchie Tasperin</title>
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		<updated>2023-12-08T18:54:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hisoka: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Staat&lt;br /&gt;
|Name=Kaiserliche Monarchie Tasperin&lt;br /&gt;
|Wappen=[[Datei:Flagge Wappen Tasperin2020 2.png|400px]]&lt;br /&gt;
|Titel=Expansionistisches Kaiserreich&lt;br /&gt;
|Hauptstadt=[[Reichsstadt Carviel|Carviel]] (96.350 Einwohner)&lt;br /&gt;
|Wichtige Städte=[[Reichsstadt Schwarzwasser|Schwarzwasser]], [[Linnigh]], Auenthal&lt;br /&gt;
|Herrscher=[[Familie_von_Severius#Kaiser Cadorian I.|Kaiser Cadorian I.]]&lt;br /&gt;
|Herrschaftsform=Kaiserliche Monarchie&lt;br /&gt;
|Demonym=Tasperiner&lt;br /&gt;
|Adjektiv=Tasperin&lt;br /&gt;
|Völker=Mittländer&lt;br /&gt;
|Sprachen=[[Sprachen|Tasperin]]&lt;br /&gt;
|Religion=[[Deyn Cador|Deynismus]] ([[Silvanische Kirche]])&lt;br /&gt;
||Karte=&lt;br /&gt;
[[Datei:Leändrien2022 Tasperin.png|350px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Kaiserliche Monarchie Tasperin''' ist einer der ältesten, einflussreichsten und mächtigsten Staaten Leändriens. Seine Bürger zeichnen sich durch Unerschütterlichkeit, Expansionsdrang und dem stetigen Wunsch nach Neuem aus. Tasperins reiche Geschichte, seine tiefen Wurzeln in den anderen Nationen Westleändriens und der Vorstoß zur Nutzung der Magie schufen über den Lauf der Zeit vom Fahlgebirge über die [[Prage]] bis zu den Sümpfen [[Reichsstadt Schwarzwasser|Schwarzwassers]] eine einzigartige Nation. Bewohner Tasperins sind so weit über die bekannte Welt verstreut, dass ihre [[Sprachen#Tasperin|Sprache]] die Verkehrssprache der Welt von Athalon geworden ist. Trotz ihrer Weltgewandheit blicken die Tasperiner stets stolz auf ihre Heimat zurück und versuchen das Beste im Namen der Nation zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tasperin Topografisch 2021.jpg|600px|center|thumb|Kaiserliche Monarchie Tasperin - Topografische Karte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Datei:Tasperin1.png|thumb|right|450px|Festung an der Prage]]&lt;br /&gt;
Das heutige Kaiserreich Tasperins entstammt ursprünglich ersten Kolonien und Siedlungsbewegungen des [[Königreich Sorridia|Heiligen Sorridianischen Reiches]]. Die üppigen Felder und reichen Fischgründe der Herzlande und Kornfalls zogen früh viele Bauern- und Siedlerfamilien an, die ihre alte Heimat verließen und das neue Gebiet auf der Suche nach Ackerfläche und Aufstiegsmöglichkeiten für sich beanspruchten. Unter harter sorridianischer Führung sowie großem Einfluss des Gottkaisers gediehen mehrere Jahrhunderte lang die Siedlungen, welche erstmalig um [[Chronologica|500 AD]] mehr eigenen Einfluss anstrebten. Sorridia gewährte diesen Einfluss und ernannte zeitnah lokale Adlige aus den Schichten der reichen Kaufleute, die nunmehr die Geschicke des immer mehr expandierenden Tasperins lenken sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 764 AD rief Johann von Silvarsteed das unabhängige Tasperin mit seinem Geschlecht als Königshaus in der neuen Hauptstadt [[Reichsstadt Carviel|Carviel]] aus. Von diesem Zeitpunkt an sollte die Königliche Monarchie Tasperin ein eigenständiger Staat sein, unabhängig vom ehemaligen Kolonialherren Sorridia. Wachsende wirtschaftliche Beziehungen mit seinen kleinen und großen Nachbarn ließen das Land weiter erstarken, während es sich seinen Platz in der Welt verdiente. Mit der neu gewonnenen Eigenverantwortung und mehr Einfluss in [[Leändrien]] manifestierten sich jedoch auch mehr innere und äußere Konflikte. Sei es zwischen den einzelnen Adligen um ihre Hoheitsgebiete, zwischen den Bauern um die Größe ihrer Felder oder auch mit den Nachbarstaaten, insbesondere Sorridia, über die Grenzverläufe; König Silvarsteed und seine Anhänger hatten alle Hände voll zu tun und konnten dennoch nicht ansatzweise alle Herausforderungen bewältigen. Über eine lange Zeit wurde sogar versucht diese Konflikte auszusitzen, ohne eine feste Lösung für die entstandenen Probleme zu finden. Über Jahrhunderte ging dies dank dem ausfstrebenden Gesamtgeschehen des Landes gut und der Großteil der Bevölkerung profitierte von schnell herbeigeschriebenen Zwischenlösungen und halbgaren Kompromissen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immerhin erst sechshundert Jahre später arteten die immer mehr ausartenden Grenzkonflikte zu kleineren, militärischen Scharmützeln an den faktischen Grenzverläufen im Süden der als Ährenkammer des Landes bekannten Provinz Kornfall aus. Das Königshaus der Silvarsteed rief daher [[Chronologica|1337 AD]] zu einem Krieg gegen den Erzfeind und vorigen Mutterstaat Sorridia auf, dem ausnahmslos alle Fürstenhäuser folgten. In einem drei Jahre währenden Krieg erlitten beide Seiten schwere Verluste ohne wirkliche Ergebnisse zu erzielen. Der Grenzverlauf verschob sich nur wenig zugunsten Tasperins. Das Heilige Sorridianische wurde dabei jedoch in einen blutigen Bürgerkrieg gestürzt und zerbrach letztlich. Immerhin führte der offene Angriffskrieg so zu einer massiven Schwächung des Erzrivalen und letztlich auch zur Gründung von [[Königreich Fallice|Fallice]] und [[Königreich Patrien|Patrien]].&lt;br /&gt;
[[Datei:TasperinStadt1.png|thumb|right|450px|Kleinstadt Tasperins]]&lt;br /&gt;
Kurz nach Ende des verheerenden und ressourcenverzehrenden Krieges initiierte der Hochadlige [[Familie_von_Severius|Cadorian von Severius]] [[Chronologica|1340 AD]] einen Putsch zur Machtergreifung. Nach einem zweitägigen blutigen Gefecht innerhalb der Festung des Königshauses ging er schließlich als Sieger hervor, indem er den Kopf des kriegslustigen Königs eigenhändig vor das Tor trug und der davor wartenden Bevölkerung Carviels präsentierte. Er proklamierte sich selbst als Kaiser des neuen Kaiserreiches und erklärte die [[Silvanische Kirche]] zur Staatsreligion Tasperins, um mithilfe [[Deyn Cador|Deyn Cadors]] und seiner [[Orden]] die Einigkeit in das Land zurückzubringen. Kaiser Cadorian übertrug der Silvanischen Kirche, wie auch seinen neuen Fürsten und Grafen, Land und Macht. Mithilfe seiner neuen Gefolgschaft machte er sich persönlich an die Beseitigung der bereits zu lange währenden Konflikte. Viele konnten tatsächlich gelöst werden, doch führte sein radikaler Kurs auch zu neuen, großen Umbrüchen und stellenweise enormer Unzufriedenheit bei seinen Gegnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1342 stand Tasperin dem [[Erzbistum Kurmark|Solaner Ordensstaat]] rettend bei, nachdem dieser im gemeinsamen Krieg mit Riedland gegen die [[Haldarische Stammesländer|Vereinigten Stämme Haldars]] beinahe erobert wurde. Tasperin half dem Ordensstaat beim Wiederaufbau und schützte ihn kurzzeitig vor weiteren Aggressionen, ehe er schließlich als Kurmark im Jahre 1343 zum untergebenen Vasall unter Kaiser Cadorian ernannt wurde. Damit gehörte die Kurmark zum Kaiserreich und unterstand als Mark direkt [[Familie von Severius|Kaiser Cadorian]], behielt aber das Privileg der eigenen Gesetzsprechung. Im Gegenzug für den militärischen Schutz und die Sonderprivilegien gewährte die Kurmark die Unterstützung durch die [[Solaner Orden|Sôlaner Ordensritter]] als persönliche Garde für die Kaiserfamilie. &lt;br /&gt;
Schon 1344 jedoch entließ der Kaiser das Erzbistum in ein Verhältnis des freien Vasallentums, um den Machtbestrebungen zur Verbreitung des Silvanischen Deynismus durch die Ordensritter der Kurmark nicht im Wege zu stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls im Jahr 1344 spalteten sich einige vorherige Provinzen Tasperins unter der Führung [[Hendrik von Silventrum|Hendrik von Silventrums]] vom Kaiserhaus ab und gründeten die [[Vereinigte Provinzen von Silventrum|Vereinigten Provinzen von Silventrum]]. Heute sind diese einstigen aufrührenden Provinzen in Form eines eigenen Staates wohlmöglich enger an Tasperin gebunden, als je zuvor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren danach versuchten die Tasperiner ihren weiterhin vom Krieg versehrten Süden wieder aufzubauen und die eigenen wirtschaftlichen Beziehungen zum Rest der Welt erstarken zu lassen. Insbesondere der Wettkampf in den neuen Kolonien, in den Unbekannten Landen, wie auch auf [[Totonia]], erreicht immer wieder neue, völlig ungeahnte Höhen. Die Expansionsfortschritte und auch die Stärkung der eigenen Wirtschaft wurde durch einen extremen wirtschaftlichen Kurs ohne Rücksicht auf Verluste beinahe beflügelt. Erst der [[Vertrag von Corastella]] wirkte als kurzfristiger Einschnitt in den Tasperiner Imperialismus, selbst wenn er ihn nicht ansatzweise zu stoppen vermochte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[Chronologica|1356 AD]] besetzen die Truppen des [[Tasperiner Heer|Tasperiner Heeres]] das nordöstliche Herzogtum des seinen eigenen Unruhen verfallenden [[Königreich Fallice|Königreichs Fallice]]. Das Herzogtum Wyllion wurde drei Jahre später offiziell nach dem Niedergang des Königreichs als Provinz Tasperins in das Kaiserreich integriert. Die Provinzhauptstadt Noymont wurde durch die Hilfe einiger Heeresbrigaden zu einer Festung ausgebaut. An der neuen Grenze zu den Sorridia zugefallenen Gebieten investierte der Kaiser Unmengen an Ressourcen und [[Währung|Münzen]] in die Grenzüberwachung und -befestigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Land==&lt;br /&gt;
[[Datei:TasperinDorf1.png|thumb|right|450px|Typisches Dorf auf dem Tasperiner Land]]&lt;br /&gt;
Die Kaiserliche Monarchie Tasperin erstreckt sich von den Küsten des [[Leändischer Ozean|Leändischen Ozeans]] im Westen bis hin zum [[Nördliches Fahlgebirge|Fahlgebirge]] im Osten, von seiner nördlichen Grenze zu [[Königreich Haldar|Haldar]] am Nebelmeer bis hin zum südlichen Wyrzgebirge in der Provinz Kornfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei bietet Tasperin landschaftlich beeindruckende und wechselnde Regionen. So sind die Flachländer Kornfalls für ihre ewigen Felder auf sich bis zum Horizont erstreckenden Hügeln bekannt, die nur hin und wieder durch Flüsse, wie der [[Prage]], gestört werden. Rund um die Kornkammer des Landes, [[Linnigh]], liegen unzählige Gehöfte, Viehzuchten und Betriebe, die ein annähernd mediterranes Klima nutzen, um den Rest des Landes mit Nahrung zu versorgen. Auch die [[Thalersche Seenplatte]] mit dem abfließenden [[Thalschritt]] offenbart einen herrlichen Anblick voller lieblicher Dorflandschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je weiter man den Ausläufern des Fahlgebirges gen Osten folgt, desto näher kommt man dem längsten Gebirgszug der bekannten Welt. Entlang der gesamten östlichen Grenze Tasperins zu den Steppenlanden verlaufen die riesigen Berghänge, in dessen Tälern kleine Dörfer und liebliche Bergsiedlungen zu finden sind. Das [[Nördliches Fahlgebirge|Nördliche]] wie auch das [[Südliches Fahlgebirge|Südliche Fahlgebirge]] bieten seit jeher einen natürlichen Schutzwall vor dem Rest des Kontinents, wenngleich die karge Region wirtschaftlich einzig und allein als Bergbaugebiet taugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nordosten Tasperins, vollständig eingenommen von der Provinz Fahlstrad um Schwarzwasser, ist ein einziges Sumpf- und Marschland. Ewige Wege des Wassers und dutzende Holzbohlenwege verbinden hier anstelle von Straßen die kleineren Orte miteinander. Das tiefe, düstere und von einer moorartigen Pflanzenwelt geprägte Gebiet wird trotz der landwirtschaftlichen Unbrauchbarkeit weitgehend bewohnt. Insbesondere die reichhaltigen Torf- oder Pechflächen dienen den Menschen als Lebensunterhalt. Im Herzen dieser dunklen Landschaft liegt [[Reichsstadt Schwarzwasser|Schwarzwasser]], die Stadt in der sich Ober- und Unterschicht so deutlich voneinander trennen, wie wohl nirgendwo anders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zentrum Tasperins sticht insbesondere das eindrucksvolle [[Kaphatgebirge]] heraus, dessen umliegende Dörfer lange Zeit als Zentrum der tasperinischen Kriegs- und Metallindustrie galten. Auch heute werden noch Edelmetalle aus den Gebirgen geschürft, um diese dann zu den fortschrittlichsten Werkzeugen und experimentellen Waffensystemen des Kaiserreichs zu fertigen. An seinen Ausläufern befindet sich der [[Rostsee]], welcher von der [[Eisenschnelle]] und dem [[Ekkener Flüssle]] gespeist wird.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen den reichen Äckern, ewigen Forstlandschaften und Flüssen der Herzlande und der Bühlmark erheben sich immer häufiger größere Siedlungen und beeindruckende Städte. Das reiche und wohlhabende Bürgertum nutzt seinen Einfluss zum Ausbau ihrer Ortschaften und zeigt sich auslassend beim Präsentieren des eigenen Wohlstandes. Die alten Holzhütten und Bauernhöfe weichen mehrstöckigen, steinernen Wohnhäusern mit aufwändiger Verzierung. Anstelle von Kuhställen erheben sich Handwerksbetriebe, die fortschrittliche Waren herstellen. Und im Zentrum eines jeden Orts wird stets die Silvanische Kirche als Zentrum des kulturellen und städtischen Lebens genutzt. Der aufstrebende Tasperiner treibt sein eigenes Land und seine Heimat stets voran, obgleich aller Hürden, die ihm die machtgierige und risikofreudige Führungsschicht entgegnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Regierung und Gesellschaft==&lt;br /&gt;
[[Datei:Tasperin Provinzen 2022.jpg|600px|right|thumb|Kaiserliche Monarchie Tasperin - Provinzen und Hauptstädte]]&lt;br /&gt;
Tasperin ist unterhalb des Kaiserhauses als klassische monarchische Adelsgesellschaft aufgebaut. Dem Kaiser folgt ein großer Tross aus Beratern und den sieben Herzögen, die jeweils über eine der folgenden sieben Provinzen herrschen:&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width:60%&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;4&amp;quot; style=&amp;quot;background: #ABE&amp;quot; | '''Provinzen Tasperins'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! width=8% | Provinz&lt;br /&gt;
! width=8% | Hauptstadt&lt;br /&gt;
! width=20% | Beschreibung&lt;br /&gt;
! width=22% | Wichtige Städte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Herzlande&lt;br /&gt;
|[[Reichsstadt Carviel]]&lt;br /&gt;
|Zentrum das Kaisereichs, unzählige Städte und große Industrien&lt;br /&gt;
|[[Ludwigsruh]], [[Weissenstein]], Leinburge, Flügelau, [[Silvarhof]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Kornfall&lt;br /&gt;
|[[Linnigh]]&lt;br /&gt;
|Kornkammer der Nation, endlose Felder und Obsthaine in sonniger Lage&lt;br /&gt;
|Weitenfeld, [[Silberlauf]], Ricklingen, Bentheim, Eysenlan&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bühlmark&lt;br /&gt;
|[[Auenthal]]&lt;br /&gt;
|Hügeliges Hochland am Fahlgebirge, Heimat von Erz- und Steinbergbau&lt;br /&gt;
|Perwich, [[Hochfurt]], Ippenstedt, Oberhain, Stagfar&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Severien&lt;br /&gt;
|[[Wolfshalm]]&lt;br /&gt;
|Zentrale ländlich geprägte Provinz innerhalb des Kaiserreichs&lt;br /&gt;
|[[Rabenfels]], Erlenwalde, Vinkemühlen, Lutin&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Fahlstrad&lt;br /&gt;
|[[Reichsstadt Schwarzwasser]]&lt;br /&gt;
|Heimat der [[Akademie von Schwarzwasser]], inmitten von Sumpflandschaften und vergangener Pracht&lt;br /&gt;
|[[Silberbruck]], Zolten, Froststeg, Sonnengrad&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Velhard&lt;br /&gt;
|Feywell&lt;br /&gt;
|Gefährliche Grenzregion zu Haldar, militärisches Gebiet inmitten von Schnee und Kälte&lt;br /&gt;
|[[Am Strome]], Hochenstein, Pforten, [[Ekken]], Steingrub&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Wyllion&lt;br /&gt;
|Noymont&lt;br /&gt;
|Südliche Grenzregion mit reichen Bodenschätzen am Wyrzgebirge, starke Militärpräsenz&lt;br /&gt;
|Mont Risson, Epaboise, Pas-Faim&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Provinzen, welche zugleich als Herzogtümer der Landes- und Gutsverwaltung der Herzöge unterstehen, werden wiederum in Fürstentümer und Grafschaften aufgeteilt, um den lokalen Besonderheiten und dem ausgeprägten Adel in Tasperin gerecht zu werden. Interne Machtkämpfe, eine Heirat zur Übernahme einer anderen Familie oder auch Putschversuche sind häufiger, als [[Familie_von_Severius|Kaiser Cadorian I.]] es sich nur ausmalen kann. Die Hauptstadt [[Reichsstadt Carviel|Carviel]] und [[Reichsstadt Schwarzwasser|Schwarzwasser]] stehen als Reichsstädte unter der direkten Kontrolle des Kaiserhauses. Schwarzwasser wurde der Kontrolle Fahlstrads entzogen, nachdem die lokalen Fürstenhäuser versuchten zu großen Einfluss auf die [[Akademie von Schwarzwasser]] zu nehmen. Dies missfiel dem Deyn zugewandten, aber durchaus expansionistischen und fortschrittsfreudigen Kaiser massiv, weshalb er diese in seinen Machtbereich eingliederte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeweils eigene Einflussgebiete innerhalb der Fürstentümer und Grafschaften wurden der Silvanischen Kirche zugewiesen, die nun in einem stetigen Wettkampf mit den weltlichen Herrschern um Einfluss, Geld und Macht steht. Zwar sind die kirchlichen Ländereien juristisch unabhängig von den weltlichen Einflüssen zu sehen, faktisch verweigern die Adligen jedoch eine vollständige Autonomie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der derzeitige Kaiser, Cadorian I., gilt als kluger und aggressiver Herrscher. Er wird von den wenigsten geliebt, aber von den meisten respektiert und weiß, wie man die Interessen eines Volkswirts mit denen eines Kriegsherrn vereint. Nicht jeder mag seine militärischen Schachzüge verstehen, aber schlussendlich sorgen sie meist dafür, dass sich der Einfluss Tasperins vergrößert und die finanzielle Lage des Reichs verbessert. So war er auch ein großer Kritiker der Schlachtstrategien im Bürgerkrieg gegen Sorridia und nutzte die innerlichen Unruhen, um seine eigene Machtergreifung vorzubereiten.&lt;br /&gt;
[[Datei:Tasperin4.png|thumb|right|450px|Kaiser Cadorian I.]]&lt;br /&gt;
Die Bevölkerung des Landes Tasperins kann man grob in zwei Gruppen teilen: Die freien Bürger und die leibeigenen Arbeiter. Viele der Bürger leben als Stadtbewohner in den größeren Städten des Reichs und gelten als „Bürger des Kaiserreichs“. Sie dürfen sich an der lokalen Regierung beteiligen, freien Handel treiben und in ganz Tasperin wohnen, wo sie wollen. Der restliche Teil der Bevölkerung besteht aus den [[Sklaverei|Leibeigenen]], welche die Felder bestellen und alle Arbeiten erledigen, die die Wirtschaft Tasperins am Leben erhalten. Auch wenn die Leibeigenen ihren Stand hassen, so sind sie dennoch Stolz auf die Arbeit, die sie verrichten. Sie sehen sich als Teil eines großen Ganzen, das dazu beträgt, die Traditionen der Heimat zu wahren und die Zukunft des Kaiserreichs zu sichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seitdem Kaiser Cadorian an der Macht ist, besitzt jeder Leibeigene die Möglichkeit, selbst zu einem Bürger zu werden, wenn er drei Jahre lang ohne Unterbrechung in der Kaiserlichen Armee dient. Die Elite verabscheut diesen Umstand, während er unter den Leibeigenen auf große Zustimmung stößt. Der Kaiser verfolgt damit seine eigenen großen Pläne. Zwar besitzt Tasperin viele Ressourcen, aber verfügt insgesamt doch über zu wenige Einwohner, um diese effektiv zu nutzen. Auf Geheiß des Kaisers haben die lokalen Fürsten den Familien größere Unterstützung versprochen, wenn diese mehrere Kinder zeugen, welche anschließend in die Dienste des Kaiserreichs treten. Einwanderern wird ebenfalls Bürgerschaft und Landbesitz versprochen, wenn sie den Streitkräften Tasperins beitreten oder langjährige und treue Dienste für den Staat ableisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Tasperin die königliche Monarchie ausgerufen hatte, ist die [[Sklaverei]] grundsätzlich unter dem Schutz strenger weltlicher Gesetze verboten. Die zuvor überwiegend in Bergwerken und auf Feldern eingesetzten Sklaven wurden in die Freiheit entlassen, wobei viele sich sogleich als freie Arbeiter oder Leibeigene bei ihren alten Besitzern verdingten. Das Leben der Leibeigenen ähnelt dank dieser Reformen im Wesentlichen dem eines anständig behandelten Sklaven, die immerhin das Recht haben, sich aus ihrer Situation mit harter Arbeit und stetem Fleiß zu befreien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kleidung==&lt;br /&gt;
Tasperiner Bürger kleiden sich entsprechend ihres Standes und Berufszweigs. So sind für Bauern Latzhosen und kurze Hemden mit ordentlichen Schuhen oder lange Röcke mit einer luftigen Bluse die Kleidung der Wahl. Die Handwerker der Städte tragen feine Lederwaren, oft mit ansprechenden Stickmustern oder kleinen Wappen ihrer jeweiligen Zunft, während ihre Gattinnen in säuberlich genähten Kleidern über die langen Straßen und Alleen entlangflanieren.&lt;br /&gt;
An Sonntagen wird für den Kirchgang stets der gute Anzug aus dem Schrank geholt, zu dem ein kleiner Hut getragen wird. Die Damenwelt trägt lange, hochgeschlossene und überwiegend farblich dunkle Kleider, um [[Deyn Cador]] angemessen entgegenzutreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Adel trägt beinahe ausschließlich maßgeschneiderte Seidenkleidung und speziell auf ihre Füße angepasste Stiefel oder Pantoffeln. Das Aussehen spielt in der hohen Schicht Tasperins eine enorm wichtige Bedeutung, gerade auf den auslassenden Bällen entsteht unter den Frauen regelmäßig ein Kampf um das schönste Kleid, die aufwendigste Frisur und den elegantesten Tanzfuß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebräuche==&lt;br /&gt;
[[Datei:Tasperin3.png|thumb|right|450px|Typische Tasperiner Familie vom Land]]&lt;br /&gt;
Tasperiner erfreuen sich an allerlei [[Feiertage|Feiertagen]], die häufig von der Kirche oder aber von den lokalen Monarchen ausgerichtet werden. Jeden Monat wird zu Ehren des jeweiligen Heiligen zumindest in der betreffenden Zunft ein Fest abgehalten, das oft deutlich mehr Gäste anzieht, als geplant ist. Während die lokalen [[Alkoholica]] in großen Mengen ausgeschenkt werden, wird auslassend gefeiert. Gerade die Kaufleute vermögen solche Zusammenkünfte für ihr eigenes Gewerbe geschickt auszunutzen. Dabei werden nicht nur die Geschäfte vorangetrieben, sondern auch die ein oder andere Bekanntschaft für zukünftige Handelsvorhaben gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tasperiner feiern die Geburts- oder Namenstage ihrer Familienmitglieder. Sie gehen gerne ausgiebig Essen, sodass sich eine große Wirtshauskultur im gesamten Land etabliert hat. Oft kommt es gar kostengünstiger in der lokalen Taverne zu speisen, als selbst alle Zutaten zu besorgen. Das gesellige Volk zieht es ohnehin deutlich lieber vor in großer Runde den Tag ausklingen zu lassen, als allein vor dem Kamin. Tasperiner verstehen es in jeder Lebenslage sich irgendwie durchzuschlagen und sind als praktisch veranlagtes Volk bekannt. Sie mögen es bei Musik gemeinsam anzustoßen oder den Abend bei einem Sonnenuntergang zu genießen. Es gibt kaum etwas, was einem Tasperiner in guter Gesellschaft nicht gefallen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der einzelnen Gesellschaftsschichten wird dennoch versucht sich voneinander abzugrenzen. Insbesondere zwischen Bürgerschaft und Leibeigenen herrscht ein hohes Konkurrenzdenken, sodass die andere Schicht teils verpönt, teils offen verspottet wird. Dies äußert sich anfangs noch in wüsten Beschimpfungen innerhalb der Tavernen und endet nicht selten in hitzigen Gefechten mit den Fäusten, die spätestens im Verließ enden. Der standesmäßige Abstand zum Adel ist noch deutlich höher, sodass teils nicht einmal die selben Straßen benutzt werden sollten. Ganze Straßenzüge sind nur für wohlhabende oder adlige Tasperiner reserviert, als Leibeigener wird man ohne weitere Zweifel von der Wache des Weges verwiesen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Religion==&lt;br /&gt;
Seit dem Ausruf des Kaisertums ist die [[Silvanische Kirche]] unter [[Deyn Cador]] die Staatsreligion in Tasperin. Tief verwurzelt ist die Kirche aber schon seit mehreren Hundert Jahren, nachdem diese sich von der [[Sorridianische Kirche|Sorridianischen Kirche]] abspaltete und ihr Einflussgebiet in Tasperin festigen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Tasperiner sind gläubig und wissen um die Macht der Kirche im eigenen Land. Unzählige Kirchen und Schulhäuser, geführt von den einzelnen [[Orden]], unterrichten die eigenen Kinder, verteilen Essen und Kleidung an die Armen und kümmern sich um jegliche Belange des Lebens. Die Feste zu Ehren Deyn Cadors oder der [[Zwölf Heilige|Heiligen]] werden grundsätzlich von der Kirche abgehalten, sodass an den Feiertagen der Zulauf der Gläubigen immer besonders hoch ist. Sogar das jährliche Kaiserfest wird mit großer Unterstützung der Silvanischen Kirche für Cadorian I. abgehalten, um diesem gebührliche Dankbarkeit für die Implementierung der Staatsreligion zu erweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tasperiner akzeptieren grundsätzlich auch Anhänger der Sorridianischen Kirche, oft werden diese in kleineren Gemeinden sogar völlig ohne Beachtung integriert. Gegenüber dem [[Kirash]] gibt es zwar weiterhin Vorbehalte, insbesondere von der Landbevölkerung, aber gerade in den Hafenstädten haben sich die Anhänger des Kirash als taugliche Seefahrer präsentiert. Repressionen müssen sie nur noch in wenigen Provinzen fürchten, eine offizielle Anerkennung ihres Glaubens oder gar die Errichtung von Tempel auf dem Gebiet des Kaiserreiches bleibt aber weiterhin aus und steht nach wie vor unter schwerer Strafe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wirtschaft und Währung==&lt;br /&gt;
[[Datei:Tasperin2.png|thumb|right|450px|Typische Dorfstraße]]&lt;br /&gt;
Nach vielen Währungsumstellungen ist die tasperinische Wirtschaft letztlich bei [[Währung|Gulde und Silberling]] angelangt, die beide als eine relativ sichere und feste Währung gelten. Vorher haben große Verluste, massives Produzieren von neuen Münzen und Handelsblockaden, wie das Seidenembargo, zu starker Inflation geführt. Dadurch musste mehrfach die bestehende Währung angepasst werden, was zu einer vollkommenen Verarmung eines großen Bevölkerungsteils führte. Auf der anderen Seite wurde ein anderer Teil der Kaufleute aber aus dem Nichts unheimlich reich. Gerade diese Umverteilung bedeutete für einen geringen Teil vorheriger Leibeigener sogar den Aufstieg in die hohe Bürgerschaft, was für viele Tasperiner wieder einmal ein Ansporn war, all ihre Mühe in den gesellschaftlichen Aufstieg zu investieren. Die Gulde wird nach sicheren Jahren des Aufschwungs auch in vielen benachbarten Nationen gern akzeptiert und als beliebtes Tauschmittel genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirtschaft des Landes baute zu Kolonialzeiten zunächst gänzlich auf der nach wie vor wichtigen Landwirtschaft auf. Unzählige Höfe und Viehzuchten, verteilt über das ganze Land, ernähren auch heute noch die Bevölkerung. Unweigerlich wurde Kornfall aufgrund der wunderbaren klimatischen und landschaftlichen Verhältnisse schnell zur Kornkammer der Nation, doch auch in den Herzlanden gibt es unzählige Landherren mit riesigen Feldern und dazugehörigen Leibeigenen.&lt;br /&gt;
Besonders in der Bühlmark hat sich eine ausgeprägte Erzindustrie entwickelt, die dort nicht nur die Güter aus den Bergen schlägt, sondern auch direkt zu Werkzeug und Waffen verarbeitet. Letztlich findet jedes Handwerk und jede Kunst irgendwo in Tasperin seine Heimat. Aufgrund der zahllosen landschaftlichen Unterschiede weiß wohl nicht einmal der Kaiser selbst in welchem Teil seines Landes welche Handwerker die Führung inne haben. Eins ist jedoch sicher - mit genug Einsatz und Fleiß schaffen die Tasperiner es stets voranzustoßen und sich gegenüber den anderen Nationen zu behaupten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Akademie von Schwarzwasser]] unter Kontrolle des Kaiserhauses und die [[Akademie von Weißenstein]] unter der Führung der Silvanischen Kirche haben sich mit der Erforschung der Magie nahezu nahtlos in die Wirtschaft integriert. Unter kontrollierten - und dennoch äußerst repressiven - Bedingungen wird Magiern das Experimentieren mit ihren Fähigkeiten erlaubt, um damit fortschrittliche Erfindungen oder bahnbrechende Erkenntnisse zu erzielen. In Schwarzwasser wurden so schon tagelang brennende Laternen entwickelt oder uralte Bücher mithilfe mystischer Kräfte entschlüsselt. Solange die Forschungen dem Fortschritt der Nation gewidmet sind, finden Magier hier eine relativ sichere und teilweise sogar geachtete Umgebung vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Militär==&lt;br /&gt;
Das Kaiserreich verfügt über ein stehendes Heer, welches sich aus zwei einzeln stehenden Armeen zusammensetzt: Dem [[Tasperiner Heer]] und der [[Tasperiner Marine]]. In Friedenszeiten steht das Heer auf Burgen und innerhalb von Städten bereit, um dort die lokalen Fürsten zu unterstützen, das Gesetz des Kaiserhauses zu vertreten und auch jegliche Art von Aufruhr direkt im Keim ersticken zu können. Die vielen, zwar durchaus heruntergekommenen, aber weiterhin sicheren Burgen und Festen entlang der Handelsrouten dienen als ausgelagerte Wachposten und Schutz für die wichtigen Straßen und Wasserwege in Tasperin. Insbesondere an der Grenze zu [[Königreich Sorridia|Sorridia]] wurde ein weitläufiges System aus Gräben, Mauern und Wachtürmen errichtet, um das eigene Staatsgebiet vom langjährigen Erzfeind abzuschirmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Militärlaufbahnen der Tasperiner Streitkräfte sind stark in Stände und Herkunft eingeteilt. Währen die Laufbahn als Soldat des Heeres grundsätzlich jedem offen steht, der einwilligt ein Schwert und die Flagge Tasperins an die Front zu tragen, stehen die Offizierslaufbahnen nur Adligen und reichen Kaufleuten offen. Insbesondere die Marine hegt eine lange Tradition der Günstlingswirtschaft und verweigert den internen Aufstieg aufgrund falscher oder unehrenhafter Herkunft. Auch die prestigeträchtigen Kavallerieeinheiten stehen nur gebildeten Söhnen von Städtern offen, die sich entweder fähig genug gezeigt haben oder genug Gelder an die Krone gespendet haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonderes Ansehen besitzt die [[Kaiserliche Garde Tasperins]], welche als abgesonderte Einheit dem Schutz des Kaiserhauses dient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz manchmal interner Schwierigkeiten stehen Heer und Marine geschlossen hinter Kaiserhaus und Vaterland. Sie werden von der Bevölkerung als essentiell zur Erhaltung des Friedens und als Zeichen von Stärke gegenüber den Nachbarn angesehen, weshalb uniformierten Soldaten in größeren Orten stets großer Respekt entgegengebracht wird. Gerade in den kleinen Dörfern und Siedlungen werden die Soldaten aber auch als Unterdrücker und Zahlmeister wahrgenommen, da ihre einzigen Aufgaben im Hinterland das regelmäßige Einsammeln der Steuern und das Unterbinden der Tavernenschlägereien sind. Hinzu kommt, dass die ausgebildeten Soldaten im Kriegsfall Seite an Seite mit den Leibeigenen stehen werden, die in derartigen Zeiten eingezogen und notdürftig bewaffnet werden. Dadurch verschafft Tasperin sich zwar massive militärische Schlagkraft und Stärke, sorgt aber - wie zuletzt im Krieg mit Sorridia - für einen Notstand an Arbeitern auf den Feldern, da diese in den Gefechten nahezu verheizt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationen und Reiche]][[Kategorie:Kaiserliche Monarchie Tasperin]][[Kategorie:Herkunft]][[Kategorie:Leändrien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hisoka</name></author>
	</entry>
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		<title>Noymont</title>
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		<updated>2023-11-11T15:11:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hisoka: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Baustelle}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Stadt&lt;br /&gt;
|Name=Noymont&lt;br /&gt;
|Wappen=[[Datei:Wappen.png|200px]]&lt;br /&gt;
|Bewohner=27.300 Einwohner&lt;br /&gt;
|Regentschaft=Rondell d´Polailles&lt;br /&gt;
|Garnisonen=XX&lt;br /&gt;
|Tempel=XX&lt;br /&gt;
|Wirtschaft=Industrie und Handelsstadt&lt;br /&gt;
|Besonderheiten=&lt;br /&gt;
|Stimmung=Beunruhigt durch kürzliche Annektierung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der Herzogssitz von Wyllion, die Festungsstadt '''Noymont''', erhebt sich zwischen gewaltigen Bergen und weiteren Ausläufern de Wyrzgebirges. Schon von der Ferne ist das Rauchen vieler Schlote zu sehen und das Klingen von Hämmern auf Metall zu hören. Über die Hälfte der Stadt wird von Handwerkervierteln eingenommen, die Metalle und Erze aller Art verarbeiten, während eine ganze Armee an Bergarbeitern Tag und Nacht tiefer gräbt, um mehr von diesen Schätzen der Erde zu bergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geographie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Politik und Wirtschaft==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gesellschaft und Kultur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Militär==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Stadt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hisoka</name></author>
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		<updated>2023-11-11T15:09:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hisoka: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Baustelle}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Stadt&lt;br /&gt;
|Name=Noymont&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
Der Herzogssitz von Wyllion, die Festungsstadt '''Noymont''', erhebt sich zwischen gewaltigen Bergen und weiteren Ausläufern de Wyrzgebirges. Schon von der Ferne ist das Rauchen vieler Schlote zu sehen und das Klingen von Hämmern auf Metall zu hören. Über die Hälfte der Stadt wird von Handwerkervierteln eingenommen, die Metalle und Erze aller Art verarbeiten, während eine ganze Armee an Bergarbeitern Tag und Nacht tiefer gräbt, um mehr von diesen Schätzen der Erde zu bergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Stadt]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Fallicer Bund</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Hisoka: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Baustelle}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Staat&lt;br /&gt;
|Name=Fallicer Bund&lt;br /&gt;
|Wappen=[[Datei:Flagge Wappen Fallice2020 2.png|400px]]&lt;br /&gt;
|Titel=Nation im Umsturz&lt;br /&gt;
|Hauptstadt=[[Hilton]] (32.300 Einwohner)&lt;br /&gt;
|Wichtige Städte=Le Tiullé, Pas-Baltan, Fontaineblanc&lt;br /&gt;
|Herrscher=Lokal regierende Gremiein&lt;br /&gt;
|Herrschaftsform=Selbstorganisierender Kleinstaateverbund&lt;br /&gt;
|Demonym=Fallicer&lt;br /&gt;
|Adjektiv=Fallicer&lt;br /&gt;
|Völker=Sorridianer, Mittländer&lt;br /&gt;
|Kulturen=Sorridianisch, Mittländisch&lt;br /&gt;
|Sprachen=[[Sprachen|Sorridianisch]] (Dialekt)&lt;br /&gt;
|Religion=[[Deyn Cador|Deynismus]] ([[Sorridianische Kirche]])&lt;br /&gt;
||Karte=[[Datei:Leändrien2022 Fallice.png|350px]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der '''Fallicer Bund''' ist ein gremienorganisierter Kleinstaatenverbund unter [[Königreich Patrien|patrischem]] Schutz. Er ging [[Chronologica|1359 AD]] aus dem im Bürgerkrieg niedergegangenen Königreich Fallice hervor. Zuvor war das Königreich Fallice eine große Region innerhalb [[Königreich Sorridia|Sorridias]], welches sich ebenso wie das [[Königreich Patrien]] im Verlauf des sorridianischen Bürgerkrieges im Jahre 1341 AD abspaltete. In seinem achtzehnjährigen Bestehen wurde das Königreich weitgehend durch die Königsfamilie [[Familie Gráncais|Gráncais]] regiert und geprägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach beinahe sechs Jahren des Leidens und mehreren Besetzungen durch Truppen [[Kaiserliche Monarchie Tasperin|Tasperins]] und [[Königreich Sorridia|Sorridias]] sowie der Enthauptung der eigenen Königin, ging das gefallene Königreich Fallice im Fallicer Bund auf. Die Rebellenfraktionen mögen hierbei zwar offiziell siegreich gewesen sein und ihre lokale Selbstverwaltung erlangt haben, doch zeigten sich die Staatsführer der benachbarten Staaten wenig begeistert von einer Regierung des Volkes. Wenige Tage nach der Gründung der ersten Gremien erhob sich der [[Königreich Patrien|patrische]] König zum ''Schutzherrn'' des Fallicer Bundes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fallice Topographisch 2022.jpg|600px|center|thumb|Königreich Fallice - Topografische Karte]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Das Königreich Fallice war bis zu seiner Unnabhängigkeit ein inneres Königreich im Vorgänger des Königreichs Sorridia, dem Heiligen Sorridianischen Reich. Im Zuge des 1337 AD beginnenden Bürgerkriegs und Konflikt mit dem Nachbarn Tasperin, spaltete sich Fallice als eigenständiges Königreich 1341 AD ab. Zum König wurde Lothair I. aus der [[Familie Gráncais]] gekrönt. In den ersten Jahren der fallicischen Unabhängigkeit und Regierung unter Lothair I. wurde von vielen Seiten ausgegangen, dass die stolzen und aufstrebenden Fallicer der nächste große Konkurrent [[Kaiserliche Monarchie Tasperin|Tasperins]] werden könnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch bildeten sich in Fallice viele einflussreiche Interessengruppen, deren Machthunger und Gier nach Einfluss jeglichen staatlichen Aufbau und jedes Wachstum eines eigenen Volkes behinderte. Nach dem Ende des schlimmsten Teils des sorridianischen Bürgerkrieges litten somit besonders die Bewohner von Fallice an immensen inneren Konflikten. Einzig König Lothair I. konnte bis 1353 AD notdürftig den Frieden wahren. Seine Bemühungen waren oftmals vergeben, sorgten aber immerhin dafür, dass die Rebellionen das Land nicht vollständig in den Abgrund trieben. Im Frühjahr 1353 starb der amtierende König unter mysteriösen Umständen. Neue Konflikte brachen überall mit ungeahnter Intensität aus. Zu allem Überfluss nutzten auch die [[Königreich Patrien|patrischen]] Truppen ihre Chance, um in das südliche Herzogtum Validonia einzufallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Flucht Ihres jüngeren Bruders Luis in das [[Königreich Sorridia|sorridianische]] Exil gelang es seiner Schwester, [[Familie_Gráncais#K.C3.B6nigin_Ludwill_Gr.C3.A1ncais_I.|Ludwill Gráncais]], die Führung über die verbliebenen Königstruppen zu erlangen. Sie war es, die das Fallicer Militär in den Süden des Landes leitete und die patrischen Besatzer blutig zurückschlug. Ihr selbstloser Einsatz sorgte dafür, dass sie mit der Unterstützung ihres jüngeren Bruders Etienne und des Volkes zur neuen Königin von Fallice gekrönt wurde. Ihr Herrschaftsanspruch wurde dennoch von Beginn an von einer breiten Mehrheit in Fallice in Frage gestellt. Besonders ihr aus dem sorridianischen Exil zurückgekehrte Bruder, Prinz und ältester Sohn des verstorbenen Königs Lothair, Luis Gráncais, entpuppte sich bereits vor ihrer Krönung als größter Kritiker. Bis auf ihre Hauptstadt, [[Hilton]] und einige umliegende Gebiete, konnte Königin Ludwill Gráncais I. die Kontrolle über das verbliebene Land an rivalisierenden Generäle, Landherren oder auch Bevölkerungsgruppen nicht halten. In der Folge griffen in allen Herzogtümern des Landes lokale Funktionäre aus Militär, Wirtschaft und Politik zur Macht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer blutiger Bürgerkrieg schockierte nicht nur die Bürger Fallices sondern ganz [[Leändrien]]. Während erst kleinere Konflikte und besonders vertriebene Volksgruppen den Anfang des inneren Zerfalls markierten, zeugten bald große Explosionen und Feuer vom Niedergang. Zum [[Zeitrechnung|Erntemond]] 1354 AD flammten die Proteste gegen die Misswirtschaft im Land zu neuen Höhen auf, als in Lesvoire der Anführer der Bauernrebellen von einer Explosion in Stücke gerissen wurde. Zeitgleich kam es in Noymont gar zur Belagerung des Herzogsitzes, nachdem ein Heeresgeneral den dortigen Herzog köpfte. Große Teile des Landes begannen mit der offenen Revolte gegen Königin Ludwill Grancais. Getrieben von Hunger und Verzweiflung sorgten Bauernrevolten im ganzen Land für Missernten, Plünderungen und Brandschatzungen. Die regierenden Herzöge und Generale vermochten ebenso wenig wie ihre Königin dem offenen Aufstand Einhalt zu gebieten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während das gesamte Land mit dem Selbsterhalt unter größten Schwierigkeiten beschäftigt zu sein scheint, erlangt Tasperin die vollständigen Kontrolle über den Norden des Herzogtums Wyllion. Der hierfür vom zuvor verstorbenen Herzog unterzeichnete Vertrag wird von den Tasperin in aller Welt als Grundlage des Anspruchs publiziert. Nur wenige Monate später wird [[Familie_Gráncais#K.C3.B6nigin_Ludwill_Gr.C3.A1ncais_I.|Königin Ludwill I.]] von revoltierenden Bauern während ihrer Verhandlungen festgesetzt und exekutiert. Rund ein Jahr später, als das ganze Land auf seinen Knien liegt, kehrt auch der dritte Sohn König Lothairs in seine Heimat zurück. Im [[Zeitrechnung|Heumond]] des Jahres 1357 AD nimmt der Zorn der Bürger eine so enorme Form an, dass selbst die Bürger in den Städten gänzlich aufbegehren. Der kronländische Adelsrat wird von einem wütenden Mob ausgelöscht und nahezu alle Städte des Landes verfallen in einen Zustand der Anarchie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Soldaten des [[Tasperiner Heer|Tasperiner Heeres]] besetzen unterdessen den restlichen Teil des Herzogtums Wyllion und übernehmen die gesamte Kontrolle über die dortigen Ressourcen. Erneut publiziert das Kaiserhaus den Tasperin vollständige Nutzungsrechte einräumenden Vertrag weit über die fallicischen Grenzen hinaus. [[Gottkönige_Sorridias|Gottkönig Juan Aldagro de la Estrada]] lässt zeitgleich seine eigenen [[Sorridianisches Heer|sorridianischen]] Infanterietruppen das Herzogtum Maravergne bis zur Fortresse Oueste besetzen. Vorausgesandte Herolde berichten vom bevorstehenden Beistand Sorridias, um den Fallicern Beistand vor der tasperinischen Invasion und Schutz vor den inneren Unruhen zu gewähren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während sich die zwischen den lokalen Fraktionsführern geführten Kriege und Intrigen zuspitzen, wird die gesamte Hauptstadt [[Hilton]] mitsamt ihrer Nationalschatzkammer geplündert. Ein Jahr nach ihrem Einmarsch im Osten des Landes, beginnen die sorridianischen Truppen mit ihrer Expansion. Von ihrer Festung im Land aus, nehmen sie das gesamte Gebiet bis zum Fluss [[Larné]] ein. Doch auch die Soldaten des Kaisers Tasperins rücken immer tiefer ins Land vor. Einzig [[Familie_Gráncais#Prinz_Luis_Gr.C3.A1ncais|Prinz Luis Gráncais]] gelingt es die verbliebenen Truppen mehrerer Herzogtümer zu vereinen und gegen die Besatzer aus dem Norden zu führen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[Zeitrechnung|6. Eismond 1358]] wird der [[Vertrag von Safáloris]] durch Doge Agnello Partellado von Safeaux und die Kronprinzen Luis und Etienne Gráncais unterzeichnet. In ihrem Vertrag bekennen sich die drei mitunter wichtigsten Fraktionsführer in Fallice dazu, sich den anarchistischen Fraktionen unter Rebellenführerin Jean Luntio sowie mutmaßlichen Kultisten unter Herzog Requisto de Avidez entgegenzustellen. Zugleich regelt der Vertrag die Erbfolge und erkennt Luis Gráncais als alleinigen König von Fallice an, ebenso wird die Handelsrepublik als rechtmäßige Verwaltungsform von Safeaux bestätigt. Nur einen Monat später löscht eine gewaltige Explosion von unvorstellbarem Ausmaß die gesamte Stadt Safáloris aus. Zehntausende sterben. Unter den Toten befinden sich mehrere Barone, Generäle, große Teile der verbliebenen Armeen Fallices sowie die beiden verbliebenen Mitglieder der Familie Gráncias, Luis und Etienne. Auch Doge Agnello Partellado verliert in dem flammenden Inferno nicht nur seine Stadt sondern auch sein eigenes Leben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kein halbes Jahr später fallen durch die Revoltenführerin Jean Luntio und ihre Bauernarmee die letzten unter Regierung des Adels stehenden Städte. Sie verkündet die Selbstorganisation der Ortschaften und Städte anstatt der bisherigen Herrschaft des Adels. Im gleichen Zuge beschließen die Herzogtümer Maravergne und Tiuloise sich dem Heiligen [[Königreich Sorridia]] anzuschließen, während das nördliche Grenzherzogtum Wyllion in die [[Kaiserliche Monarchie Tasperin]] eingliedert wird. Das [[Königreich Patrien]] begibt sich in die Position der Schutzmacht der verbliebenen fallicischen Ländereien und damit des gesamten neubegründeten Fallicer Bundes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Land==&lt;br /&gt;
Fallice wird im Norden vom Leändischen Ozean und im Süden vom Nostrischen Meer umspült. Im Süden trennt das [[Validazgebirge]] Fallice von Patrien, im Norden thront die neue Grenze zu [[Königreich|Sorridia]] über den heruntergekommenen Landstrichen des Landes. Fallice war einst geprägt von grünem Auenland und weiten Fluren, sanften Hügeln, weiten Weiden und Wiesen. Doch auch dichte Wälder sind trotz der jahrelangen Kriege noch hier und da anzutreffen, auch wenn weite Teile im laufe der Zeit fast gänzlich gerodet wurden. Im Osten und Norden wird das Land immer hügeliger, bis es schließlich gänzlich vom Maraverswald eingenommen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fallicer Boden gilt als äußerst fruchtbar, sodass viele Bewohner des Landes einfache Bauern und Arbeiter sind, die jegliche Art von [[Nutzpflanzen|Nahrungsmitteln]] anbauen. Oft trifft man meilenweit nur auf blühende Getreide-, Kartoffel- oder Rübenfelder bis die grünen Auenlande wieder zu sprießen beginnen. Besonders für Kräuterkundler bietet Fallice den idealen Nährboden, um die vielfältig wildwachsenden Pflanzen zu sammeln oder mit dem Anbau eigener zu beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gesellschaft==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schloss_Cecilienhof_Panorama.jpg|thumb|right|450px|Landwirtschaftliches Anwesen]]&lt;br /&gt;
Die Gesellschaft in Fallice ist tief gespalten, äußerst eingeschüchtert und zerrüttet. Nach der Unabhängigkeit wollte Fallice ein starkes, eigenständiges Volk mit gleichberechtigter Gesellschaft unter [[Deyn Cador]] werden. Unter einer neuen - eigenen - Königin, die bereits zuvor im sorridianischen Reich Fallice unter ihrer Macht stehend hatte, wurde dieses Bestreben mit einem immensen Einsatz hoher Geldsummen versucht zu erreichen. Es wurden landesweit Feste veranstaltet, Flugblätter verteilt, Reden gehalten und sogar Theaterstücke vorgeführt, um den Gedanken eines geeinten fallisischen Königreichs in der Bevölkerung zu prägen. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zunächst funktionierte dieses Unterfangen auch und die Fallicer fanden zueinander, auch unter der Führung durch ihren starken Glauben an Deyn Cador. Die [[Sorridianische Kirche]] etablierte sich während dieser gesellschaftlichen Neuordnung als starke Kraft. Besonders auf den Messen wurde den Menschen zugesprochen, wie wichtig diese nationale Einheit für das Leben oder auch das Sterben eines Landes sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch unterhalb der Führung ihrer Königin erhoben sich Stimmen, die forderten, dass das Land nicht dieselben Fehler machen sollte, wie Sorridia. Die Rädelsführer wollten abkehren vom starken Glauben und der strengen Erbmonarchie, um den Staatsführer zu halten. Gerade die reichen Kaufleute und militärisch angesehen Generäle sammelten immer mehr Befürworter für ihre Ideen eines eigenständigen Staates, die von einer Reichenherrschaft über die Militärdiktatur bis hin zur Wiederangliederung an Sorridia reichten. Die Königin lies die Leute sprechen und hörte ihnen gar zu. Zunächst rauften sich jedoch die militärischen Machthaber zusammen und übernahmen 1343 AD den Großteil des südlichen Fallice unerwartet gewaltsam. Königstreue Bewohner wurden öffentlich zur Schau gestellt und anschließend hingerichtet, jegliche Gegenwehr wurde blutig niedergeschlagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die machtlose Königin wandte sich an die reichen Einwohner Fallices, insbesondere in der Hauptstadt Hilton. Diese witterten jedoch auch ihre Möglichkeit auf Macht und lehnten das königliche Ersuchen ab, kauften sich Söldner und weite Teile der Bevölkerung als Anhänger und übernahmen mit diesen schließlich eigene Teile der Stadt und des Landes. Mit erheblicher Mühe und Not konnte wenigstens Hilton und die umliegenden Lande wieder in die Hand der offiziellen Regierung gebracht werden. Die Sorridianische Kirche tat ihr nötigstes, um unbeschadet aus der schwierigen Situation zu entkommen und versuchte stets zu beschwichtigen. Mittlerweile sind einige Teile des Landes für Priester und Gelehrte der Kirche unbetretbar, da sie fürchten müssen direkt auf einem Scheiterhaufen zu landen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute sind die Bewohner Fallices in viele größere und kleinere Gruppen unterteilt, die sich nur in zwei Punkten einig sind - sie haben das Recht den Staat zu führen und alle anderen sind Feinde und Verräter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kleidung==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dugny-sur-Meuse_Exterieur.jpg|thumb|right|350px|Kloster in Fallice]]&lt;br /&gt;
Die Bewohner des Landes sind geplagt von den Leiden des Krieges und Stoff ist ein rares und überaus teures Gut in schlechten Zeiten. Deshalb sind viele Kleidungsstücke wiederverwendet oder notdürftig zusammengenäht. Anschließend wurden dann Versuche unternommen, dass eine einfache und deckende Färbung auf die gesamte Kleidung aufgetragen wird, die auch Wäschen und Schmutz überstehen kann. Generell sind die Kleidungsstücke schwarz oder grün, da sie so entweder mit Kohle oder Pflanzen gefärbt werden konnten. Alle anderen Farben sind ein Zeichen von Reichtum und Macht, denn alleine die Möglichkeit an die teuren Farbstoffe zu kommen, bleibt vielen Bürgern verwehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Männer tragen Kniebundhosen mit Flicken, teils sogar wieder Röcke, da man diese aus Laken oder anderen Stoffplanen einfach nähen kann. Als Oberbekleidung reichen einfache Hemden, weil dank der milden Winter keine dickere Kleidung benötigt wird. Als Dekoration zu besonderen Anlässen kommen seltene Ketten oder Edelsteinanhänger, manchmal Ringe oder eine lederne Jacke mit eingenähtem Stickmuster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bevorzugte Kleidung von Frauen sind lange Röcke und weite Blusen, die aus verbliebenen Stoffen gefertigt wurden. Oft sieht man Damen, die offensichtlich viel zu große Herrenhemden anziehen müssen. Beide Geschlechter versuchen an gute Lederschuhe zu kommen, doch bleibt es meist bei hölzernen Sandalen oder alten Stoffpantoffeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebräuche==&lt;br /&gt;
Fallicer sind ein äußerst geselliges, aber auch gruppierendes Völkchen. Sie leben es die [[Feiertage|Feste]] zu Ehren Deyn Cadors zu feiern und bereiten diese bereits Wochen im Voraus vor, um dann allen Dorf- oder Stadtbewohnern ein möglichst schönes Erlebnis bieten zu können. Zu solchen Zeiten ist es ihnen völlig egal, ob sie mit Freund, Feind oder Unbekannten anstoßen und die selbst geernteten Trauben verspeisen. Doch geht es um politische oder wirtschaftliche Belange wandelt sich das Bild des sonst so gefälligen Fallicers. Sie werden binnen Minuten zu Furien und sammeln sich mit Ihresgleichen zusammen, um dann gegen die andere Gruppe, manchmal auch gewaltsam, vorzugehen. Sobald den Fallicern die vorgegebene Leitlinie oder Anweisung nicht passt, rebellieren sie dagegen auf und beschweren sich lautstark, nicht selten sollen Steine und Flaschen geflogen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fallicer legen äußersten Wert auf gutes Essen und behaupten, dass ihre Küche die einzig würdigen und angemessenen Speisen für den menschlichen Gaumen hervorbringen würden. Gerade das Kochen gilt als Meisterdisziplin zwischen den Hausfrauen und Müttern. An vorderster Stelle liegen hier die Käseherstellung und das Konditorhandwerk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wird ein großer Wert auf das Tragen edler und feiner Kleidung gelegt, die sich der eigenen Körperform anpasst. Gerade dunkle Farben und teure Stoffe, wie [[Seide]] gelten als Zeichen von Wohlstand und Anstand innerhalb Fallice. Als Geschenke akzeptieren die Fallicer nur Sachen von Klasse, so bspw. Schmuck oder Bücher, manchmal auch Einladungen zu Musikstücken oder Theatervorführungen. Gerade letzteres hat einen hohen gesellschaftlichen Stand innerhalb der Gesellschaft, da dies ein Ort der offenen Kritik, des Witzes und der gebildeten Kunst geworden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Religion==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bligny-sur-Ouche.jpg|thumb|right|Kirche in Fallice]]&lt;br /&gt;
Die Fallicer haben nach dem Fall des einst großen sorridianischen Reiches die sorridianische Kirche in ihre Land übernommen. Sie sind nach wie vor äußerst [[Deyn Cador|Deyn]]-Gläubige Personen und verschmähen die [[Zwölf Heilige|Heiligen]]. Zwar hat sich der Gedanke des Gottkaisers auf Erden in Fallice verflüchtigt, doch werden sonst alle Werte der sorridianischen Kirche übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade Anlässe zu Geburt, Taufe, Hochzeit und Tod von Menschen nehmen einen hohen Stellenwert ein und werden mit äußerster Hingabe vorbereitet und durchgeführt. Die Beerdigung und Trauerzeremonie von geliebten Menschen kann dadurch auch mehrere Tage in Anspruch nehmen. Fremde Religionen oder die [[Silvanische Kirche]] werden, mit Ausnahme der grenznahen Regionen, eher mit Abscheu und Angst betrachtet. Der Glaube an den [[Kirash]] und Abrizzah gilt in Fallice als Straftat und kann mit langer Haft, vollständigem Besitzentzug und Zwangsarbeit bestraft werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den größeren Städten gibt es, mittlerweile heruntergekommene oder langsam verfallende, Kathedralen und große Kirchen zu Ehren Deyn Cadors. Diese hatten vor vielen Jahren einmal einen majestätischen und erbarmenden Anblick und strotzten nur vor Verzierungen und Dekoration. Gerade die feinfühlig bemalten und aus Massivstein geschlagenen Statuen über heldenhafte Götterschlachten galten als [[Kunstgeschichte|künstlerisches]] Meisterwerk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Regierung==&lt;br /&gt;
Herrscherin des Landes war bis zur Gründung des Fallicer Bundes Königin Ludwill Gráncais I., die zuvor unter der Hand Sorridias die ungefähren heutigen Teile Fallices bereits verwaltet hatte. Als sich die Unabhängigkeitsbestrebungen innerhalb des Landes verstärkten, machte sie sich selbst zum Gesicht der Fallicer und galt bis zu ihrer Enthauptung als zentral verantwortlich für die Entstehung des eigenständigen Staates. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Kontrolle im eigenen Reich zu behalten, versuchte sie eine Zentralregierung mit sich selbst als Kopf (als er noch am Leibe war) in Hilton einzusetzen. Es gab jeweils regionale Herzöge, die &amp;quot;Natio Tété&amp;quot; genannt wurden und eines der sieben &amp;quot;Comparts&amp;quot; des Landes aus Hilton mit Abstimmung der Königin leiteten und verwalteten. Durch die langen Informationswege in die jeweiligen Comparts hinein zeigte sich dieses Regierungssystem jedoch schnell als äußerst ineffektiv, teils konnten die Befehle aus Hilton erst zwei Wochen später umgesetzt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fallice Provinzen 2022.jpg|600px|right|thumb|Königreich Fallice - Provinzen und Hauptstädte]]&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width:60%&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;4&amp;quot; style=&amp;quot;background: #ABE&amp;quot; | '''Comparts Fallice'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! width=8% | Compart&lt;br /&gt;
! width=8% | Hauptstadt&lt;br /&gt;
! width=20% | Beschreibung&lt;br /&gt;
! width=22% | Wichtige Städte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Kronlande&lt;br /&gt;
|[[Hilton]]&lt;br /&gt;
|Sitz der Hauptstadt und des königlichen Throns, bevölkerungsreichstes Gebiet, Arbeitslosigkeit&lt;br /&gt;
|Chalonnax&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Safeaux&lt;br /&gt;
|[[Nonras-sur-Mer]]&lt;br /&gt;
|Anlaufpunkt für Händler aus aller Welt, reiche Handelsfamilien und Häfen, wenig Armut&lt;br /&gt;
|Nonras-Sur-Mer, Porlisson, Morgalosse, Habillon&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Validonia	&lt;br /&gt;
|[[Pas-Baltan]]&lt;br /&gt;
|Südliche Grenzregion mit verbrannter Erde, doch besitzen die Vernarbten Lande so manchen Schatz&lt;br /&gt;
|Fontaineblanc, Cabagnon, Fortresse Côtiere&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Pâtagne	&lt;br /&gt;
|[[Itiais]]&lt;br /&gt;
|Satte und grüne Weideflächen mit einfachem Leben, größtenteils Viehhaltung, vereinzelte Klöster&lt;br /&gt;
|Capitelade, Capizan, Largardes, Luxelouse&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:20031115640MDR_Dresden-Loschwitz_Villa_Souchay_Schloß_Eckberg.jpg|thumb|right|250px|Turm des Königshauses]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitgleich wuchsen die Aufstände und die Machtgier innerhalb der Oberschicht des Landes, die ersten Generäle formierten sich mit ihren Armeen gegen die Zentralregierung und übernahmen gleich eigene Gebiete. Nach dem Ende des Bürgerkrieges und den großen Land- und Personenverlusten regiert sich der Fallicer Bund weitgehend selbst. Jede Ortschaft, jede Stadt und jeder noch so kleine Weiler hat einen oftmals ineffizienten Verwaltungsrat aus manchmal dutzenden Mitgliedern. Es gibt weder eine vorgeschriebene Form der Entscheidungsfindung noch offizielle Beschränkungen in Kompetenzen und Organisationsformen. Viele der Gremien gelten als bürgeroffen und dennoch vollkommen von Extremisten oder gekauften sowie indoktrinierten Entscheidungsträgern durchsetzt. Besonders das [[Königreich Patrien]] bezahlt unzählige Funktionäre offen, um die Fallicer Kleinstaaten ruhig und gefügig zu halten. Überall dort, wo eine Finanzierung der Gremien zu aufwendig oder teuer erscheint, können regelmäßige Gewaltanwendungen und Intrigen beobachtet werden. Das Verschwinden von Würdenträgern ist beinahe an der Tagesordnung; dabei ist oftmals nicht einmal nachvollziehbar aus welchem Grund jemand aus dem Weg geräumt wird. Für die meisten Bürger ist auch unverständlich wer die schreckliche Tat in Auftrag gegeben hat - überall konkurrieren Interessengruppen um die kleinsten Streitigkeiten; mit oftmals fatalen Folgen für die engagierten Revolutionäre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kommen die paramilitärischen Grenzkonflikte mit dem gänzlich nördlich gelegenen [[Königreich Sorridia]]. Die neuen Grenzbefestigungen stehen oftmals noch auf Fallicer Grund und sorgen für Streit zwischen den kleinen Gremien aus Fallice und dem sorridianischen Gottkönig. Manche Bauerndörfer können froh über ihre kleine Miliz zur Selbstverteidigung sein, doch haben sie angesichts der militärischen Übermacht der Truppen aus Sorridia keinerlei Möglichkeit auch nur einen Hauch von Widerstand zu leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wirtschaft und Währung==&lt;br /&gt;
Die Wirtschaft des Landes hat in den letzten Jahren einen rapiden Einbruch erhalten. Nach wie vor ist die Landwirtschaft und die Weiterverarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse die Haupteinnahmequelle und der größte Schatz des fruchtbaren Landes. Mit Ausbruch der Revolten und inneren Auseinandersetzungen fließt jedoch ein Großteil der Einnahmen an die lokalen Herren und Besetzer, die die Macht an sich gerissen haben. Diese versorgen die Bevölkerung in ihrem Gebiet war mit Nahrung und Kleidung, doch halten sie den Wohlstand fast gänzlich bei sich und den ihnen nahestehenden Beratern und treuen Dienern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Königin in ihrer Hauptstadt Hilton hatte starke Probleme das Land in seinen Fugen zu halten, während sie die umliegenden Nationen davon abhalten muss, einzufallen und zu erobern. Die Soldaten gelten als unterbezahlt, manchmal bleibt monatelang der Sold aus. Doch kämpfen sie in der Hoffnung weiter, dass baldig Besserung über die geplagte Nation einfällt. Die einst Reichen haben ihr Erspartes und ihren Besitz fast vollständig für den Erhalt ihres Lebensstandards hergeben müssen. Teilweise stehen sie jetzt Seite an Seite mit ihren einstigen Leibeigenen auf dem Feld und erhalten die wirtschaftliche Kraft Fallices.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fallice nutzt keine eigenen Währungen, da dafür die Edelmetallreserven zur Prägung nicht ausreichen würden. Daher findet die [[Königreich Patrien#Wirtschaft und Währung|Patrische]] Dublone und die weltweit genutzte Gulde Verwendung innerhalb der Bevölkerung. Verwendet werden soll dabei ein vom Königshaus festgelegter, statischer Wechselkurs zwischen den einzelnen Münzen. Lokal wird dieser allerdings wenig bis überhaupt nicht angewendet, auch nicht in Hilton vor dem Königspalast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders der vollständige Verlust der wichtigen Handelsstadt Safáloris hat die Wirtschaft des Fallicer Bundes weiter geschwächt. Die einst als Handelsstadt geschätzte und unter dem Dogen der Stadt vorangetriebene Marktpolitik ließ durchaus einen positiven Ausblick auf die Märkte des Landes erwarten. Nach dem katastrophalen Inferno, welches die Stadt und all ihre Bewohner auslöschte, ist von dieser positiven Atmosphäre jedoch nichts mehr zu spüren. Safáloris ist heute ein einziger Krater voll Asche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Militär==&lt;br /&gt;
Fallice eigenständiges Militär bestand zunächst aus übergelaufenen Teilen des sorridianischen Heeres, die mehr Eigenständigkeit und Macht eingefordert hatten und diese im neu entstandenen Fallice erhielten. Nach dem Ausbruch der Revolten desertierten aber viele Offiziere und Soldaten erneut und schlossen sich den anarchischen Fraktionen an, die das Land für sich beanspruchen. &lt;br /&gt;
[[Datei:Tuebingen_Streuobstwiese.jpg|thumb|right|Landschaft in Fallice]]&lt;br /&gt;
Das heutige Militär Fallices wäre nie in der Lage einen grenzüberschreitenden Krieg auch nur beizutreten, da sie konsequent damit beschäftigt sind die Gebiete um Hilton in der Hand der Königin zu halten. Die Soldaten sind meist gar nicht und wenn dann nur schlecht bezahlt. Ihre nur in Ansätzen vorhandene Ausrüstung ist oft alt oder beschädigt, Material und Fachwissen für die Reparatur sind Mangelware. Der Aufbau einer funktionierenden Militärstruktur oder eines nationalen, verpflichtenden Wehrdienstes wäre zwar im Interesse der Königin, ist aber nicht zu bewerkstelligen. Weder die finanziellen noch personellen Mittel stünden für solch ein Unterfangen zur Verfügung, weshalb die Fallicer Armee weiterhin aus freiwilligen Landsleuten besteht, die um ihre Heimat kämpfen wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hohen Generäle, wenn es sie denn überhaupt noch gibt, sind selten regierungstreu und verfolgen oft ihre eigenen Ziele. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Handelsgüter==&lt;br /&gt;
An vorderster Stelle der Handelsgüter des Königreichs Fallice stehen jegliche landwirtschaftliche Erzeugnisse, besonders die [[Kulturpflanzen]], die auf den endlosen Feldern und Obstwiesen gedeihen. Der Großteil der Bevölkerung verdient sich hierdurch das Geld und die Nahrung für den täglichen Bedarf. Der überwiegende Teil der Felder ist dabei mit Weizen und Zuckerrüben bestellt. Auf den Tierweiden werden größtenteils Milchkühe gehalten, aus deren Milch Käse gewonnen wird. Daneben gibt es größere Schafsherden, deren [[Wolle]] aus dem Land heraus verkauft wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begehrt ist auch das Fallicer Öl, das teils aus Oliven, teils aus Sonnenblumen gewonnen wird. Nebenher exportiert das Land einen geringen Teil Leinen, Lederwaren und Samt. Einst galt auch eine große Rüstungsindustrie als Teil des Landes, doch ist dieser heute eher in Hand krimineller Grundbesitzer, die ohne Steuern und Genehmigungen eigenständig agieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationen und Reiche]][[Kategorie:Fallicer Bund]][[Kategorie:Herkunft]][[Kategorie:Leändrien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hisoka</name></author>
	</entry>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Hisoka: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Baustelle}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Staat&lt;br /&gt;
|Name=Fallicer Bund&lt;br /&gt;
|Wappen=[[Datei:Flagge Wappen Fallice2020 2.png|400px]]&lt;br /&gt;
|Titel=Nation im Umsturz&lt;br /&gt;
|Hauptstadt=[[Hilton]] (32.300 Einwohner)&lt;br /&gt;
|Wichtige Städte=Le Tiullé, Pas-Baltan, Fontaineblanc&lt;br /&gt;
|Herrscher=Lokal regierende Gremiein&lt;br /&gt;
|Herrschaftsform=Selbstorganisierender Kleinstaateverbund&lt;br /&gt;
|Demonym=Fallicer&lt;br /&gt;
|Adjektiv=Fallicer&lt;br /&gt;
|Völker=Sorridianer, Mittländer&lt;br /&gt;
|Kulturen=Sorridianisch, Mittländisch&lt;br /&gt;
|Sprachen=[[Sprachen|Sorridianisch]] (Dialekt)&lt;br /&gt;
|Religion=[[Deyn Cador|Deynismus]] ([[Sorridianische Kirche]])&lt;br /&gt;
||Karte=[[Datei:Leändrien2022 Fallice.png|350px]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der '''Fallicer Bund''' ist ein gremienorganisierter Kleinstaatenverbund unter [[Königreich Patrien|patrischem]] Schutz. Er ging [[Chronologica|1359 AD]] aus dem im Bürgerkrieg niedergegangenen Königreich Fallice hervor. Zuvor war das Königreich Fallice eine große Region innerhalb [[Königreich Sorridia|Sorridias]], welches sich ebenso wie das [[Königreich Patrien]] im Verlauf des sorridianischen Bürgerkrieges im Jahre 1341 AD abspaltete. In seinem achtzehnjährigen Bestehen wurde das Königreich weitgehend durch die Königsfamilie [[Familie Gráncais|Gráncais]] regiert und geprägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach beinahe sechs Jahren des Leidens und mehreren Besetzungen durch Truppen [[Kaiserliche Monarchie Tasperin|Tasperins]] und [[Königreich Sorridia|Sorridias]] sowie der Enthauptung der eigenen Königin, ging das gefallene Königreich Fallice im Fallicer Bund auf. Die Rebellenfraktionen mögen hierbei zwar offiziell siegreich gewesen sein und ihre lokale Selbstverwaltung erlangt haben, doch zeigten sich die Staatsführer der benachbarten Staaten wenig begeistert von einer Regierung des Volkes. Wenige Tage nach der Gründung der ersten Gremien erhob sich der [[Königreich Patrien|patrische]] König zum ''Schutzherrn'' des Fallicer Bundes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fallice Topographisch 2022.jpg|600px|center|thumb|Königreich Fallice - Topografische Karte]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Das Königreich Fallice war bis zu seiner Unnabhängigkeit ein inneres Königreich im Vorgänger des Königreichs Sorridia, dem Heiligen Sorridianischen Reich. Im Zuge des 1337 AD beginnenden Bürgerkriegs und Konflikt mit dem Nachbarn Tasperin, spaltete sich Fallice als eigenständiges Königreich 1341 AD ab. Zum König wurde Lothair I. aus der [[Familie Gráncais]] gekrönt. In den ersten Jahren der fallicischen Unabhängigkeit und Regierung unter Lothair I. wurde von vielen Seiten ausgegangen, dass die stolzen und aufstrebenden Fallicer der nächste große Konkurrent [[Kaiserliche Monarchie Tasperin|Tasperins]] werden könnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch bildeten sich in Fallice viele einflussreiche Interessengruppen, deren Machthunger und Gier nach Einfluss jeglichen staatlichen Aufbau und jedes Wachstum eines eigenen Volkes behinderte. Nach dem Ende des schlimmsten Teils des sorridianischen Bürgerkrieges litten somit besonders die Bewohner von Fallice an immensen inneren Konflikten. Einzig König Lothair I. konnte bis 1353 AD notdürftig den Frieden wahren. Seine Bemühungen waren oftmals vergeben, sorgten aber immerhin dafür, dass die Rebellionen das Land nicht vollständig in den Abgrund trieben. Im Frühjahr 1353 starb der amtierende König unter mysteriösen Umständen. Neue Konflikte brachen überall mit ungeahnter Intensität aus. Zu allem Überfluss nutzten auch die [[Königreich Patrien|patrischen]] Truppen ihre Chance, um in das südliche Herzogtum Validonia einzufallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Flucht Ihres jüngeren Bruders Luis in das [[Königreich Sorridia|sorridianische]] Exil gelang es seiner Schwester, [[Familie_Gráncais#K.C3.B6nigin_Ludwill_Gr.C3.A1ncais_I.|Ludwill Gráncais]], die Führung über die verbliebenen Königstruppen zu erlangen. Sie war es, die das Fallicer Militär in den Süden des Landes leitete und die patrischen Besatzer blutig zurückschlug. Ihr selbstloser Einsatz sorgte dafür, dass sie mit der Unterstützung ihres jüngeren Bruders Etienne und des Volkes zur neuen Königin von Fallice gekrönt wurde. Ihr Herrschaftsanspruch wurde dennoch von Beginn an von einer breiten Mehrheit in Fallice in Frage gestellt. Besonders ihr aus dem sorridianischen Exil zurückgekehrte Bruder, Prinz und ältester Sohn des verstorbenen Königs Lothair, Luis Gráncais, entpuppte sich bereits vor ihrer Krönung als größter Kritiker. Bis auf ihre Hauptstadt, [[Hilton]] und einige umliegende Gebiete, konnte Königin Ludwill Gráncais I. die Kontrolle über das verbliebene Land an rivalisierenden Generäle, Landherren oder auch Bevölkerungsgruppen nicht halten. In der Folge griffen in allen Herzogtümern des Landes lokale Funktionäre aus Militär, Wirtschaft und Politik zur Macht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer blutiger Bürgerkrieg schockierte nicht nur die Bürger Fallices sondern ganz [[Leändrien]]. Während erst kleinere Konflikte und besonders vertriebene Volksgruppen den Anfang des inneren Zerfalls markierten, zeugten bald große Explosionen und Feuer vom Niedergang. Zum [[Zeitrechnung|Erntemond]] 1354 AD flammten die Proteste gegen die Misswirtschaft im Land zu neuen Höhen auf, als in Lesvoire der Anführer der Bauernrebellen von einer Explosion in Stücke gerissen wurde. Zeitgleich kam es in Noymont gar zur Belagerung des Herzogsitzes, nachdem ein Heeresgeneral den dortigen Herzog köpfte. Große Teile des Landes begannen mit der offenen Revolte gegen Königin Ludwill Grancais. Getrieben von Hunger und Verzweiflung sorgten Bauernrevolten im ganzen Land für Missernten, Plünderungen und Brandschatzungen. Die regierenden Herzöge und Generale vermochten ebenso wenig wie ihre Königin dem offenen Aufstand Einhalt zu gebieten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während das gesamte Land mit dem Selbsterhalt unter größten Schwierigkeiten beschäftigt zu sein scheint, erlangt Tasperin die vollständigen Kontrolle über den Norden des Herzogtums Wyllion. Der hierfür vom zuvor verstorbenen Herzog unterzeichnete Vertrag wird von den Tasperin in aller Welt als Grundlage des Anspruchs publiziert. Nur wenige Monate später wird [[Familie_Gráncais#K.C3.B6nigin_Ludwill_Gr.C3.A1ncais_I.|Königin Ludwill I.]] von revoltierenden Bauern während ihrer Verhandlungen festgesetzt und exekutiert. Rund ein Jahr später, als das ganze Land auf seinen Knien liegt, kehrt auch der dritte Sohn König Lothairs in seine Heimat zurück. Im [[Zeitrechnung|Heumond]] des Jahres 1357 AD nimmt der Zorn der Bürger eine so enorme Form an, dass selbst die Bürger in den Städten gänzlich aufbegehren. Der kronländische Adelsrat wird von einem wütenden Mob ausgelöscht und nahezu alle Städte des Landes verfallen in einen Zustand der Anarchie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Soldaten des [[Tasperiner Heer|Tasperiner Heeres]] besetzen unterdessen den restlichen Teil des Herzogtums Wyllion und übernehmen die gesamte Kontrolle über die dortigen Ressourcen. Erneut publiziert das Kaiserhaus den Tasperin vollständige Nutzungsrechte einräumenden Vertrag weit über die fallicischen Grenzen hinaus. [[Gottkönige_Sorridias|Gottkönig Juan Aldagro de la Estrada]] lässt zeitgleich seine eigenen [[Sorridianisches Heer|sorridianischen]] Infanterietruppen das Herzogtum Maravergne bis zur Fortresse Oueste besetzen. Vorausgesandte Herolde berichten vom bevorstehenden Beistand Sorridias, um den Fallicern Beistand vor der tasperinischen Invasion und Schutz vor den inneren Unruhen zu gewähren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während sich die zwischen den lokalen Fraktionsführern geführten Kriege und Intrigen zuspitzen, wird die gesamte Hauptstadt [[Hilton]] mitsamt ihrer Nationalschatzkammer geplündert. Ein Jahr nach ihrem Einmarsch im Osten des Landes, beginnen die sorridianischen Truppen mit ihrer Expansion. Von ihrer Festung im Land aus, nehmen sie das gesamte Gebiet bis zum Fluss [[Larné]] ein. Doch auch die Soldaten des Kaisers Tasperins rücken immer tiefer ins Land vor. Einzig [[Familie_Gráncais#Prinz_Luis_Gr.C3.A1ncais|Prinz Luis Gráncais]] gelingt es die verbliebenen Truppen mehrerer Herzogtümer zu vereinen und gegen die Besatzer aus dem Norden zu führen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[Zeitrechnung|6. Eismond 1358]] wird der [[Vertrag von Safáloris]] durch Doge Agnello Partellado von Safeaux und die Kronprinzen Luis und Etienne Gráncais unterzeichnet. In ihrem Vertrag bekennen sich die drei mitunter wichtigsten Fraktionsführer in Fallice dazu, sich den anarchistischen Fraktionen unter Rebellenführerin Jean Luntio sowie mutmaßlichen Kultisten unter Herzog Requisto de Avidez entgegenzustellen. Zugleich regelt der Vertrag die Erbfolge und erkennt Luis Gráncais als alleinigen König von Fallice an, ebenso wird die Handelsrepublik als rechtmäßige Verwaltungsform von Safeaux bestätigt. Nur einen Monat später löscht eine gewaltige Explosion von unvorstellbarem Ausmaß die gesamte Stadt Safáloris aus. Zehntausende sterben. Unter den Toten befinden sich mehrere Barone, Generäle, große Teile der verbliebenen Armeen Fallices sowie die beiden verbliebenen Mitglieder der Familie Gráncias, Luis und Etienne. Auch Doge Agnello Partellado verliert in dem flammenden Inferno nicht nur seine Stadt sondern auch sein eigenes Leben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kein halbes Jahr später fallen durch die Revoltenführerin Jean Luntio und ihre Bauernarmee die letzten unter Regierung des Adels stehenden Städte. Sie verkündet die Selbstorganisation der Ortschaften und Städte anstatt der bisherigen Herrschaft des Adels. Im gleichen Zuge beschließen die Herzogtümer Maravergne und Tiuloise sich dem Heiligen [[Königreich Sorridia]] anzuschließen, während das nördliche Grenzherzogtum Wyllion in die [[Kaiserliche Monarchie Tasperin]] eingliedert wird. Das [[Königreich Patrien]] begibt sich in die Position der Schutzmacht der verbliebenen fallicischen Ländereien und damit des gesamten neubegründeten Fallicer Bundes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Land==&lt;br /&gt;
Fallice wird im Norden vom Leändischen Ozean und im Süden vom Nostrischen Meer umspült. Im Süden trennt das [[Validazgebirge]] Fallice von Patrien, im Norden thront die neue Grenze zu [[Königreich|Sorridia]] über den heruntergekommenen Landstrichen des Landes. Fallice war einst geprägt von grünem Auenland und weiten Fluren, sanften Hügeln, weiten Weiden und Wiesen. Doch auch dichte Wälder sind trotz der jahrelangen Kriege noch hier und da anzutreffen, auch wenn weite Teile im laufe der Zeit fast gänzlich gerodet wurden. Im Osten und Norden wird das Land immer hügeliger, bis es schließlich gänzlich vom Maraverswald eingenommen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fallicer Boden gilt als äußerst fruchtbar, sodass viele Bewohner des Landes einfache Bauern und Arbeiter sind, die jegliche Art von [[Nutzpflanzen|Nahrungsmitteln]] anbauen. Oft trifft man meilenweit nur auf blühende Getreide-, Kartoffel- oder Rübenfelder bis die grünen Auenlande wieder zu sprießen beginnen. Besonders für Kräuterkundler bietet Fallice den idealen Nährboden, um die vielfältig wildwachsenden Pflanzen zu sammeln oder mit dem Anbau eigener zu beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gesellschaft==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schloss_Cecilienhof_Panorama.jpg|thumb|right|450px|Landwirtschaftliches Anwesen]]&lt;br /&gt;
Die Gesellschaft in Fallice ist tief gespalten, äußerst eingeschüchtert und zerrüttet. Nach der Unabhängigkeit wollte Fallice ein starkes, eigenständiges Volk mit gleichberechtigter Gesellschaft unter [[Deyn Cador]] werden. Unter einer neuen - eigenen - Königin, die bereits zuvor im sorridianischen Reich Fallice unter ihrer Macht stehend hatte, wurde dieses Bestreben mit einem immensen Einsatz hoher Geldsummen versucht zu erreichen. Es wurden landesweit Feste veranstaltet, Flugblätter verteilt, Reden gehalten und sogar Theaterstücke vorgeführt, um den Gedanken eines geeinten fallisischen Königreichs in der Bevölkerung zu prägen. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zunächst funktionierte dieses Unterfangen auch und die Fallicer fanden zueinander, auch unter der Führung durch ihren starken Glauben an Deyn Cador. Die [[Sorridianische Kirche]] etablierte sich während dieser gesellschaftlichen Neuordnung als starke Kraft. Besonders auf den Messen wurde den Menschen zugesprochen, wie wichtig diese nationale Einheit für das Leben oder auch das Sterben eines Landes sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch unterhalb der Führung ihrer Königin erhoben sich Stimmen, die forderten, dass das Land nicht dieselben Fehler machen sollte, wie Sorridia. Die Rädelsführer wollten abkehren vom starken Glauben und der strengen Erbmonarchie, um den Staatsführer zu halten. Gerade die reichen Kaufleute und militärisch angesehen Generäle sammelten immer mehr Befürworter für ihre Ideen eines eigenständigen Staates, die von einer Reichenherrschaft über die Militärdiktatur bis hin zur Wiederangliederung an Sorridia reichten. Die Königin lies die Leute sprechen und hörte ihnen gar zu. Zunächst rauften sich jedoch die militärischen Machthaber zusammen und übernahmen 1343 AD den Großteil des südlichen Fallice unerwartet gewaltsam. Königstreue Bewohner wurden öffentlich zur Schau gestellt und anschließend hingerichtet, jegliche Gegenwehr wurde blutig niedergeschlagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die machtlose Königin wandte sich an die reichen Einwohner Fallices, insbesondere in der Hauptstadt Hilton. Diese witterten jedoch auch ihre Möglichkeit auf Macht und lehnten das königliche Ersuchen ab, kauften sich Söldner und weite Teile der Bevölkerung als Anhänger und übernahmen mit diesen schließlich eigene Teile der Stadt und des Landes. Mit erheblicher Mühe und Not konnte wenigstens Hilton und die umliegenden Lande wieder in die Hand der offiziellen Regierung gebracht werden. Die Sorridianische Kirche tat ihr nötigstes, um unbeschadet aus der schwierigen Situation zu entkommen und versuchte stets zu beschwichtigen. Mittlerweile sind einige Teile des Landes für Priester und Gelehrte der Kirche unbetretbar, da sie fürchten müssen direkt auf einem Scheiterhaufen zu landen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute sind die Bewohner Fallices in viele größere und kleinere Gruppen unterteilt, die sich nur in zwei Punkten einig sind - sie haben das Recht den Staat zu führen und alle anderen sind Feinde und Verräter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kleidung==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dugny-sur-Meuse_Exterieur.jpg|thumb|right|350px|Kloster in Fallice]]&lt;br /&gt;
Die Bewohner des Landes sind geplagt von den Leiden des Krieges und Stoff ist ein rares und überaus teures Gut in schlechten Zeiten. Deshalb sind viele Kleidungsstücke wiederverwendet oder notdürftig zusammengenäht. Anschließend wurden dann Versuche unternommen, dass eine einfache und deckende Färbung auf die gesamte Kleidung aufgetragen wird, die auch Wäschen und Schmutz überstehen kann. Generell sind die Kleidungsstücke schwarz oder grün, da sie so entweder mit Kohle oder Pflanzen gefärbt werden konnten. Alle anderen Farben sind ein Zeichen von Reichtum und Macht, denn alleine die Möglichkeit an die teuren Farbstoffe zu kommen, bleibt vielen Bürgern verwehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Männer tragen Kniebundhosen mit Flicken, teils sogar wieder Röcke, da man diese aus Laken oder anderen Stoffplanen einfach nähen kann. Als Oberbekleidung reichen einfache Hemden, weil dank der milden Winter keine dickere Kleidung benötigt wird. Als Dekoration zu besonderen Anlässen kommen seltene Ketten oder Edelsteinanhänger, manchmal Ringe oder eine lederne Jacke mit eingenähtem Stickmuster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bevorzugte Kleidung von Frauen sind lange Röcke und weite Blusen, die aus verbliebenen Stoffen gefertigt wurden. Oft sieht man Damen, die offensichtlich viel zu große Herrenhemden anziehen müssen. Beide Geschlechter versuchen an gute Lederschuhe zu kommen, doch bleibt es meist bei hölzernen Sandalen oder alten Stoffpantoffeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebräuche==&lt;br /&gt;
Fallicer sind ein äußerst geselliges, aber auch gruppierendes Völkchen. Sie leben es die [[Feiertage|Feste]] zu Ehren Deyn Cadors zu feiern und bereiten diese bereits Wochen im Voraus vor, um dann allen Dorf- oder Stadtbewohnern ein möglichst schönes Erlebnis bieten zu können. Zu solchen Zeiten ist es ihnen völlig egal, ob sie mit Freund, Feind oder Unbekannten anstoßen und die selbst geernteten Trauben verspeisen. Doch geht es um politische oder wirtschaftliche Belange wandelt sich das Bild des sonst so gefälligen Fallicers. Sie werden binnen Minuten zu Furien und sammeln sich mit Ihresgleichen zusammen, um dann gegen die andere Gruppe, manchmal auch gewaltsam, vorzugehen. Sobald den Fallicern die vorgegebene Leitlinie oder Anweisung nicht passt, rebellieren sie dagegen auf und beschweren sich lautstark, nicht selten sollen Steine und Flaschen geflogen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fallicer legen äußersten Wert auf gutes Essen und behaupten, dass ihre Küche die einzig würdigen und angemessenen Speisen für den menschlichen Gaumen hervorbringen würden. Gerade das Kochen gilt als Meisterdisziplin zwischen den Hausfrauen und Müttern. An vorderster Stelle liegen hier die Käseherstellung und das Konditorhandwerk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wird ein großer Wert auf das Tragen edler und feiner Kleidung gelegt, die sich der eigenen Körperform anpasst. Gerade dunkle Farben und teure Stoffe, wie [[Seide]] gelten als Zeichen von Wohlstand und Anstand innerhalb Fallice. Als Geschenke akzeptieren die Fallicer nur Sachen von Klasse, so bspw. Schmuck oder Bücher, manchmal auch Einladungen zu Musikstücken oder Theatervorführungen. Gerade letzteres hat einen hohen gesellschaftlichen Stand innerhalb der Gesellschaft, da dies ein Ort der offenen Kritik, des Witzes und der gebildeten Kunst geworden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Religion==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bligny-sur-Ouche.jpg|thumb|right|Kirche in Fallice]]&lt;br /&gt;
Die Fallicer haben nach dem Fall des einst großen sorridianischen Reiches die sorridianische Kirche in ihre Land übernommen. Sie sind nach wie vor äußerst [[Deyn Cador|Deyn]]-Gläubige Personen und verschmähen die [[Zwölf Heilige|Heiligen]]. Zwar hat sich der Gedanke des Gottkaisers auf Erden in Fallice verflüchtigt, doch werden sonst alle Werte der sorridianischen Kirche übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade Anlässe zu Geburt, Taufe, Hochzeit und Tod von Menschen nehmen einen hohen Stellenwert ein und werden mit äußerster Hingabe vorbereitet und durchgeführt. Die Beerdigung und Trauerzeremonie von geliebten Menschen kann dadurch auch mehrere Tage in Anspruch nehmen. Fremde Religionen oder die [[Silvanische Kirche]] werden, mit Ausnahme der grenznahen Regionen, eher mit Abscheu und Angst betrachtet. Der Glaube an den [[Kirash]] und Abrizzah gilt in Fallice als Straftat und kann mit langer Haft, vollständigem Besitzentzug und Zwangsarbeit bestraft werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den größeren Städten gibt es, mittlerweile heruntergekommene oder langsam verfallende, Kathedralen und große Kirchen zu Ehren Deyn Cadors. Diese hatten vor vielen Jahren einmal einen majestätischen und erbarmenden Anblick und strotzten nur vor Verzierungen und Dekoration. Gerade die feinfühlig bemalten und aus Massivstein geschlagenen Statuen über heldenhafte Götterschlachten galten als [[Kunstgeschichte|künstlerisches]] Meisterwerk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Regierung==&lt;br /&gt;
Herrscherin des Landes war bis zur Gründung des Fallicer Bundes Königin Ludwill Gráncais I., die zuvor unter der Hand Sorridias die ungefähren heutigen Teile Fallices bereits verwaltet hatte. Als sich die Unabhängigkeitsbestrebungen innerhalb des Landes verstärkten, machte sie sich selbst zum Gesicht der Fallicer und galt bis zu ihrer Enthauptung als zentral verantwortlich für die Entstehung des eigenständigen Staates. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Kontrolle im eigenen Reich zu behalten, versuchte sie eine Zentralregierung mit sich selbst als Kopf (als er noch am Leibe war) in Hilton einzusetzen. Es gab jeweils regionale Herzöge, die &amp;quot;Natio Tété&amp;quot; genannt wurden und eines der sieben &amp;quot;Comparts&amp;quot; des Landes aus Hilton mit Abstimmung der Königin leiteten und verwalteten. Durch die langen Informationswege in die jeweiligen Comparts hinein zeigte sich dieses Regierungssystem jedoch schnell als äußerst ineffektiv, teils konnten die Befehle aus Hilton erst zwei Wochen später umgesetzt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fallice Provinzen 2022.jpg|600px|right|thumb|Königreich Fallice - Provinzen und Hauptstädte]]&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width:60%&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;4&amp;quot; style=&amp;quot;background: #ABE&amp;quot; | '''Comparts Fallice'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! width=8% | Compart&lt;br /&gt;
! width=8% | Hauptstadt&lt;br /&gt;
! width=20% | Beschreibung&lt;br /&gt;
! width=22% | Wichtige Städte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Kronlande&lt;br /&gt;
|[[Hilton]]&lt;br /&gt;
|Sitz der Hauptstadt und des königlichen Throns, bevölkerungsreichstes Gebiet, Arbeitslosigkeit&lt;br /&gt;
|Chalonnax&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Safeaux&lt;br /&gt;
|[[Nonras-Sur-Mer]]&lt;br /&gt;
|Anlaufpunkt für Händler aus aller Welt, reiche Handelsfamilien und Häfen, wenig Armut&lt;br /&gt;
|Nonras-Sur-Mer, Porlisson, Morgalosse, Habillon&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Validonia	&lt;br /&gt;
|[[Pas-Baltan]]&lt;br /&gt;
|Südliche Grenzregion mit verbrannter Erde, doch besitzen die Vernarbten Lande so manchen Schatz&lt;br /&gt;
|Fontaineblanc, Cabagnon, Fortresse Côtiere&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Pâtagne	&lt;br /&gt;
|[[Itiais]]&lt;br /&gt;
|Satte und grüne Weideflächen mit einfachem Leben, größtenteils Viehhaltung, vereinzelte Klöster&lt;br /&gt;
|Capitelade, Capizan, Largardes, Luxelouse&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:20031115640MDR_Dresden-Loschwitz_Villa_Souchay_Schloß_Eckberg.jpg|thumb|right|250px|Turm des Königshauses]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitgleich wuchsen die Aufstände und die Machtgier innerhalb der Oberschicht des Landes, die ersten Generäle formierten sich mit ihren Armeen gegen die Zentralregierung und übernahmen gleich eigene Gebiete. Nach dem Ende des Bürgerkrieges und den großen Land- und Personenverlusten regiert sich der Fallicer Bund weitgehend selbst. Jede Ortschaft, jede Stadt und jeder noch so kleine Weiler hat einen oftmals ineffizienten Verwaltungsrat aus manchmal dutzenden Mitgliedern. Es gibt weder eine vorgeschriebene Form der Entscheidungsfindung noch offizielle Beschränkungen in Kompetenzen und Organisationsformen. Viele der Gremien gelten als bürgeroffen und dennoch vollkommen von Extremisten oder gekauften sowie indoktrinierten Entscheidungsträgern durchsetzt. Besonders das [[Königreich Patrien]] bezahlt unzählige Funktionäre offen, um die Fallicer Kleinstaaten ruhig und gefügig zu halten. Überall dort, wo eine Finanzierung der Gremien zu aufwendig oder teuer erscheint, können regelmäßige Gewaltanwendungen und Intrigen beobachtet werden. Das Verschwinden von Würdenträgern ist beinahe an der Tagesordnung; dabei ist oftmals nicht einmal nachvollziehbar aus welchem Grund jemand aus dem Weg geräumt wird. Für die meisten Bürger ist auch unverständlich wer die schreckliche Tat in Auftrag gegeben hat - überall konkurrieren Interessengruppen um die kleinsten Streitigkeiten; mit oftmals fatalen Folgen für die engagierten Revolutionäre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kommen die paramilitärischen Grenzkonflikte mit dem gänzlich nördlich gelegenen [[Königreich Sorridia]]. Die neuen Grenzbefestigungen stehen oftmals noch auf Fallicer Grund und sorgen für Streit zwischen den kleinen Gremien aus Fallice und dem sorridianischen Gottkönig. Manche Bauerndörfer können froh über ihre kleine Miliz zur Selbstverteidigung sein, doch haben sie angesichts der militärischen Übermacht der Truppen aus Sorridia keinerlei Möglichkeit auch nur einen Hauch von Widerstand zu leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wirtschaft und Währung==&lt;br /&gt;
Die Wirtschaft des Landes hat in den letzten Jahren einen rapiden Einbruch erhalten. Nach wie vor ist die Landwirtschaft und die Weiterverarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse die Haupteinnahmequelle und der größte Schatz des fruchtbaren Landes. Mit Ausbruch der Revolten und inneren Auseinandersetzungen fließt jedoch ein Großteil der Einnahmen an die lokalen Herren und Besetzer, die die Macht an sich gerissen haben. Diese versorgen die Bevölkerung in ihrem Gebiet war mit Nahrung und Kleidung, doch halten sie den Wohlstand fast gänzlich bei sich und den ihnen nahestehenden Beratern und treuen Dienern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Königin in ihrer Hauptstadt Hilton hatte starke Probleme das Land in seinen Fugen zu halten, während sie die umliegenden Nationen davon abhalten muss, einzufallen und zu erobern. Die Soldaten gelten als unterbezahlt, manchmal bleibt monatelang der Sold aus. Doch kämpfen sie in der Hoffnung weiter, dass baldig Besserung über die geplagte Nation einfällt. Die einst Reichen haben ihr Erspartes und ihren Besitz fast vollständig für den Erhalt ihres Lebensstandards hergeben müssen. Teilweise stehen sie jetzt Seite an Seite mit ihren einstigen Leibeigenen auf dem Feld und erhalten die wirtschaftliche Kraft Fallices.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fallice nutzt keine eigenen Währungen, da dafür die Edelmetallreserven zur Prägung nicht ausreichen würden. Daher findet die [[Königreich Patrien#Wirtschaft und Währung|Patrische]] Dublone und die weltweit genutzte Gulde Verwendung innerhalb der Bevölkerung. Verwendet werden soll dabei ein vom Königshaus festgelegter, statischer Wechselkurs zwischen den einzelnen Münzen. Lokal wird dieser allerdings wenig bis überhaupt nicht angewendet, auch nicht in Hilton vor dem Königspalast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders der vollständige Verlust der wichtigen Handelsstadt Safáloris hat die Wirtschaft des Fallicer Bundes weiter geschwächt. Die einst als Handelsstadt geschätzte und unter dem Dogen der Stadt vorangetriebene Marktpolitik ließ durchaus einen positiven Ausblick auf die Märkte des Landes erwarten. Nach dem katastrophalen Inferno, welches die Stadt und all ihre Bewohner auslöschte, ist von dieser positiven Atmosphäre jedoch nichts mehr zu spüren. Safáloris ist heute ein einziger Krater voll Asche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Militär==&lt;br /&gt;
Fallice eigenständiges Militär bestand zunächst aus übergelaufenen Teilen des sorridianischen Heeres, die mehr Eigenständigkeit und Macht eingefordert hatten und diese im neu entstandenen Fallice erhielten. Nach dem Ausbruch der Revolten desertierten aber viele Offiziere und Soldaten erneut und schlossen sich den anarchischen Fraktionen an, die das Land für sich beanspruchen. &lt;br /&gt;
[[Datei:Tuebingen_Streuobstwiese.jpg|thumb|right|Landschaft in Fallice]]&lt;br /&gt;
Das heutige Militär Fallices wäre nie in der Lage einen grenzüberschreitenden Krieg auch nur beizutreten, da sie konsequent damit beschäftigt sind die Gebiete um Hilton in der Hand der Königin zu halten. Die Soldaten sind meist gar nicht und wenn dann nur schlecht bezahlt. Ihre nur in Ansätzen vorhandene Ausrüstung ist oft alt oder beschädigt, Material und Fachwissen für die Reparatur sind Mangelware. Der Aufbau einer funktionierenden Militärstruktur oder eines nationalen, verpflichtenden Wehrdienstes wäre zwar im Interesse der Königin, ist aber nicht zu bewerkstelligen. Weder die finanziellen noch personellen Mittel stünden für solch ein Unterfangen zur Verfügung, weshalb die Fallicer Armee weiterhin aus freiwilligen Landsleuten besteht, die um ihre Heimat kämpfen wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hohen Generäle, wenn es sie denn überhaupt noch gibt, sind selten regierungstreu und verfolgen oft ihre eigenen Ziele. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Handelsgüter==&lt;br /&gt;
An vorderster Stelle der Handelsgüter des Königreichs Fallice stehen jegliche landwirtschaftliche Erzeugnisse, besonders die [[Kulturpflanzen]], die auf den endlosen Feldern und Obstwiesen gedeihen. Der Großteil der Bevölkerung verdient sich hierdurch das Geld und die Nahrung für den täglichen Bedarf. Der überwiegende Teil der Felder ist dabei mit Weizen und Zuckerrüben bestellt. Auf den Tierweiden werden größtenteils Milchkühe gehalten, aus deren Milch Käse gewonnen wird. Daneben gibt es größere Schafsherden, deren [[Wolle]] aus dem Land heraus verkauft wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begehrt ist auch das Fallicer Öl, das teils aus Oliven, teils aus Sonnenblumen gewonnen wird. Nebenher exportiert das Land einen geringen Teil Leinen, Lederwaren und Samt. Einst galt auch eine große Rüstungsindustrie als Teil des Landes, doch ist dieser heute eher in Hand krimineller Grundbesitzer, die ohne Steuern und Genehmigungen eigenständig agieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationen und Reiche]][[Kategorie:Fallicer Bund]][[Kategorie:Herkunft]][[Kategorie:Leändrien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hisoka</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.athalon.de/index.php?title=Ludwigsruh&amp;diff=7381</id>
		<title>Ludwigsruh</title>
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		<updated>2020-11-10T18:10:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hisoka: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Stadt&lt;br /&gt;
|Name=Ludwigsruh&lt;br /&gt;
|Wappen=[[Datei:Wappen Ludwigsruh.png|200px]]&lt;br /&gt;
|Bewohner=47.780 Einwohner&lt;br /&gt;
|Regentschaft=Vladmitsch zu Zulpnitz&lt;br /&gt;
|Garnisonen=Stadtwache &amp;quot;Ludwigsgard&amp;quot; &lt;br /&gt;
|Tempel=Kleine Kathedrale der [[Silvanische Kirche|silvanischen Kirche]]&lt;br /&gt;
|Wirtschaft=Hoch- und Schwerindustrie, v.a. Metallverarbeitung&lt;br /&gt;
|Besonderheiten=Tasperinisches Industriezentrum&lt;br /&gt;
|Stimmung=Hart arbeitend und verschmutzt&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ludwigsruh ist das industrielle Herzstück [[Kaiserliche Monarchie Tasperin|Tasperins]]. Nördlich der Carve ist es Teil des Herzogtums Herzlande. Östlich gelegen von der Kaiserlichen Hauptstadt führen nahezu alle Handelswege, die Ludwigsruh verlassen, nach [[Reichsstadt Carviel|Carviel]] hinein. Der Fluss dient daher als Hauptroute für den Großteil der Warenbewegungen der Industriestadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geographie==&lt;br /&gt;
===Allgemeines===&lt;br /&gt;
Ludwigsruh liegt direkt an der Carve. Sowie am Rande des, in der Provinz Severien gedeihenden Waldes, Sylkerwald. Die Stadt befindet sich unweit der südwestlich liegenden Grenze zu den [[Vereinigte Provinzen von Silventrum|Vereinigten Provinzen von Silventrum]]. Obgleich die Carviel und Wolfshalm verbindende Stahlstraße direkt an Ludwigsruh vorbeiführt, werden Erze und Kohle, welche aus dem Gebirge gefördert und abtransportiert werden, fast ausschließlich über den Fluss nach Ludwigsruh verbracht. Genauso die verarbeiteten Güter, die weiter in die Hauptstadt verschifft werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Klima===&lt;br /&gt;
Dank seiner Lage am Rande des Sylkerwaldes und südlich des Kaphatgebirges, verfügt Ludwigsruh über ein mildes Klima. Durch den direkten Bau an der Carve ist die Stadt jedoch oft vom Nebel eingehüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sommermonate sind von viel Sonnenschein und Temperaturen von bis zu 30 Grad Celsius geprägt. Wohingegen im Herbst meist, ein grauer Mantel den Himmel bedeckt. Nur selten dringen die Fänge der Sonne durch den trüben Nebelschleier hindurch. Während dieser Jahreszeit ist es fast die ganze Zeit über am Regnen, jedoch ist es meist eher ein pulvriger Niederschlag. Dieser hat kaum eigene Tropfen sondern benetzt wie ein monogener Schleier alles darunterliegende. Der Winter ist vergleichsweise zu anderen Teile [[Leändrien|Leändriens]] leicht für die Bewohner zu ertragen. Die Temperaturen gehen nur knapp unter 0 Grad. Viele behaupten dass die schwere Industrie der Grund dafür sei. Die Öfen sind Tag und Nacht in Betrieb und heizen daher die Straßen der Stadt auf. Dadurch ist es seit über 80 Jahren auch nicht mehr vorgekommen dass der Schnee, welcher innerhalb der Stadt fällt, länger als eine Nacht überdauert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Flora und Fauna===&lt;br /&gt;
===Flora===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Großteil der Flora ist auf Kosten der Industrie verdrängt worden. Zwar kann man abseits der Stadt noch vereinzelt Blumenwiesen und heranwachsende Bäume finden, doch ist dieser Anblick im laufe der Zeit sehr selten geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fauna===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Ludwigsruh sind Vögel und Nagetiere die verbreitetsten Tiere, die man antreffen kann. Unter den Vögeln sind es überwiegend Möwen, die sich meist direkt am Verlauf des Flusses aufhalten. Ratten und Mäuse sind für die meisten Bewohner ein gewohnter Anblick geworden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Ludwigsruh findet seine Grundsteine um das Jahr [[Chronologica|420]] herum, als die heutige Reichshauptstadt [[Reichsstadt Carviel|Carviel]] entstand und der Bedarf an Holz größer wurde. Am Rande des Sylkerwaldes entstanden die ersten Holzfällerlager und Sägewerke. Die Rohstoffe wurden über den Landweg weiter transportiert, um die Expansion der Stadt zu unterstützen. Der erste Holzfällerbetrieb, so wurde es überliefert, gehörte einem Holger Ludwig. Als er mit 62 Jahren verstarb, hatte sich sein Forstbetrieb so vergrößert, dass der Ort zu einem Weiler mit 600 Seelen aufstieg. Zu seiner Ehren wurde das damalige Dorf nach dem Namen seiner Familie benannt. Die Nachfrage nach Holz stieg stetig und damit wuchs auch Ludwigsruh. Um die Quelle für das hauptsächliche Produktionsgut so effektiv, wie möglich, erschließen zu können, expandierte die Stadt stromaufwärts dem Verlauf des Waldes folgend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da immer größere Mengen Holz immer schneller benötigt wurden, wurde im Jahr 700 von Graf Siegmund Ludwig II eine Reform verabschiedet. Diese sorgte für eine Zollenthebung für Waren, die über den Wasserweg transportiert werden. Durch diese gesetzliche Änderung dauerte es nicht lange bis eine durchgehende Promenade, welche sich von einem Ende bis zum anderen Ende der Stadt erstreckt, entstand. Zeitgleich wurde die erste Trockenwerft der Grafschaft eröffnet, um die aufkommende Nachfrage nach Schiffen zu decken. Wasserräder waren bis zu diesem Zeitpunkt die einzige Weise, wie der Fluss zum Vorteil der Stadt genutzt wurde. Der Grund für diesen Entschluss ist bis heute nicht klar bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 764 deklarierte die Stadt Carviel Tasperins formelle Unabhängigkeit von [[Königreich Sorridia|Sorridia]]. Ludwigsruhs Einwohnerzahl war inzwischen auf 14.000 gestiegen. Die Familie Ludwig, welcher seit Gründung die Verwaltung des Ortes obliegt unterstützte das neu ausgesprochenen Königreich bei dessen Bestreben. Zum Dank verlieh König von Silvarsteed, Joachim Ludwig, dem damaligen Oberhaupt der Familie, den Titel und die Kontrolle über die neu ausgesprochene Grafschaft Ludwigsruh. Durch die jahrelange Handelspartnerschaft mit Carviel und der starken Abhängigkeit beider Städte voneinander, galt Ludwigsruh als erste von der Sorridianischen Herrschaft befreite Stadt in der Geschichte Tasperins. Trotz der Nähe zur Hauptstadt blieb die jüngst befreite Stadt von der sich ausbreitenden Seuche befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
400 Jahre vergingen und die Stadt erlebte einen nie dagewesenen Aufschwung. Die Kunde über die freie Verschiffung über den Wasserweg zog die Menschen in Scharen an. Innerhalb dieser Zeit, so sagt man, stieg die Einwohnerzahl auf 32.000 an. Von diesen seien alleine 8.000 aus dem Umland in die Stadt migriert. Dies sorgte jedoch im Jahre 1050 für einen Arbeitermangel auf den Bauernhöfen, wodurch es zu einer kargen Ernte kam, die in einer Hungersnot endete. Alleine in Ludwigsruh starben 4.000 Männer, Frauen und Kinder an den Folgen. Erst durch eine Zwangsumsiedlung konnte in den folgenden Jahren diese Krise abgewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Ende der Hungersnot fühlte sich der Ort allerdings mit einem weiteren Problem konfrontiert. Zum einen kam man mit der Wiederaufforstung nicht mehr hinterher, während das nördliche Ufer von Carve fast komplett kahlgeschlagen war. Aber auch war die Nachfrage für Holzprodukte in den letzten 70 Jahren zurückgegangen. Der aktuelle Graf, welcher aus der Familie Zulpnitz eingeheiratet hatte, erkannte in der stromaufwärts florierenden Bergbaustadt Wolfshalm eine Gelegenheit. Ludwigsruh handelte unter Zustimmung von Carviel ein Abkommen aus, demnach Wolfshalm ohne Zollgebühren seine Waren nach Carviel verschiffen dürfe. Im Gegenzug wurde Ludwigsruh zu einem bevorzugten Handelspartner für das Einkaufen von Erzen aus dem [[Kaphatgebirge]]. Sie würden ein Vorzugsrecht beim Kauf von Bodenschätzen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächsten 300 Jahre wurde die gesamte Wirtschaft Ludwigsruh von Holz auf Schwer- und Hochindustrie umgestellt. Die Sägewerke wurden zu Schmelzöfen, die Schreinerwerkstätte zu Schmieden und die Forstwirtschaften wurden verwahrlost zurückgelassen. Die Promenade, welche berühmt für ihren Einklang von Natur und Zivilisation war, ist nun zu einem einzigen Umschlagplatz für Erze, Kohle und Industriegüter geworden. Tiefer Rauch steigt heutzutage aus der Stadt auf und ist für das Kaiserreich zum einen ein Wahrzeichen von Erfindergeist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bevölkerung==&lt;br /&gt;
Bevor die Stadt ihre Produktionsziele geändert hat, waren die Bewohner zum Großteil Angehörige langer Familiendynastien, deren Ursprünge sich bis ins Jahr 400 und früher erstreckten, als man anfing aus Carviel nach Ludwigsruh abzuwandern. Doch in der Zwischenzeit sind jene Familien entweder wieder in die Hauptstadt zurückgezogen oder ihre Bande sind mit der Zeit verloren gegangen. Heutzutage sind die meisten Bürger arm und leben unter schlechten Bedingungen, sowohl was die Gesundheit, als auch den Lebensunterhalt betrifft. Durch eine ungerechte Einkommensverteilung profitieren nur die besitzhaltenden Handelshäuser im Hafenbereich und die Grafenfamilie vom Wohlstand der Stadt. Der Rest schuftet für einen Hungerlohn in den Industrieanlagen der Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Politik==&lt;br /&gt;
===Allgemeines===&lt;br /&gt;
Die Grafschaft Ludwigsruh hat einen festen Ratsposten am Hofe des Kaisers. Obwohl die Grenze zu den [[Vereinigte Provinzen von Silventrum|Silventrum]] nicht fern liegen, hält die Grafschaft an einer engen Beziehung zum kaiserlichen Haus fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Militär===&lt;br /&gt;
Das Militär der Stadt setzt sich aus zwei Bereichen zusammen: Der Stadtwache und die Hafenwacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadtwache, auch unter dem Namen Ludwigsgarde bekannt, ist dafür zuständig die Ordnung innerhalb der Stadtmauern und der unmittelbaren Umgebung zu wahren. Bei der Ludwigsgarde handelt es sich um eine Stadtwache, welche in ganz Tasperin einzigartig ist. Die Ludwigsgarde ist durch eine leichte Beschaffungsmöglichkeit vollständig mit Pulverwaffen ausgestattet. Das erlaubte Tragen und Anwenden der Waffen beschränkt sich jedoch nur auf den Bereich innerhalb der Stadtmauern. Außerdem sind sie mit starken Rüstungen und Schwertern ausgestattet. Man könnte sagen, dass das herrschende Haus mit diesen Mitteln versucht seine Macht zu festigen und protestierende Stimmen ruhig zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben gibt es noch eine große Hafenverwaltung in Form der Hafenwacht, welche sich durch die Vergangenheit etablieren konnte. Durch die große Reform das Wasser zu beherrschen, wurde unweigerlich auch eine starke Einheit zur Kontrolle der Gewässer erschaffen, deren Vermächtnis bis heute noch anhält. Überwiegende Aufgabe der Hafenwacht war es einen geregelten Verkehr auf dem Wasser sicherzustellen. Die mit leichten Ruderbooten ausgestatteten Wachmänner patrouillieren daher überwiegend über den Ludwigsruher Einflussbereich an der Carve. Gegenwärtig lassen die Bemühungen die Hafenwacht aufrechtzuerhalten stark nach. Dies spiegelt sich insbesondere darin wider, dass Gelder und Ressourcen der Ludwigsgarde vorrangig zu Gute kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wirtschaft===&lt;br /&gt;
Die vormals auf das Forstwesen spezialisierte Wirtschaft hat vor 300 Jahren eine große Veränderung erlebt. Zu diesem Zeitpunkt wurde der Einfluss der Stadt zentralisiert. Betriebe wurden geschlossen, da die Produktion von Holzwaren nicht mehr gewinnbringend waren. Die heutigen Einnahmequellen sind Zollgebühren für durchfahrende Schiffe, aber primär die Produktion von schwerem Industriegut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Heraldik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gesellschaft und Kultur==&lt;br /&gt;
===Architektur===&lt;br /&gt;
===Bildung===&lt;br /&gt;
===Religion und Magie===&lt;br /&gt;
===Feste und Feiertage===&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2020-11-10T17:48:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hisoka: Hisoka lud eine neue Version von Datei:Wappen.png hoch&lt;/p&gt;
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		<author><name>Hisoka</name></author>
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